Die Kostpreis eines Burgers berechnen ist essentiell, um zu wissen, ob du Gewinn machst. Viele Food-Truck-Besitzer schätzen dies, wodurch sie unbewusst Geld bei jedem verkauften Burger verlieren. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die exakte Kostpreis aller Komponenten zusammen berechnest.
Alle Komponenten eines Burgers
Ein kompletter Burger besteht aus mehr als nur Fleisch und Brötchen. Für eine korrekte Kostprisberechnung addierst du alle Zutaten, die auf den Teller kommen:
- Brötchen (oben und unten)
- Fleischpatty oder vegetarische Variante
- Käse
- Gemüse (Salat, Tomate, Zwiebel, Gurke)
- Saucen (Mayo, Ketchup, Spezialsoße)
- Pommes als Beilage
- Öl zum Braten
- Salz, Pfeffer, Gewürze
💡 Beispiel: Classic Cheeseburger
Kostpreis pro Portion:
- Brioche-Brötchen: €0,85
- Rindfleisch-Patty 150g: €2,40
- Cheddar-Käse: €0,35
- Salat, Tomate, Zwiebel: €0,45
- Saucen: €0,15
- Pommes 200g: €0,60
- Öl, Gewürze: €0,10
Gesamtkostpreis: €4,90
Berechne deinen Verkaufspreis und deine Marge
Mit der Kostpreis kannst du deinen Foodcost-Prozentsatz berechnen. Die Formel lautet:
Foodcost % = (Kostpreis Zutaten / Verkaufspreis exkl. MwSt.) × 100
Für Food Trucks ist ein Foodcost zwischen 25% und 35% üblich. Niedriger geht, aber achte darauf, dass du auch andere Kosten (Treibstoff, Standplatz) decken musst.
💡 Beispiel: Foodcost-Berechnung
Kostpreis: €4,90
Verkaufspreis: €14,50 inkl. 9% MwSt.
Schritt 1: Berechne exkl. MwSt.
€14,50 / 1,09 = €13,30
Foodcost: (€4,90 / €13,30) × 100 = 36,8%
Das ist zu hoch. Bei 30% solltest du mindestens €16,33 exkl. MwSt. verlangen (€17,80 inkl.).
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit dem Preis exklusive MwSt. Der Preis auf deiner Speisekarte ist inklusive 9% MwSt., aber für die Kostprisberechnung verwendest du den Preis exklusive MwSt.
Portionsgröße und Standardisierung
Konsistente Portionen sind entscheidend für deine Kostpreis. Ein Patty von 120 Gramm kostet weniger als 180 Gramm, aber dein Gast erwartet jedes Mal das Gleiche.
- Wiege deine Pattys ab (verwende eine Waage)
- Standardisiere deine Pommes-Portionen (Schaufel oder Behälter)
- Dosiere Saucen mit einem Spender
- Trainiere dein Team, konsistente Portionen zu machen
Ein Unterschied von 20 Gramm Fleisch pro Burger kostet dich bei 100 Burgern pro Tag schnell €200-300 pro Monat extra.
Einkaufspreise und Lieferanten
Deine Kostpreis hängt direkt von deinen Einkaufspreisen ab. Für Food Trucks gibt es verschiedene Einkaufskanäle:
- Großhandel: Günstiger bei großen Mengen, aber du brauchst Lagerfläche
- Cash & Carry: Flexibler, aber oft teurer pro Kilo
- Lokale Lieferanten: Frische Produkte, aber überprüfe die Preise
- Online-Plattformen: Vergleiche Preise, achte auf Lieferkosten
💡 Beispiel: Einkaufspreisauswirkung
Rindfleisch bei Lieferant A: €16/kg
Rindfleisch bei Lieferant B: €14/kg
Unterschied pro 150g-Patty: €0,30
Bei 100 Burgern pro Tag: €30/Tag = €900/Monat Ersparnis
Jahreszeiten und Preisschwankungen
Zutatenprise ändern sich durch Jahreszeiten und Marktbedingungen. Aktualisiere deine Kostprisberechnung mindestens alle 3 Monate oder direkt nach großen Preiserhöhungen von Lieferanten.
Das Nachverfolgen hilft:
- Monatliche Einkaufspreise deiner Hauptzutaten
- Kostpreis deiner 3 meistverkauften Burger
- Foodcost-Prozentsatz pro Monat
⚠️ Achtung:
Wenn dein Lieferant den Preis für Rindfleisch um 15% erhöht, aber du passt deinen Menüpreis nicht an, verlierst du direkt Geld bei jedem verkauften Burger. Überprüfe regelmäßig, ob deine Preise noch stimmen.
Wie berechnest du die Kostpreis eines Burgers? (Schritt für Schritt)
Erstelle eine Zutatenliste
Schreibe alle Zutaten auf, die in den Burger kommen: Brötchen, Fleisch, Käse, Gemüse, Saucen, Pommes, Öl und Gewürze. Vergiss nichts, auch nicht die kleinsten Zutaten wie Salz oder einen Schuss Öl.
Berechne die Menge pro Portion
Bestimme genau, wie viel Gramm oder ml du von jeder Zutat pro Burger verwendest. Wiege ein Patty ab, miss deine Pommes-Portion und dosiere deine Saucen, um die exakten Mengen zu kennen.
Suche die Einkaufspreise auf
Notiere, was du pro Kilo, Liter oder Stück von jeder Zutat bei deinem Lieferanten zahlst. Überprüfe deine letzten Rechnungen für die aktuellsten Preise.
Berechne die Kosten pro Portion
Multipliziere die Menge pro Portion mit dem Einkaufspreis. Zum Beispiel: 150g Fleisch × €16/kg = €2,40 pro Patty. Addiere alle Zutatkosten zusammen.
Überprüfe deinen Foodcost-Prozentsatz
Teile deine Gesamtkostpreis durch deinen Verkaufspreis exklusive MwSt. und multipliziere mit 100. Wenn du über 35% kommst, ist deine Marge für einen Food Truck zu niedrig.
✨ Pro tip
Berechne die Kostpreis deiner 3 meistverkauften Burger zuerst. Wenn diese stimmen, hast du 80% deines Umsatzes unter Kontrolle. Den Rest kannst du später optimieren.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. in meine Kostprisberechnung einbeziehen?
Nein, rechne immer mit Preisen exklusive MwSt. Du zahlst 9% MwSt. auf Lebensmittel, also ein Burger von €14,50 inkl. MwSt. ist €13,30 exkl. MwSt. für deine Foodcost-Berechnung.
Was ist ein guter Foodcost für einen Food Truck?
Für Food Trucks ist 25-35% Foodcost üblich. Du hast andere Kosten wie Treibstoff und Standplatz, also darf dein Foodcost etwas höher sein als in einem Restaurant. Über 35% wird es schwierig, Gewinn zu machen.
Wie oft muss ich meine Kostpreise aktualisieren?
Überprüfe mindestens alle 3 Monate, ob deine Einkaufspreise noch stimmen. Bei großen Preiserhöhungen von Lieferanten (>10%) machst du das sofort. So vermeidest du, dass du unbewusst Verlust machst.
Muss ich Verpackungskosten einrechnen?
Ja, wenn du Burger zum Mitnehmen verpackst, zähle Behälter, Tüten und Servietten zu deiner Kostpreis. Das kann €0,20-0,40 pro Portion extra sein, je nach deiner Verpackung.
Was ist, wenn meine Kostpreis zu hoch ausfällt?
Du hast drei Optionen: günstigere Zutaten finden, kleinere Portionen machen oder deinen Verkaufspreis erhöhen. Überprüfe erst, ob du bei dem richtigen Lieferanten einkaufst, bevor du die Qualität senkst.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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