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📝 Spezifische Küchentypen & Konzepte · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge in einem Restaurant mit nur einem Gericht?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Ein Restaurant mit einer Spezialität hat eine einzigartige Kostenstruktur. Du kaufst größere Mengen von weniger Zutaten, aber deine Marge hängt von perfekter Kostenkalkulation und effizienter Beschaffung ab. Jedes Prozent Foodcost mehr oder weniger hat direkte Auswirkungen auf deinen Gewinn.

Warum ein Gericht ein Vorteil und ein Risiko ist

Restaurants, die sich auf ein Gericht spezialisieren - denk an eine Burger Bar, Pizzeria oder Pho-Restaurant - haben eine andere Kostenstruktur als klassische Restaurants. Du hast weniger Vielfalt bei den Zutaten, aber genau deshalb ist eine genaue Margenberechnung entscheidend.

💡 Beispiel Burger Bar:

Classic Burger - Menüpreis €14,50 (inkl. 9% MwSt.)

  • Brötchen: €0,85
  • Rindfleisch (150g): €3,20
  • Käse, Salat, Tomate: €0,90
  • Pommes (200g): €0,65
  • Saucen und Garnitur: €0,40

Gesamte Zutatenkosten: €6,00

Verkaufspreis ohne MwSt.: €14,50 / 1,09 = €13,30

Foodcost: (€6,00 / €13,30) × 100 = 45,1%

Das ist zu hoch! Für Fast-Casual-Restaurants liegt der ideale Foodcost zwischen 25-30%. Bei 45% verdienst du zu wenig pro Burger.

Berechne deine tatsächliche Kostpreis pro Portion

Bei einem Spezialitätenrestaurant musst du jeden Kostenposten genau überwachen. Auch kleine Zutaten summieren sich bei großen Mengen.

⚠️ Achtung:

Vergiss nicht die "unsichtbaren" Kosten: Öl zum Braten, Salz, Pfeffer, Servietten, Zahnstocher. Bei 200 Portionen pro Tag summiert sich das schnell zu Hunderten von Euro pro Monat.

Berücksichtige immer diese Kosten:

  • Alle Hauptzutaten (Fleisch, Fisch, Gemüse)
  • Beilagen (Pommes, Salat, Brot)
  • Saucen und Dressings
  • Back- und Bratfett
  • Gewürze und Kräuter
  • Garnitur und Dekoration
  • Verpackung (bei Abhol-/Lieferdiensten)

Optimiere deine Beschaffung für bessere Margen

Der Vorteil eines Gerichts: Du kaufst große Mengen derselben Zutaten. Das gibt dir Verhandlungsspielraum mit Lieferanten.

💡 Beispiel Beschaffungsoptimierung:

Pizzeria verbraucht 50kg Mozzarella pro Woche

  • Kleine Verpackung (1kg): €8,50/kg
  • Großpackung (10kg): €6,20/kg
  • Unterschied: €2,30 pro kg

Ersparnis pro Woche: 50kg × €2,30 = €115

Ersparnis pro Jahr: €115 × 52 = €5.980

Kontrolliere deine Marge wöchentlich

Bei Spezialitätenrestaurants können kleine Änderungen bei den Zutatenprijzen große Auswirkungen haben. Überprüfe daher wöchentlich deinen Foodcost.

Wöchentliche Kontrollroutine:

  • Addiere deine Zutatenkosten pro Portion
  • Vergleiche mit der Vorwoche
  • Prüfe, ob Lieferanten Preise angepasst haben
  • Berechne die Auswirkung auf deine Marge
  • Passe bei Bedarf deinen Verkaufspreis an

⚠️ Achtung:

Wenn dein Fleisch 10% teurer wird und du passt deinen Preis nicht an, verlierst du sofort 2-3 Prozentpunkte Marge. Bei 1000 Portionen pro Monat kann dich das €200-300 pro Monat kosten.

Verschiedene Variationen, verschiedene Margen

Viele Spezialitätenrestaurants haben Variationen ihres Hauptgerichts. Berechne für jede Variante separat die Marge.

💡 Beispiel Burger-Variationen:

Unterschiedliche Margen pro Variante:

  • Classic Burger: 28% Foodcost
  • Bacon Burger (+€2,50, +€0,60 Kosten): 26% Foodcost
  • Truffle Burger (+€4,50, +€1,20 Kosten): 25% Foodcost

Fazit: Premium-Varianten liefern bessere Margen

Konzentriere dein Marketing auf die Varianten mit der besten Marge. Das erhöht deinen durchschnittlichen Bon und deinen Gewinn pro Gast.

Wie berechnest du die Marge deiner Spezialität? (Schritt für Schritt)

1

Erstelle eine vollständige Zutatenliste

Schreibe alle Zutaten auf, die in dein Gericht gehören, einschließlich Garnitur, Saucen und Beilagen. Vergiss auch Öl, Gewürze und Verpackung nicht.

2

Berechne die genaue Menge pro Portion

Wiege und messe alles für eine Portion ab. Bei Fleisch: rechne mit dem Gewicht nach dem Garen. Bei Gemüse: rechne mit dem Gewicht nach dem Putzen.

3

Suche die aktuellen Einkaufspreise auf

Überprüfe bei deinem Lieferanten, was jede Zutat pro Kilo oder pro Stück kostet. Rechne um auf die Kosten pro Portion.

4

Addiere alle Kosten für die Gesamtkostpreis

Summiere alle Zutatenkosten zusammen. Das ist dein Kostpreis pro Portion.

5

Berechne dein Foodcost-Prozentsatz

Teile deinen Kostpreis durch deinen Verkaufspreis (ohne MwSt.) und multipliziere mit 100. Für Spezialitätenrestaurants strebst du 25-30% an.

✨ Pro tip

Überprüfe monatlich, ob du zu einem anderen Lieferanten für deine Hauptzutaten wechseln kannst. Bei Spezialitätenrestaurants kann eine Ersparnis von €0,20 pro Portion bereits Tausende von Euro pro Jahr sparen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein guter Foodcost für ein Spezialitätenrestaurant?

Für Restaurants mit einer Spezialität liegt der ideale Foodcost zwischen 25-30%. Durch große Mengen derselben Zutaten kannst du oft bessere Einkaufspreise bekommen als bei vielfältigen Menüs.

Sollte ich unterschiedliche Preise für Variationen meines Gerichts berechnen?

Ja, berechne für jede Variante separat den Kostpreis und Foodcost. Premium-Varianten mit teuren Zutaten liefern oft eine bessere Marge als die Basisversion.

Wie oft sollte ich meinen Kostpreis kontrollieren?

Bei einem Spezialitätenrestaurant mindestens wöchentlich. Da du von einer begrenzten Anzahl von Zutaten abhängig bist, haben Preisänderungen direkte große Auswirkungen auf deine Marge.

Kann ich günstiger einkaufen, indem ich mich auf ein Gericht spezialisiere?

Ja, durch große Mengen derselben Zutaten kannst du oft Mengenrabatte bekommen und bessere Preise aushandeln. Das ist einer der Vorteile der Spezialisierung.

Wie berechne ich die Auswirkung, wenn meine Hauptzutat teurer wird?

Berechne die Differenz im Kostpreis pro Portion, multipliziere mit deiner Anzahl der Portionen pro Monat. Eine Steigerung von €0,50 pro Portion bei 1000 Portionen pro Monat kostet dich €500 extra pro Monat.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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