Generatorkosten können deine Lebensmittelkosten erheblich beeinflussen, wenn du sie nicht in deine Kostenkalkulation einbeziehst. Viele Food-Truck-Besitzer vergessen die Treibstoffkosten und Wartung ihres Generators in ihre Gerichtskalkulation einzubeziehen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du diese zusätzlichen Kosten korrekt in deinen Portionspreis einarbeitest.
Warum Generatorkosten einrechnen?
Wenn du mit einem Generator arbeitest, hast du zusätzliche Kosten, die ein Restaurant mit Stromversorgung nicht hat:
- Treibstoff: Diesel oder Benzin für deinen Generator
- Wartung: Service, Ölwechsel, Reparaturen
- Abschreibung: Dein Generator verschleißt und muss ersetzt werden
- Schalldämmung: Manchmal sind zusätzliche Vorkehrungen erforderlich
Diese Kosten kommen zu deinen normalen Zutaten hinzu. Wenn du sie nicht weitergibst, verdienst du weniger als du denkst.
⚠️ Achtung:
Generatorkosten sind kein fester Tagesbetrag. Sie hängen davon ab, wie lange du läufst. Rechne sie daher pro Portion durch.
Berechne deine Generatorkosten pro Stunde
Beginne damit, auszurechnen, was dein Generator pro Stunde kostet. Das brauchst du, um es auf deine Gerichte umzurechnen.
💡 Beispielberechnung pro Stunde:
Generator 5kW läuft 8 Stunden pro Tag:
- Treibstoff: €1,60/Liter Diesel, Verbrauch 2 Liter/Stunde = €3,20/Stunde
- Wartung: €800/Jahr ÷ 250 Arbeitstage ÷ 8 Stunden = €0,40/Stunde
- Abschreibung: €3.000 Anschaffung ÷ 5 Jahre ÷ 250 Tage ÷ 8 Stunden = €0,30/Stunde
Gesamtgeneratorkosten: €3,90 pro Stunde
Rechne auf Kosten pro Portion um
Jetzt rechnest du aus, wie viel Generatorkosten pro Gericht anfallen. Das hängt von zwei Dingen ab:
- Zubereitungszeit: Wie viele Minuten dauert es, dieses Gericht zuzubereiten?
- Geräte: Welchen Teil deiner Generatorkapazität nutzt du?
Für die meisten Food-Truck-Gerichte kannst du von 15-30% deiner gesamten Generatorleistung während der Zubereitung ausgehen.
💡 Beispiel: Burger zubereiten
Zubereitungszeit: 8 Minuten pro Burger
- Generatorkosten: €3,90/Stunde = €0,065/Minute
- Zubereitungszeit: 8 Minuten
- Kapazitätsnutzung: 25% (Grill + Fritteuse + Beleuchtung)
Generatorkosten pro Burger: 8 × €0,065 × 0,25 = €0,13
Addiere zu deinem normalen Kostpreis
Die Generatorkosten addierst du zu deinen Zutaten und anderen Kosten. So erhältst du deinen tatsächlichen Kostpreis.
💡 Vollständiger Kostpreis Burger:
- Zutaten (Brötchen, Fleisch, Gemüse): €2,80
- Verpackung (Schachtel, Serviette): €0,35
- Generatorkosten: €0,13
Gesamtkostpreis: €3,28
Bei Verkaufspreis €8,50 (exkl. 9% VAT = €7,80): food cost = 42%
Ohne Generatorkosten würde dein food cost 40% sein. Dieser Unterschied von 2 Prozentpunkten kostet dich im Jahresverlauf Hunderte von Euro Gewinn.
Halte es einfach mit festen Prozentsätzen
Für die tägliche Praxis kannst du mit festen Prozentsätzen pro Gerichttyp arbeiten:
- Kalte Gerichte: 2-3% der Zutatenkosten (nur Kühlung/Beleuchtung)
- Warme Gerichte: 4-6% der Zutatenkosten (Grill, Fritteuse, etc.)
- Komplexe Gerichte: 6-8% der Zutatenkosten (mehrere Geräte lange an)
⚠️ Achtung:
Überprüfe deine Prozentsätze regelmäßig. Steigende Treibstoffpreise können deine Generatorkosten erheblich erhöhen, ohne dass du es merkst.
Überwache deinen tatsächlichen Verbrauch
Halte fest, wie viel Treibstoff du tatsächlich verbrauchst. Viele Generatoren verbrauchen mehr als der Hersteller verspricht, besonders wenn sie älter werden.
Messe eine Woche lang:
- Wie viele Liter Treibstoff pro Tag
- Wie viele Stunden der Generator lief
- Wie viele Portionen du gemacht hast
So erhältst du deine tatsächlichen Kosten pro Portion statt einer Schätzung.
Wie berechnest du den Kostpreis mit Generatorkosten? (Schritt für Schritt)
Berechne Generatorkosten pro Stunde
Addiere Treibstoff, Wartung und Abschreibung. Teile durch die Anzahl der Betriebsstunden pro Jahr. Beispiel: €3.000 Treibstoff + €800 Wartung + €600 Abschreibung = €4.400 pro Jahr. Bei 2.000 Betriebsstunden = €2,20 pro Stunde.
Bestimme Zubereitungszeit und Kapazität pro Gericht
Messe, wie viele Minuten jedes Gericht dauert und welchen Teil deines Generators du nutzt. Ein Burger auf dem Grill nutzt beispielsweise 25% deiner Gesamtkapazität für 8 Minuten.
Berechne Generatorkosten pro Portion
Multipliziere: (Kosten pro Minute) × (Zubereitungszeit) × (Kapazitätsprozentsatz). Addiere dies zu deinen Zutatenkosten für deinen Gesamtkostpreis pro Portion.
✨ Pro tip
Messe eine Woche lang genau, wie viel Treibstoff du pro Portion verbrauchst. Diese Zahlen sind viel zuverlässiger als Herstellerangaben und helfen dir, realistische Preise zu setzen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich Generatorkosten einrechnen, wenn ich auch Stromversorgung nutzen kann?
Ja, wenn du regelmäßig an Orten ohne Strom arbeitest. Rechne aus, wie viel Prozent deines Umsatzes du mit dem Generator machst und rechne diesen Prozentsatz deiner Generatorkosten in deinen durchschnittlichen Kostpreis ein.
Wie berechne ich Wartung und Abschreibung, wenn ich gerade angefangen habe?
Rechne mit 15-20% des Anschaffungspreises pro Jahr für Wartung und Abschreibung zusammen. Ein Generator für €3.000 kostet dich also etwa €450-600 pro Jahr zusätzlich zum Treibstoff.
Kann ich Generatorkosten in meine Verkaufspreise weitergeben?
Absolut. Generatorkosten sind echte Betriebskosten, die du wieder verdienen musst. Erhöhe deine Preise um €0,10-0,20 pro Gericht, um diese Kosten zu decken, abhängig von deiner Zubereitungsweise.
Was ist, wenn mein Generator viel mehr verbraucht als erwartet?
Messe deinen tatsächlichen Verbrauch eine Woche lang und berechne neu. Alte oder schlecht gewartete Generatoren können 50-100% mehr verbrauchen. Manchmal lohnt sich die Investition in einen sparsameren Generator.
Wie halte ich Generatorkosten ohne viel Verwaltungsaufwand bei?
Arbeite mit festen Prozentsätzen pro Gerichttyp. Zähle jede Woche deine Treibstoffkosten und teile durch die Anzahl der gefertigten Portionen. So siehst du, ob deine Prozentsätze noch stimmen, ohne täglich nachzuhalten.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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