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📝 Lieferung & Dark Kitchen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge für ein Lieferkonzept, das ich als Ergänzung zu meinem Foodtruck-Geschäft nutze?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Ein Lieferkonzept neben deinem Foodtruck kann deinen Umsatz deutlich erhöhen. Aber die Margenberechnung unterscheidet sich von der normalen Gastronomie durch Plattformgebühren, Verpackungskosten und andere operative Ausgaben. Du musst genau wissen, was jede Bestellung wirklich einbringt, um profitabel zu bleiben.

Die einzigartige Kostenstruktur von Lieferdiensten

Bei Lieferdiensten hast du andere Kosten als bei deinem Foodtruck. Plattformgebühren von Lieferando oder Uber Eats machen 15-30% deines Bestellwerts aus. Hinzu kommen Verpackungskosten, die du beim Truck nicht hast.

💡 Beispiel Kostenstruktur:

Pizza-Bestellung für €18,50 (inkl. 9% MwSt.):

  • Netto-Bestellwert: €16,97
  • Plattformgebühr (25%): €4,24
  • Verpackung: €0,65
  • Zutaten: €5,10

Netto-Ertrag: €6,98 (41% des Brutto-Bestellwerts)

Schritt 1: Berechne deine Gesamtkosten pro Bestellung

Deine Kosten bestehen aus vier Komponenten, die du alle berücksichtigen musst:

  • Zutatenkosten: Gleich wie bei deinem Foodtruck
  • Verpackungskosten: Behälter, Tüten, Aufkleber, Besteck
  • Plattformgebühr: 15-30% deines Bestellwerts
  • Eventuell Lieferkosten: Falls du selbst lieferst

⚠️ Achtung:

Plattformgebühren werden auf den Brutto-Bestellwert inklusive MwSt. berechnet. Das macht sie teurer als sie wirken.

Schritt 2: Berechne deine Netto-Marge

Deine Marge ist das, was nach allen Kosten übrig bleibt. Die Formel:

Netto-Marge = (Netto-Ertrag - Gesamtkosten) / Brutto-Bestellwert × 100

💡 Beispielberechnung:

Burger-Menü €22,00 (inkl. MwSt.):

  • Brutto-Bestellwert: €22,00
  • Plattformgebühr (25%): €5,50
  • Zutaten: €6,80
  • Verpackung: €0,85
  • Gesamtkosten: €13,15

Netto-Marge: (€22,00 - €13,15) / €22,00 × 100 = 40,2%

Unterschiede zu deinem Foodtruck-Betrieb

Lieferdienste haben eine andere Rentabilität als dein Foodtruck wegen der Kostenstruktur:

  • Niedrigere Margen: Plattformgebühren fressen 15-30% deines Umsatzes auf
  • Höhere Mindestbestellmenge erforderlich: Kleine Bestellungen werden unrentabel
  • Keine Personalkosten vor Ort: Das kompensiert teilweise die Plattformgebühren
  • Verpackungskosten: Zusätzliche Kostenposition, die beim Foodtruck nicht anfällt

Optimierung für bessere Margen

Um profitabel zu bleiben, kannst du verschiedene Taktiken einsetzen:

💡 Praktische Tipps:

  • Erhöhe die Preise um 10-15% für Lieferdienste, um Plattformgebühren auszugleichen
  • Setze eine Mindestbestellmenge von €15-20, um kleine, unrentable Bestellungen zu vermeiden
  • Nutze effiziente Verpackung: günstig, aber trotzdem hochwertig
  • Konzentriere dich auf Gerichte mit niedrigen Zutatenkosten, die gut transportiert werden

Verwaltung und Tracking

Führe deine Lieferzahlen separat von deinen Foodtruck-Zahlen. Das sind unterschiedliche Geschäftsmodelle mit anderen Margen. Messe wöchentlich deinen durchschnittlichen Bestellwert, Plattformgebühren und Gesamtmarge pro Bestellung.

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du separat nachverfolgen, was jedes Gericht kostet, einschließlich Verpackung, und direkt sehen, was deine Netto-Marge nach Plattformgebühren ist.

Wie berechnest du die Marge für Lieferdienste? (Schritt für Schritt)

1

Sammle alle Kosten pro Bestellung

Addiere: Zutatenkosten + Verpackungskosten + Plattformgebühr (normalerweise 15-30% des Bestellwerts). Vergiss keine kleinen Dinge wie Saucenbehälter, Servietten und Plastikbesteck.

2

Berechne deinen Netto-Ertrag

Ziehe alle Kosten vom Brutto-Bestellwert ab. Das ist das, was wirklich übrig bleibt. Achtung: Plattformgebühren werden auf den Brutto-Preis inklusive MwSt. berechnet.

3

Bestimme deinen Margenprozentsatz

Teile deinen Netto-Ertrag durch den Brutto-Bestellwert und multipliziere mit 100. Eine gesunde Marge für Lieferdienste liegt zwischen 35-45% wegen der höheren Kosten.

✨ Pro tip

Überprüfe wöchentlich deinen durchschnittlichen Bestellwert pro Plattform. Wenn dieser sinkt, erhöhe deine Mindestbestellmenge oder passe dein Menü an – kleine Bestellungen machen Lieferdienste unrentabel.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine gesunde Marge für Lieferkonzepte?

Eine Netto-Marge von 35-45% ist üblich für Lieferdienste. Das ist niedriger als normale Gastronomie wegen Plattformgebühren und Verpackungskosten, aber immer noch profitabel.

Sollte ich unterschiedliche Preise für Lieferdienste und meinen Foodtruck haben?

Ja, viele Unternehmer erhöhen ihre Preise um 10-15% für Lieferplattformen, um die Plattformgebühren auszugleichen. Das ist normal und wird von Kunden akzeptiert.

Wie verhindere ich, dass kleine Bestellungen meine Marge ruinieren?

Setze eine Mindestbestellmenge von €15-20. Kleine Bestellungen kosten relativ mehr wegen fester Kosten wie Verpackung und Lieferung, wodurch deine Marge wegfällt.

Welche Gerichte sind am rentabelsten für Lieferdienste?

Gerichte mit niedrigen Zutatenkosten (Pizza, Pasta, Reisgerichte), die gut transportiert werden und wenig Verpackung brauchen. Vermeide Gerichte, die matschig werden oder viele separate Behälter brauchen.

Wie verfolge ich meine Lieferzahlen neben meiner Foodtruck-Verwaltung?

Behandle Lieferdienste als separate Geschäftslinie mit eigener Kostenkalkulation. Viele Unternehmer nutzen Apps wie KitchenNmbrs, um beide Kanäle separat zu überwachen.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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