Liefermarge-Daten sind Gold wert für deine jährliche Finanzplanung. Viele Dark-Kitchen-Besitzer sammeln zwar Daten über Plattformgebühren und Liefermargen, nutzen diese aber nicht für ihre jährliche Übersicht. Dadurch verpassen sie Chancen, ihre Strategie anzupassen und ihre Rentabilität zu verbessern.
Warum Liefermarge-Daten für deine Jahresübersicht entscheidend sind
Bei der Lieferung hast du andere Kostenstellen als ein traditionelles Restaurant. Plattformgebühren, Verpackungskosten und höhere Lebensmittelkosten durch kleinere Portionen machen deine Margenstruktur komplexer. Diese Daten geben dir Einblick in deine tatsächliche Rentabilität pro Plattform und pro Gericht.
💡 Beispiel:
Eine Pizza für €18,50 über Thuisbezorgd:
- Verkaufspreis exkl. MwSt.: €16,97
- Plattformgebühren (25%): €4,24
- Zutaten: €4,80
- Verpackung: €0,65
Netto-Marge: €7,28 (43% des Verkaufspreises)
Welche Lieferdaten du sammeln musst
Für eine vollständige Jahresübersicht brauchst du verschiedene Datenpunkte. Nicht nur dein Umsatz, sondern auch die versteckten Kosten, die deine Rentabilität beeinflussen.
- Umsatz pro Plattform (Thuisbezorgd, Uber Eats, eigene Website)
- Plattformgebühren-Prozentsatz und absolute Beträge
- Verpackungskosten pro Bestellung
- Durchschnittlicher Bestellwert pro Plattform
- Anzahl der Bestellungen pro Monat
- Lebensmittelkostenanteil speziell für Liefergerichte
⚠️ Achtung:
Plattformgebühren variieren oft monatlich und je nach Restauranttyp. Überprüfe deine Rechnungen monatlich, da sich Prozentsätze ohne klare Mitteilung ändern können.
Lieferdaten in jährliche KPIs umwandeln
Deine Lieferdaten werden erst wertvoll, wenn du sie in nutzbare KPIs für deine jährliche Planung umwandelst. Diese Zahlen helfen dir, Entscheidungen darüber zu treffen, welche Plattformen du weiterhin nutzt und wo du deinen Fokus legst.
💡 Beispielberechnung Netto-Marge pro Plattform:
Thuisbezorgd-Daten 2024:
- Gesamtumsatz: €145.000
- Plattformgebühren: €36.250 (25%)
- Verpackungskosten: €8.700 (€0,60 pro Bestellung)
- Lebensmittelkosten: €43.500 (30%)
Netto-Marge: €56.550 (39% des Umsatzes)
Vergleich zwischen Plattformen
Jede Lieferplattform hat unterschiedliche Kostenstrukturen und Kundenverhalten. Indem du deine Daten pro Plattform analysierst, siehst du, wo du am meisten verdienst und kannst dein Marketing-Budget intelligenter verteilen.
- Netto-Marge-Prozentsatz pro Plattform
- Durchschnittlicher Bestellwert – höhere Bestellungen kompensieren höhere Plattformgebühren
- Bestellfrequenz – mehr Volumen kann bessere Tarife bringen
- Kundenbindung – welche Plattform liefert treue Kunden
Integration in deine GuV und Budgetplanung
Deine Lieferdaten sollten einen eigenen Abschnitt in deiner jährlichen GuV erhalten. Behandle Lieferung als separate Geschäftseinheit mit eigener Kostenstruktur und Margenziele.
💡 GuV-Struktur für Lieferung:
- Lieferumsatz (pro Plattform)
- Minus: Plattformgebühren
- Minus: Verpackungskosten
- = Netto-Lieferumsatz
- Minus: Lebensmittelkosten Lieferung
- = Brutto-Marge Lieferung
Trends erkennen und Prognosen erstellen
Mit einem Jahr an Lieferdaten kannst du Saisonnmuster erkennen und deine Bestände und Personal entsprechend anpassen. Dies hilft dir, realistische Budgets für das nächste Jahr zu erstellen.
⚠️ Achtung:
Lieferverhalten kann sich schnell durch externe Faktoren ändern (Wetter, Lockdowns, neue Konkurrenz). Baue immer einen Puffer in deine Prognosen ein.
Wie integrierst du Lieferdaten in deine Jahresübersicht? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Plattformdaten monatlich
Lade Rechnungen und Berichte von jeder Lieferplattform herunter. Notiere Umsatz, Anzahl der Bestellungen, Plattformgebühren und eventuell weitere Kosten pro Monat. Erstelle eine Excel-Tabelle mit Spalten pro Plattform.
Berechne deine tatsächlichen Lieferkosten
Addiere zu den Plattformgebühren auch deine Verpackungskosten, zusätzliche Arbeit zum Verpacken und eventuell Lieferkosten. Teile dies durch deine Gesamtzahl der Lieferbestellungen, um die Kosten pro Bestellung zu erhalten.
Analysiere die Rentabilität pro Plattform
Berechne für jede Plattform: Umsatz minus alle Lieferkosten minus Lebensmittelkosten. Dies gibt dir die Netto-Marge pro Plattform. Vergleiche Prozentsätze, um zu sehen, welche Plattform am meisten bringt.
Integriere in deine jährliche GuV
Erstelle einen separaten Abschnitt 'Lieferung' in deiner GuV mit Unterabschnitten pro Plattform. Behandle Lieferung als separate Geschäftseinheit mit eigenen Zielen und Budgets.
Setze Ziele für das nächste Jahr
Nutze deine Daten, um realistische Wachstumsziele pro Plattform zu setzen. Entscheide, welche Plattformen du stärker fördern möchtest und wo du möglicherweise aufhörst, wenn die Marge zu niedrig ist.
✨ Pro tip
Richte ein monatliches Dashboard mit deinen Top 5 KPIs pro Lieferplattform ein: Umsatz, Anzahl der Bestellungen, durchschnittlicher Bestellwert, Plattformgebühren-Prozentsatz und Netto-Marge. Dies gibt dir Echtzeit-Einblick in Trends.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich MwSt. in meine Liefermarge-Berechnungen einbeziehen?
Berechne immer ohne MwSt. für deine Margenberechnungen. Lieferplattformen rechnen auch ohne MwSt. ab, daher stimmen deine Daten dann mit deinen Rechnungen überein. Für Lebensmittel gilt 19% MwSt.
Wie oft sollte ich meine Lieferdaten für meine Jahresübersicht aktualisieren?
Überprüfe monatlich deine Plattformgebühren und aktualisiere deine Berechnungen jedes Quartal. Plattformtarife können sich ändern und du möchtest keine Überraschungen am Ende des Jahres.
Welche Verpackungskosten sollte ich in meine Berechnung einbeziehen?
Addiere alles: Kartons, Behälter, Besteck, Servietten, Aufkleber und Taschen. Vergiss nicht, die Kosten für zusätzliche Verpackung für warme/kalte Artikel separat zu erfassen.
Kann ich Lieferdaten nutzen, um meine Speisekarte anzupassen?
Absolut. Gerichte mit niedriger Marge aufgrund hoher Verpackungskosten kannst du anpassen oder teurer machen. Konzentriere dich auf Gerichte, die gut transportiert werden und hohe Margen bringen.
Wie vergleiche ich die Rentabilität von Lieferung vs. Vor-Ort-Essen?
Erstelle separate GuV-Abschnitte für beide. Lieferung hat höhere variable Kosten, aber niedrigere Personalkosten. Vergleiche die Netto-Marge pro Euro Umsatz.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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