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📝 Saison und Einkauf · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Auswirkungen auf die Marge, wenn ich ein Saisonalgericht vorübergehend im Preis senke, um Bestände aufzubrauchen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Saisonalgerichte zu reduziertem Preis zu verkaufen kann eine intelligente Geschäftsstrategie sein, aber du musst genau wissen, was es dich kostet. Viele Restaurantbetreiber senken Preise 'nach Gefühl' und verlieren dadurch unnötig Geld. In diesem Artikel lernst du, genau zu berechnen, wie viel Margenverlust du akzeptierst und ob es sich lohnt.

Warum Saisonalpreise anders sind

Bei Saisonalgerichten spielen andere Faktoren eine Rolle als bei Standard-Menükartenpositionen. Du hast oft Zutaten zu Saisonalpreisen eingekauft, die du jetzt aufbrauchen musst, bevor sie verderben.

💡 Beispiel:

Du hast 20 kg Spargel für €8/kg eingekauft. Normaler Menüpreis: €24,50 (inkl. 19% MwSt.). Jetzt möchtest du ihn für €18,50 verkaufen.

  • Normaler Preis ohne MwSt.: €20,59
  • Reduzierter Preis ohne MwSt.: €15,55
  • Zutatenkosten pro Portion: €7,20

Unterschied in der Marge: €5,04 pro Teller

Die Berechnung Schritt für Schritt

Um die Auswirkungen zu berechnen, benötigst du drei Zahlen: deine normale Marge, deine neue Marge und die Anzahl der Portionen, die du verkaufen möchtest.

Formel normale Marge pro Portion:
Normaler Verkaufspreis ohne MwSt. - Zutatenkosten = Marge

Formel reduzierte Marge pro Portion:
Reduzierter Verkaufspreis ohne MwSt. - Zutatenkosten = Neue Marge

Formel Gesamtauswirkung:
(Normale Marge - Neue Marge) × Anzahl Portionen = Margenverlust

💡 Vollständiges Beispiel:

Spargel-Gericht mit 20 kg Bestand (= 80 Portionen à 250g):

  • Normale Marge: €20,59 - €7,20 = €13,39 pro Portion
  • Reduzierte Marge: €15,55 - €7,20 = €8,35 pro Portion
  • Margenverlust pro Portion: €13,39 - €8,35 = €5,04
  • Gesamtmargenverlust: €5,04 × 80 = €403,20

Du verlierst €403,20 Marge, um deinen Bestand aufzubrauchen

Wann Preissenkung sinnvoll ist

Preissenkung ist finanziell logisch, wenn die Alternativen teurer sind. Vergleiche deinen Margenverlust mit den Kosten anderer Optionen.

  • Wegwurf-Szenario: Du verlierst 100% deiner Einkaufskosten (€8 × 20kg = €160)
  • Personal-Szenario: Zusätzliche Zeit für alternative Gerichte kostet Arbeitskraft
  • Ruf-Szenario: Alte Zutaten zu verwenden riskiert Qualitätsverlust

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit Preisen ohne MwSt. Der Preis auf deiner Menükarte ist inkl. 19% MwSt. für Speisen. Teile durch 1,19, um den Preis ohne MwSt. zu erhalten.

Alternative Strategien

Statt nur Preissenkung kannst du auch andere Taktiken in Betracht ziehen:

  • Spezielle Menükarte: 'Chef's Saisonalspezialität' zum normalen Preis
  • Kombi-Angebote: Saisonalgericht + Dessert für Festpreis
  • Personalmahlzeit: Team mitessen lassen (kostet nur Zutaten)
  • Lieferant-Rückgabe: Manchmal nimmt der Lieferant ungenutzte Produkte zurück

💡 Beispiel Kombi-Angebot:

Spargel-Gericht (€24,50) + Dessert (€8,50) = €33,00 zusammen für €28,00:

  • Normaler Umsatz: €33,00 inkl. MwSt. = €27,73 ohne MwSt.
  • Angebots-Umsatz: €28,00 inkl. MwSt. = €23,53 ohne MwSt.
  • Verlust: €4,20 pro Kombi (weniger als €5,04 bei reiner Preissenkung)

Saisonale Einkaufsstrategie für nächstes Jahr

Nutze diese Erfahrung, um nächste Saison intelligenter einzukaufen:

  • Berechne, wie viele Portionen du realistisch pro Woche verkaufst
  • Kaufe maximal für 1,5 Wochen Bestand auf einmal
  • Vereinbare mit dem Lieferanten Rückgabemöglichkeiten bei Überbestand
  • Plane Saisonalgerichte früher in der Saison (höherer Verkauf)

Wie berechnest du die Marge-Auswirkung einer Preissenkung?

1

Berechne deine normale Marge pro Portion

Ziehe deine Zutatenkosten von deinem normalen Verkaufspreis ohne MwSt. ab. Für MwSt. teile deinen Menüpreis durch 1,19. Dies gibt dir die Marge, die du normalerweise pro Teller verdienst.

2

Berechne deine neue Marge pro Portion

Ziehe dieselben Zutatenkosten von deinem reduzierten Verkaufspreis ohne MwSt. ab. Der Unterschied zwischen normaler und neuer Marge ist das, was du pro Portion einbußt.

3

Multipliziere mit der Anzahl der Portionen

Zähle, wie viele Portionen dieses Gerichts du noch verkaufen musst, um deinen Bestand aufzubrauchen. Multipliziere den Margenverlust pro Portion mit dieser Anzahl für die Gesamtauswirkung.

✨ Pro tip

Dokumentiere, wie viel Saisonalbestand du wegwirfst oder mit Verlust verkaufst. Das hilft dir nächstes Jahr, intelligentere Einkaufsentscheidungen zu treffen und große Margenverluste zu vermeiden.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. in meine Marge-Berechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer mit Preisen ohne MwSt. Die MwSt. zahlst du sowieso ab, also zählt sie nicht für deine Marge. Teile Menüpreise durch 1,19, um ohne MwSt. zu erhalten.

Was ist, wenn ich nicht den gesamten Bestand zu reduziertem Preis verkaufe?

Dann hast du ein gemischtes Szenario. Berechne die Marge-Auswirkung für den verkauften Teil und addiere die Einkaufskosten des weggeworfenen Teils hinzu. Das gibt dir den Gesamtschaden.

Wie weiß ich, ob Preissenkung besser ist als Wegwurf?

Wenn dein Margenverlust niedriger ist als deine gesamten Einkaufskosten des Bestands, ist Preissenkung finanziell intelligenter. Plus behältst du Umsatz und möglicherweise zufriedene Gäste.

Kann ich Saisonalgerichte auch für Personalmahlzeiten nutzen?

Ja, das kostet dich nur die Zutatenkosten (kein Margenverlust). Berechne, wie viele Portionen dein Team realistisch isst und ziehe das ab, bevor du Preise senkst.

Wie vermeide ich dieses Problem nächste Saison?

Kaufe kleinere Mengen häufiger, plane Saisonalgerichte früher in der Saison und vereinbare mit Lieferanten Rückgabemöglichkeiten bei Überbestand.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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