Catering für Babypartys und Babyshowers hat andere Kostenstrukturen als reguläre Restaurants. Du rechnest pro Person, musst Auf- und Abbau berücksichtigen und brauchst oft mehr Personal als in deiner eigenen Küche. Eine gute Margenberechnung verhindert, dass du bei dieser schönen Arbeit Verlust machst.
Die Grundlage: Kostpreis pro Person
Bei Catering rechnest du nicht pro Gericht, sondern pro Person. Das macht es übersichtlicher für dich und für den Kunden. Eine Babyparty oder Babyshower hat normalerweise ein festes Budget pro Person.
💡 Beispiel:
Babyshower für 25 Personen, €35 pro Person:
- Gesamtumsatz: 25 × €35 = €875
- Exkl. 19% MwSt.: €875 / 1,19 = €735,29
- Das ist deine Grundlage für die Margenberechnung
Alle Kostenpositionen erfassen
Catering hat mehr Kostenpositionen als dein eigenes Restaurant. Vergiss keine, sonst stimmt deine Marge nicht.
- Zutaten: Essen + Getränke (falls du diese lieferst)
- Verpackung: Schüsseln, Geschirr, Servietten, Dekoration
- Transport: Kraftstoff, Verschleiß Auto/Bus
- Auf- und Abbau: zusätzliche Arbeitszeit Personal
- Personal vor Ort: Bedienung während der Veranstaltung
- Unvorhergesehenes: 5-10% Puffer für Ausfälle oder zusätzliche Wünsche
⚠️ Achtung:
Viele Caterer vergessen, die Zeit für Auf- und Abbau einzurechnen. Das können 2-4 Stunden zusätzliche Arbeitszeit sein, die du durchberechnen musst.
Margenberechnung Schritt für Schritt
Die Formel für Catering-Marge ähnelt der Restaurant-Marge, aber pro Person statt pro Gericht.
Marge % = ((Verkaufspreis pro Person exkl. MwSt. - Gesamtkosten pro Person) / Verkaufspreis pro Person exkl. MwSt.) × 100
💡 Beispielberechnung:
Babyparty 30 Personen, €40 pro Person:
- Verkaufspreis exkl. MwSt.: €33,61 pro Person
- Zutaten: €12,50 pro Person
- Verpackung: €2,00 pro Person
- Transport: €1,50 pro Person (€45 / 30 Personen)
- Zusätzliche Arbeitszeit: €8,00 pro Person
- Puffer Unvorhergesehenes: €1,20 pro Person
Gesamtkosten: €25,20 pro Person
Marge: (€33,61 - €25,20) / €33,61 × 100 = 25,0%
Übliche Margen für Party-Catering
Catering hat andere Margen als Restaurants, weil deine Kostenstruktur anders ist. Du hast weniger Fixkosten (keine Miete für den Ort), aber mehr variable Kosten.
- Einfaches Party-Catering: 25-35% Marge
- Luxus-Catering mit Bedienung: 35-45% Marge
- Buffet ohne Bedienung: 20-30% Marge
- High-End Events: 40-55% Marge
Achtung: Das sind Richtwerte. Deine eigene Situation kann abweichen.
Risikofaktoren einbeziehen
Party-Catering hat spezifische Risiken, die deine Marge aufzehren können. Rechne einen Puffer dafür ein.
⚠️ Achtung:
Bei Babyshowers kommen manchmal mehr Gäste als angegeben. Rechne immer 10% zusätzliche Zutaten ein, aber berechne diese in deinem Preis durch.
- Mehr Gäste als erwartet: +10% Zutaten-Puffer
- Wetterumschwung: Backup-Plan kostet extra
- Probleme am Ort: zusätzliche Aufbauzeit
- Spezielle Wünsche: Last-Minute-Änderungen
- Beschädigtes/verlorenes Geschirr: 2-5% der Materialkosten
💡 Praktischer Tipp:
Unterscheide in deiner Preisgestaltung:
- Basis-Paket: €30-35 pro Person (einfaches Buffet)
- Komfort-Paket: €40-50 pro Person (umfangreicher + Bedienung)
- Premium-Paket: €55+ pro Person (luxuriöse Zutaten + vollständiger Service)
Digitale Unterstützung für Catering
Catering-Kostpreise manuell zu berechnen ist zeitaufwändig, besonders wenn du mehrere Events pro Monat machst. Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, schnell pro Person zu rechnen und verschiedene Pakete zu vergleichen.
Du kannst Rezepte für 'pro 10 Personen' erstellen und dann auf die tatsächliche Anzahl der Gäste hochrechnen. So siehst du sofort deine Marge pro Event und kannst schneller Angebote erstellen.
Wie berechnet man die Marge bei Party-Catering? (Schritt für Schritt)
Bestimme deinen Verkaufspreis pro Person exkl. MwSt.
Nimm dein Gesamtangebot und teile durch die Anzahl der Personen. Rechne um auf exkl. MwSt., indem du durch 1,19 teilst. Das ist deine Grundlage für die Margenberechnung.
Addiere alle Kosten pro Person
Berechne Zutaten, Verpackung, Transport, zusätzliche Arbeitszeit und Unvorhergesehenes pro Person. Verteile Fixkosten (wie Transport) auf die Gesamtzahl der Gäste.
Berechne dein Marge-Prozentsatz
Ziehe die Gesamtkosten pro Person vom Verkaufspreis pro Person ab, teile durch den Verkaufspreis und multipliziere mit 100. Strebe mindestens 25% für einfaches Catering an.
✨ Pro tip
Erstelle Standard-Pakete für 20, 30 und 50 Personen mit festen Preisen. So kannst du schneller anbieten und musst nicht jedes Mal neu rechnen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Marge ist normal für Babyshower-Catering?
Eine gesunde Marge für Party-Catering liegt zwischen 25-35%. Bei luxuriöseren Events mit vollständiger Bedienung kannst du 35-45% erreichen. Stelle sicher, dass du alle zusätzlichen Kosten wie Transport und Aufbauzeit einbeziehst.
Muss ich MwSt. in meine Margenberechnung einbeziehen?
Nein, rechne immer exkl. MwSt. Die MwSt., die du einnimmst, gibst du an die Steuerbehörde ab. Für Catering gilt 19% MwSt. auf Essen und Getränke.
Wie berechne ich Transport und Aufbauzeit durch?
Berechne die Gesamtkosten (Kraftstoff + Zeit) und teile durch die Anzahl der Personen. Ein Event mit 2 Stunden Aufbau für €60 bei 30 Personen = €2 pro Person zusätzlich.
Was ist, wenn mehr Gäste kommen als erwartet?
Rechne immer 10% zusätzliche Zutaten in deinen Kostpreis ein. Vereinbare mit dem Kunden, dass mehr als 5% zusätzliche Gäste separat zum vereinbarten Preis pro Person berechnet werden.
Ist Catering profitabler als mein Restaurant?
Das hängt von deiner Effizienz ab. Catering hat höhere Margen, aber mehr Risiko und variable Kosten. Du hast keine Fixkosten wie Miete, aber dafür Transport und Aufbau.
Wie verhindere ich, dass ich bei kleinen Events Verlust mache?
Lege eine Mindestanzahl von Personen fest (z.B. 15-20) oder berechne Fixkosten wie Transport und Aufbau unabhängig von der Gruppengröße durch. Kleine Events sind oft nicht rentabel.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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