Lieferumsatz kann deinen Cashflow während ruhiger Zeiten stabilisieren. Viele Restaurants sehen Lieferung als Nebeneinkommen, aber es kann strategisch eingesetzt werden, um Fixkosten zu decken, wenn dein Restaurant weniger Gäste hat. Du kannst Lieferung planmäßig nutzen, um deinen finanziellen Puffer auf dem richtigen Niveau zu halten.
Warum Lieferumsatz ideal für Cashflow ist
Lieferumsatz hat einzigartige Vorteile für deinen Cashflow:
- Vorhersehbare Nachfrage: Lieferplattformen haben oft stabilere Nachfrage als Walk-in-Gäste
- Niedrigere Personalkosten: Keine Bedienung, weniger Abwasch
- Flexibles Volumen: Du kannst schnell hoch- oder runterfahren
- Direkte Zahlung: Geld kommt über die Plattform herein, keine ausstehenden Rechnungen
💡 Beispiel:
Restaurant mit 40 Couverts an ruhigem Dienstag, normaler Umsatz €1.200
- Zusätzliche Lieferbestellungen: 25 Stück à €22 Durchschnitt
- Lieferumsatz: €550
- Plattformgebühr (25%): €138
- Netto zusätzlich: €412
Gesamttagesumsatz steigt von €1.200 auf €1.612 (+34%)
Berechne deine Break-Even für Lieferung
Um Lieferung strategisch einzusetzen, musst du wissen, was du mindestens brauchst:
Formel Fixkosten pro Tag:
(Monatliche Fixkosten / 30 Tage) = Tägliche Break-Even
💡 Beispielberechnung:
- Miete: €4.500/Monat = €150/Tag
- Versicherungen: €300/Monat = €10/Tag
- Energie: €900/Monat = €30/Tag
- Sonstige Fixkosten: €600/Monat = €20/Tag
Gesamt: €210/Tag an Fixkosten
An ruhigen Tagen kannst du Lieferung einsetzen, um diese €210 zu decken, damit dein Restaurant keinen Verlust macht.
Optimale Lieferstrategie für ruhige Momente
Timing ist entscheidend:
- Mittagszeit: 11:30-14:00, besonders an Wochentagen
- Früher Abend: 17:00-19:00, vor dem Restaurant-Ansturm
- Später Abend: 21:00-23:00, nach dem Restaurant-Service
⚠️ Achtung:
Plane Lieferung außerhalb deiner Restaurant-Service. Beides gleichzeitig kann deine Küche überlasten und die Qualität schädigen.
Menüanpassung für bessere Margen
Liefermenüs haben eine andere Kostenstruktur:
- Verpackungskosten: €0,50-1,50 pro Bestellung
- Plattformgebühr: 15-30% des Bestellwerts
- Keine Bedienung: Einsparung 15-20% bei Personalkosten
Berechne deine Foodcost neu inklusive Verpackung und Plattformgebühr:
💡 Beispiel Neuberechnung:
Pasta Carbonara - Restaurant vs. Lieferung:
- Zutaten: €5,10
- Restaurant Preis: €18,50 → Foodcost 30,1%
- Lieferpreis: €19,50
- Minus Verpackung: €0,80
- Minus Plattformgebühr (25%): €4,88
Tatsächliche Kosten Lieferung: €5,10 + €0,80 + €4,88 = €10,78
Netto Ertrag: €19,50 - €10,78 = €8,72 (vs. €13,40 Restaurant)
Cashflow-Planung mit Lieferdaten
Nutze deine Lieferhistorie für Cashflow-Prognosen:
- Saisonmuster: Winter oft mehr Lieferung als Sommer
- Wochenmuster: Sonntag/Montag oft ruhig im Restaurant, aber stabil bei Lieferung
- Wettereinfluß: Schlechtes Wetter = mehr Lieferbestellungen
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du deine Lieferzahlen neben deinem Restaurant-Umsatz verfolgen, sodass du einen Gesamtüberblick über beide Einkommensquellen hast.
Wie setzt du Lieferung für stabilen Cashflow ein?
Berechne deine tägliche Break-Even
Addiere alle deine monatlichen Fixkosten und teile durch 30. Das ist das Minimum, das du pro Tag umsetzen musst, um deine Fixlasten zu decken.
Analysiere deine ruhigen Zeiten
Schau, welche Tage/Zeiten dein Restaurant wenig Umsatz macht. Das sind deine Chancen für strategische Lieferung.
Berechne deine Liefermenü-Preise neu
Addiere Verpackungskosten und Plattformgebühren zu deiner Kostenkalkulation. Stelle sicher, dass deine Netto-Marge nach allen Kosten mindestens 15-20% bleibt.
Plane Lieferung außerhalb des Restaurant-Service
Setze Lieferung besonders während Mittagszeit, frühem Abend oder spätem Abend ein. Vermeide Überschneidungen mit geschäftigen Restaurant-Zeiten.
Überwache und passe wöchentlich an
Verfolge, wie viel zusätzlichen Cashflow Lieferung bringt. Passe deine Planung basierend auf Jahreszeit, Wetter und Nachfragemustern an.
✨ Pro tip
Setze Lieferung besonders an Sonntag und Montag ein - Tage, an denen Restaurants traditionell ruhig sind, aber die Liefernachfrage oft stabil bleibt. Das maximiert deinen zusätzlichen Cashflow, ohne deine geschäftigen Tage zu stören.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele Lieferbestellungen brauche ich, um Break-Even zu fahren?
Teile deine täglichen Fixkosten durch deinen durchschnittlichen Netto-Ertrag pro Lieferbestellung. Bei €200 Fixkosten/Tag und €8 Netto pro Bestellung brauchst du 25 Bestellungen.
Kann ich die gleichen Preise für Restaurant und Lieferung verwenden?
Normalerweise nicht. Lieferpreise müssen höher sein, um Verpackung und Plattformgebühren auszugleichen. Rechne mindestens €1-2 extra pro Gericht.
Wann ist Lieferung nicht rentabel für Cashflow?
Wenn deine Netto-Marge nach allen Kosten unter 15% fällt, oder wenn es deinen Restaurant-Service stört und Gäste vertreibt. Dann kostet es mehr als es bringt.
Wie verhindere ich, dass Lieferung meine Restaurant-Gäste abhält?
Plane Lieferung außerhalb deiner geschäftigsten Restaurant-Zeiten. Nutze eventuell ein separates Liefermenü mit Gerichten, die leicht zu machen sind, ohne deine Hauptküche zu belasten.
Muss ich auf allen Plattformen aktiv sein für mehr Cashflow?
Beginne mit einer Plattform und optimiere diese zuerst. Mehrere Plattformen bedeuten mehr Verwaltung und zersplitterte Aufmerksamkeit. Besser eine Plattform gut als drei Plattformen schlecht.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Food-Cost-Kontrolle für Lieferung und Dark Kitchens
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