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📝 Preisgestaltung & Speisekartenrevision · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie berechne ich, welche Gerichte ich reformulieren muss, um die Lebensmittelkosten zu senken?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Gerichte mit zu hohen Lebensmittelkosten kosten dich täglich Geld. Viele Restaurantbesitzer wissen nicht, welche Gerichte ihren Gewinn aufzehren und welche sie anpassen müssen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du berechnest, welche Gerichte eine Reformulierung benötigen, um deine Lebensmittelkosten zu senken.

Warum manche Gerichte deinen Gewinn aufzehren

Nicht alle Gerichte sind gleich rentabel. Manche sehen beliebt aus und verkaufen sich gut, kosten dich aber eigentlich Geld. Das passiert oft, weil:

  • Zutatenpreise sind gestiegen, aber dein Menüpreis nicht
  • Dein Chef gibt großzügigere Portionen aus, als du kalkuliert hast
  • Teure Zutaten werden zu verschwenderisch verwendet
  • Schnittabfall ist höher als erwartet

⚠️ Achtung:

Ein Gericht mit 40% Lebensmittelkosten, das du 100 Mal pro Woche verkaufst, kostet dich etwa €2.600 pro Jahr extra im Vergleich zu 30% Lebensmittelkosten.

Die 3-Schritte-Analyse zur Reformulierung

Um zu bestimmen, welche Gerichte angepasst werden müssen, führst du diese Analyse durch:

Schritt 1: Berechne die aktuellen Lebensmittelkosten aller Gerichte

Für jedes Gericht addierst du alle Zutatenkosten und teilst durch den Verkaufspreis ohne MwSt.

💡 Beispiel - Pasta Carbonara:

Menüpreis: €18,50 inkl. MwSt → €16,97 ohne MwSt

  • Pasta: €0,45
  • Speck: €1,80
  • Eier: €0,60
  • Parmesan: €1,40
  • Sonstiges (Butter, Pfeffer, Öl): €0,35

Gesamte Zutatenkosten: €4,60

Lebensmittelkosten: (€4,60 / €16,97) × 100 = 27,1%

Schritt 2: Identifiziere Problem-Gerichte

Erstelle eine Liste von Gerichten, die über deinem Zielpercentage liegen. Übliche Ziele für Lebensmittelkosten:

  • Fine Dining: 28-32%
  • Casual Dining: 25-30%
  • Bistro: 25-30%
  • Fast Casual: 22-28%

Schritt 3: Berechne die Auswirkung pro Gericht

Für jedes Problem-Gericht berechnest du, wie viel Geld du pro Jahr verlierst.

💡 Beispiel - Auswirkungsberechnung:

Steak mit 38% Lebensmittelkosten (Ziel: 30%)

  • Verkaufspreis ohne MwSt: €27,52
  • Aktuelle Zutatenkosten: €10,46 (38%)
  • Gewünschte Zutatenkosten: €8,26 (30%)
  • Differenz pro Portion: €2,20
  • Verkauf: 80 Portionen/Monat

Jährliche Auswirkung: €2,20 × 80 × 12 = €2.112

Reformulierungsstrategien

Wenn du weißt, welche Gerichte problematisch sind, hast du verschiedene Optionen:

Option 1: Zutaten ersetzen

  • Teure Zutaten durch günstigere Alternativen ersetzen
  • Saisonale Zutaten wählen
  • Lokale Lieferanten für bessere Preise suchen

Option 2: Portionen anpassen

  • Hauptzutat etwas kleiner machen
  • Mehr Gemüse, weniger Fleisch/Fisch
  • Garnierung anpassen

💡 Beispiel - Portionsanpassung:

Lachs von 180g auf 160g:

  • Einsparung: 20g × €32/kg = €0,64 pro Portion
  • Bei 60 Portionen/Monat: €460 pro Jahr
  • Lebensmittelkosten sinken von 35% auf 32%

Option 3: Preis erhöhen

Manchmal ist das Gericht in Ordnung, aber der Preis zu niedrig. Berechne, was der Mindestverkaufspreis sein muss:

Mindestpreis ohne MwSt = Zutatenkosten / (Gewünschter Lebensmittelkostensatz % / 100)

Priorisierung: Welche Gerichte zuerst angehen

Gehe Gerichte basierend auf Auswirkungen an:

  1. Hohe Lebensmittelkosten + hoher Verkauf → Größte Auswirkung, erste Priorität
  2. Sehr hohe Lebensmittelkosten + niedriger Verkauf → Möglicherweise von der Speisekarte nehmen
  3. Moderate Lebensmittelkosten + sehr hoher Verkauf → Kleine Anpassungen, große Auswirkung

⚠️ Achtung:

Teste Anpassungen zunächst in kleinem Maßstab. Gäste bemerken große Veränderungen und das kann deinen Ruf schaden.

Überwachung nach Reformulierung

Nach Anpassungen musst du überprüfen, ob es funktioniert:

  • Berechne die neuen Lebensmittelkosten nach 2 Wochen
  • Überprüfe, ob der Verkauf gleich bleibt
  • Achte auf Beschwerden oder Bemerkungen von Gästen
  • Messe die Gesamtauswirkung auf deine monatlichen Lebensmittelkosten

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dabei, diese Berechnungen automatisch durchzuführen und deine Lebensmittelkosten pro Gericht zu verfolgen, damit du schnell siehst, welche Anpassungen Wirkung zeigen.

Wie berechnest du, welche Gerichte Reformulierung benötigen?

1

Berechne Lebensmittelkosten aller Gerichte

Addiere für jedes Gericht alle Zutatenkosten. Teile dies durch den Verkaufspreis ohne MwSt und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz. Mache dies für mindestens deine 10 meistverkauften Gerichte.

2

Identifiziere Gerichte über dem Zielpercentage

Erstelle eine Liste von Gerichten, die über deinem gewünschten Lebensmittelkostensatz liegen (normalerweise 25-32% je nach Restauranttyp). Notiere auch, wie viele Portionen du davon pro Monat verkaufst.

3

Berechne jährliche Auswirkung pro Gericht

Für jedes Problem-Gericht: Multipliziere die Differenz in Euro pro Portion mit der Anzahl der Portionen pro Monat und mit 12. Dies gibt dir die jährliche Auswirkung in Euro.

4

Priorisiere basierend auf Auswirkung

Gehe zuerst Gerichte mit der höchsten jährlichen Auswirkung an. Dies sind normalerweise beliebte Gerichte mit zu hohen Lebensmittelkosten. Diese geben dir die schnellste Amortisationszeit.

5

Teste und überwache Anpassungen

Führe Änderungen schrittweise durch und messe die Auswirkung nach 2-4 Wochen. Überprüfe, ob die neuen Lebensmittelkosten stimmen und ob Gäste die Veränderung bemerken. Nachbesserungen sind jederzeit möglich.

✨ Pro tip

Beginne mit deinen 3 meistverkauften Gerichten. Wenn diese gute Lebensmittelkosten haben, hast du bereits 60-70% deines Problems gelöst. Der Rest sind Details.

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Häufig gestellte Fragen

Welcher Lebensmittelkostensatz ist zu hoch für Reformulierung?

Das hängt von deinem Restauranttyp ab. Für die meisten Restaurants ist über 35% problematisch. Fine Dining kann bis zu 32% akzeptabel sein, Fast Casual muss unter 28% bleiben. Alles über 40% erfordert sofortige Maßnahmen.

Muss ich beliebte Gerichte anpassen, wenn die Lebensmittelkosten zu hoch sind?

Ja, aber vorsichtig. Beliebte Gerichte mit hohen Lebensmittelkosten kosten dich das meiste Geld. Mache kleine Anpassungen statt großer Änderungen und teste zunächst in kleinem Maßstab.

Wie oft sollte ich Lebensmittelkosten nach Lieferantenpreisänderungen neu berechnen?

Mindestens alle 3 Monate oder direkt nach großen Preisänderungen von Lieferanten. Viele Unternehmer machen dies monatlich, um die Kontrolle über ihre Margen zu behalten.

Ist es besser, den Menüpreis zu erhöhen, als das Rezept anzupassen?

Das hängt von deinem Markt und der Konkurrenz ab. Preiserhöhung ist einfacher, kann aber den Verkauf senken. Rezeptanpassung behält deinen Preis, kostet aber mehr Zeit und Aufmerksamkeit.

Was ist, wenn Gäste die Veränderung im Gericht bemerken?

Kommuniziere ehrlich über Qualität und Saison. Kleine Anpassungen fallen normalerweise nicht auf. Bei großen Änderungen kannst du es als 'überarbeitete Version' oder 'saisonales Update' präsentieren.

Wie viel kann ich durch Reformulierung von Gerichten sparen?

Das unterscheidet sich je nach Restaurant, aber 2-5 Prozentpunkte Lebensmittelkostenverbesserung sind realistisch. Bei €300.000 Jahresumsatz bedeutet dies €6.000-€15.000 zusätzlichen Gewinn pro Jahr.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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