Neue Saisongerichte können zusätzliche Umsätze bringen, aber oft benötigst du spezielle Geräte oder Werkzeuge. Denk an eine Eismaschine für Sommerdesserts oder einen Suppentopf für Wintermenüs. Die Frage ist: verdienst du diese Investition zurück, bevor die Saison vorbei ist?
Was kostet deine Investition wirklich?
Bei Saisongeräten geht es nicht nur um den Kaufpreis. Addiere auch diese Kosten:
- Kaufpreis: was du für das Gerät zahlst
- Installation: Anschluss, Schulung, erste Inbetriebnahme
- Zusätzliche Zutaten: spezifische Produkte, die du sonst nicht einkaufst
- Energie: zusätzlicher Strom- oder Gasverbrauch
- Platz: wenn du dafür etwas anderes wegräumen musst
💡 Beispiel:
Du möchtest Sommersmoothies servieren und kaufst einen professionellen Mixer:
- Mixer: €850
- Zusätzlicher Gefrierschrank für Obst: €400
- Personalschulung: €150
- Zusätzliche Energiekosten (3 Monate): €120
Gesamtinvestition: €1.520
Berechne deinen potenziellen Umsatz
Schätze realistisch, wie viel du vom neuen Gericht verkaufst. Schau dir an:
- Saisondauer: wie viele Wochen kannst du es servieren?
- Erwarteter Verkauf pro Woche: beginne vorsichtig mit deiner Schätzung
- Verkaufspreis: was verlangst du dafür?
- Lebensmittelkosten: was kosten die Zutaten pro Portion?
💡 Beispiel Smoothies:
Saison läuft von April bis September (22 Wochen):
- Erwarteter Verkauf: 25 Smoothies pro Woche
- Verkaufspreis: €6,50 inkl. MwSt. (€5,96 exkl.)
- Zutatenkosten pro Smoothie: €1,80
- Marge pro Smoothie: €5,96 - €1,80 = €4,16
Gesamtmarge: 25 × 22 × €4,16 = €2.288
Die Amortisationszeit-Formel
Jetzt kannst du berechnen, wann du die Gewinnschwelle erreichst:
Amortisationszeit (Wochen) = Gesamtinvestition / (Marge pro Portion × Verkauf pro Woche)
💡 Beispielberechnung:
Amortisationszeit = €1.520 / (€4,16 × 25) = €1.520 / €104 = 14,6 Wochen
Du bist nach etwa 15 Wochen quitt. Die Saison dauert 22 Wochen, also hast du 7 Wochen reinen Gewinn.
Risikofaktoren berücksichtigen
Saisongerichte sind unvorhersehbar. Berücksichtige diese Risiken:
- Schlechtes Wetter: weniger Terrassenverkauf = weniger Smoothies
- Langsamer Start: Gäste müssen das neue Gericht erst entdecken
- Konkurrenz: andere machen das Gleiche
- Zutatenpreise: Obst wird in der Saison teurer
⚠️ Achtung:
Rechne mit 20-30% weniger Verkauf als erhofft. Wenn du dann immer noch vor Saisonende amortisiert bist, ist es eine sichere Investition.
Alternative Optionen in Betracht ziehen
Bevor du kaufst, prüfe diese Alternativen:
- Mieten: oft möglich für Saisongeräte
- Gebraucht: nach der Saison wieder verkaufen
- Zusammenarbeit: mit anderen Gastronomiebetrieben teilen
- Lieferant: manche Lieferanten leihen Geräte aus
Nach der Saison
Plane auch, was du tust, wenn die Saison vorbei ist:
- Lagerung: wo bewahrst du das Gerät auf?
- Wartung: jährliche Servicekosten
- Wiederverwendung: kannst du das Gerät für andere Gerichte nutzen?
- Verkauf: was ist der Restwert nach einer Saison?
💡 Profi-Tipp:
Kaufe nur, wenn deine Amortisationszeit maximal 60% der Saison beträgt. So behältst du einen Puffer für enttäuschende Verkäufe und hast garantiert Wochen mit reinem Gewinn.
Wie berechnest du die Amortisationszeit? (Schritt für Schritt)
Addiere alle Kosten
Berechne deine Gesamtinvestition: Kaufpreis + Installation + zusätzliche Zutaten + Energiekosten. Vergiss keine versteckten Kosten wie Schulung oder zusätzlicher Platz.
Berechne Marge pro Portion
Ziehe Zutatenkosten vom Verkaufspreis (exkl. MwSt.) ab. Das ist deine Marge pro Gericht. Sei realistisch bei deiner Lebensmittelkostenberechnung.
Schätze wöchentliche Verkäufe
Wie viele Portionen erwartest du pro Woche zu verkaufen? Beginne vorsichtig - ziehe 20-30% ab zur Sicherheit.
Wende die Formel an
Teile Gesamtinvestition durch (Marge pro Portion × Verkauf pro Woche). Das ergibt deine Amortisationszeit in Wochen.
Vergleiche mit Saisondauer
Ist deine Amortisationszeit kürzer als 60% der Saison? Dann ist es wahrscheinlich eine gute Investition.
✨ Pro tip
Teste neue Saisongerichte zuerst ohne große Investitionen. Nutze vorhandene Geräte, um zu sehen, wie beliebt es wird. Erst wenn es ankommt, investierst du in professionelle Ausrüstung.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Sollte ich Abschreibung in die Berechnung einbeziehen?
Bei Saisongeräten ist die Amortisationszeit wichtiger als die Abschreibung. Du möchtest wissen, ob sich deine Investition innerhalb der Saison amortisiert, unabhängig von buchhalterischer Abschreibung.
Was ist, wenn ich das Gerät auch außerhalb der Saison nutzen kann?
Dann verteilst du die Kosten über mehr Monate. Berechne dann deinen Jahresumsatz mit dem Gerät und verteile deine Investition darüber. Die Amortisationszeit wird dann viel günstiger.
Wie weiß ich, ob meine Verkaufsschätzung realistisch ist?
Schau dir ähnliche Gerichte an, die du bereits servierst. Überprüfe auch, was Konkurrenten von ähnlichen Saisonprodukten verkaufen. Beginne immer konservativ mit deinen Schätzungen.
Ist Mieten immer besser als Kaufen?
Nicht immer. Berechne die Mietkosten über die ganze Saison und vergleiche mit dem Kaufpreis. Bei teuren Geräten, die du mehrere Saisons nutzt, ist Kaufen oft günstiger.
Was mache ich, wenn die Amortisationszeit zu lang ist?
Suche nach günstigeren Alternativen, erhöhe deinen Verkaufspreis oder versuche, den Verkauf durch Marketing zu steigern. Du kannst auch bis nächste Saison warten und dich besser vorbereiten.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Kaufen Sie klüger ein mit Echtzeit-Einblicken
Saisonpreise schwanken — Ihre Rezeptkosten auch. KitchenNmbrs berechnet automatisch Ihre Margen neu, wenn sich Einkaufspreise ändern. Nie wieder überrascht werden. Kostenlos starten.
Kostenlose Testversion starten →