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📝 Saison und Einkauf · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie verschaffe ich mir einen guten Überblick über die Margendifferenzen zwischen Winter- und Sommergerichten?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Saisonale Zutaten können deine Margen stark beeinflussen, ohne dass du es merkst. Was im Winter €8 pro Portion kostet, kann im Sommer plötzlich €12 werden durch teure Tomaten und Gurken. In diesem Artikel lernst du, wie du diese Unterschiede genau erfasst und deine Speisekarte entsprechend anpasst.

Warum Saisonmargen so wichtig sind

Deine Speisekarte ist voll mit Preisen, die du im Januar festgelegt hast. Aber dein Lieferant passt seine Preise saisonal an. Tomaten kosten im Dezember €8 pro Kilo, im Juli €3 pro Kilo. Wenn du das nicht verfolgst, verdienst du im Winter viel weniger als du denkst.

💡 Beispiel:

Caprese-Salat - Zutaten Winter vs. Sommer:

  • Tomaten: €8/kg (Winter) vs. €3/kg (Sommer)
  • Basilikum: €45/kg (Winter) vs. €25/kg (Sommer)
  • Mozzarella: €12/kg (stabil)

Portionskosten: €4,20 (Winter) vs. €2,10 (Sommer)

Unterschied: €2,10 pro Teller!

Sammle deine Saisonsdaten

Beginne mit deinen 10 meistverkauften Gerichten. Für jedes Gericht erstellst du eine Übersicht der Zutaten, die stark im Preis schwanken. Das sind normalerweise frisches Gemüse, Obst und Kräuter.

  • Überprüfe deine Lieferantenlisten von Januar, April, Juli und Oktober
  • Achte besonders auf Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Spargel
  • Vergiss Kräuter nicht: Basilikum, Petersilie, Dill variieren enorm
  • Obst für Desserts: Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen

⚠️ Achtung:

Fleisch und Fisch schwanken auch, aber weniger vorhersehbar. Konzentriere dich zuerst auf Gemüse und Obst - dort siehst du die größten Saisonunterschiede.

Berechne deine Margendifferenzen pro Saison

Für jedes Gericht berechnest du die Kostpreis in vier Jahreszeiten. Verwende die Formel: Foodcost % = (Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100

💡 Beispielberechnung:

Tomaten-Mozzarella-Salat - Menüpreis €16,50 inkl. MwSt.:

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €15,14
  • Winter-Kostpreis: €4,20 → 27,7% Foodcost
  • Sommer-Kostpreis: €2,10 → 13,9% Foodcost

Unterschied: 13,8 Prozentpunkte!

Erstelle einen Saisonkalender für dein Menü

Setze alle Gerichte in eine Übersicht mit ihrem Foodcost pro Monat. So siehst du auf einen Blick, welche Gerichte wann rentabel sind.

  • Grün: Foodcost unter 30% (dieses Gericht pushen)
  • Orange: Foodcost 30-35% (normal, keine Maßnahme nötig)
  • Rot: Foodcost über 35% (anpassen oder weniger prominent)

Im Winter stellst du vor allem warme Gerichte mit Saisongemüse prominent auf die Karte. Im Sommer machst du dein Salatangebot zum Schwerpunkt.

Passe dein Menü taktisch pro Saison an

Du musst nicht jeden Monat deine ganze Speisekarte ändern. Aber du kannst clever steuern:

  • Saisonale Spezialitäten: Gerichte, die nur verfügbar sind, wenn Zutaten günstig sind
  • Wechselnde Tagesgerichte: Im Sommer mehr Salate, im Winter mehr Eintöpfe
  • Empfehlung durch das Personal: Steuere das Personal, um rentable Gerichte zu pushen

💡 Praktisches Beispiel:

Restaurant De Kust passt alle drei Monate an:

  • Sommer: 4 Salate prominent, Suppe als Beilage
  • Winter: 2 Salate, 3 warme Vorspeisen prominent
  • Tagesgericht folgt immer Saisongemüse

Ergebnis: Foodcost das ganze Jahr stabil um 28%

Überwache und passe monatlich an

Verfolge jeden Monat deinen Foodcost pro Gericht. Lieferanten passen Preise ohne Vorwarnung an. Was letzten Monat 25% Foodcost war, kann plötzlich 32% werden.

Mit einem System wie KitchenNmbrs siehst du direkt, welche Gerichte aus dem Ruder laufen, und kannst schnell mit Preisanpassungen oder alternativen Zutaten reagieren.

Wie erfasst du Saisonmargen? (Schritt für Schritt)

1

Wähle deine Top 10 Gerichte

Wähle deine meistverkauften Gerichte aus. Konzentriere dich auf Gerichte mit frischem Gemüse, Obst oder Kräutern. Diese schwanken am meisten im Preis.

2

Sammle Preisdaten aus 4 Jahreszeiten

Überprüfe deine Lieferantenlisten von Januar, April, Juli und Oktober. Notiere die Preise aller saisonalen Zutaten pro Gericht.

3

Berechne Foodcost pro Saison

Berechne für jedes Gericht die Kostpreis pro Saison. Verwende die Formel: (Zutatenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100.

4

Erstelle einen Saisonkalender

Setze alle Gerichte in eine Übersicht mit ihrem Foodcost pro Monat. Markiere grün (unter 30%), orange (30-35%) und rot (über 35%).

5

Plane deine Menüanpassungen

Bestimme, welche Gerichte du wann prominent stellst und welche du abbaust. Mache Saisonspezialitäten aus deinen rentabelsten Kombinationen.

✨ Pro tip

Konzentriere dich zuerst auf deine 3 meistverkauften Gerichte. Wenn du deren Saisonmargen unter Kontrolle hast, packst du den Rest. Besser 3 Gerichte richtig als 20 Gerichte halbherzig.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich meine Saisonanalyse aktualisieren?

Überprüfe mindestens alle 3 Monate deine Preise und Foodcost. Lieferanten passen oft zwischenzeitlich an, also behalte deine meistverkauften Gerichte monatlich im Auge.

Welche Zutaten schwanken am meisten im Preis?

Tomaten, Paprika, Zucchini, Gurken und frische Kräuter wie Basilikum und Petersilie. Auch Saisonobst wie Erdbeeren und Spargel variieren enorm.

Muss ich meine Speisekarte jeden Monat anpassen?

Nein, das ist zu viel Aufwand für Gäste. Arbeite mit Saisonspezialitäten und Tagesgerichten, die du anpassen kannst, und halte deine Basiskarte stabil.

Was tun, wenn mein Foodcost im Winter zu hoch wird?

Ersetze teure Saisongemüse durch günstigere Alternativen, erhöhe den Menüpreis, oder mache das Gericht weniger prominent auf deiner Karte.

Wie kommuniziere ich Saisonpreise an Gäste?

Sei transparent über Saisonspezialitäten. Gäste verstehen, dass Spargel im Dezember teurer ist. Mache eine Geschichte daraus: 'Jetzt, wo die Tomaten auf ihrem Höhepunkt sind...'

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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