Umweltfreundliche Verpackungen kosten mehr als Kunststoffbehälter, aber du kannst diese Kosten in deinen Verkaufspreis einkalkulieren. Viele Unternehmer machen das falsch und verlieren bei jeder Bestellung Geld. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die Kosten für nachhaltige Verpackungen korrekt einkalkulierst.
Warum es wichtig ist, Verpackungskosten einzukalkulieren
Nachhaltige Verpackungen kosten oft 2-3 mal mehr als Kunststoffalternativen. Ein Kartonbehälter kostet €0,45, während Kunststoff €0,15 kostet. Pro Bestellung scheint das wenig zu sein, aber bei 200 Bestellungen pro Woche verlierst du €3.120 pro Jahr, wenn du das nicht einkalkulierst.
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer kalkulieren Verpackungen nicht ein, weil es "nur ein paar Cent" sind. Diese paar Cent pro Bestellung werden zu Tausenden Euro pro Jahr.
Berechne deine gesamten Verpackungskosten pro Bestellung
Addiere alle Verpackungsmaterialien, die du für eine durchschnittliche Bestellung verwendest:
- Hauptverpackung (Behälter, Schachtel)
- Deckel oder Verschluss
- Besteck (falls du das mitgibst)
- Servietten
- Tüte oder Tasche
- Aufkleber oder Etiketten
💡 Beispiel Verpackungskosten:
Durchschnittliche Lieferbestellung Pasta:
- Kartonbehälter: €0,45
- Deckel: €0,12
- Holzgabel: €0,08
- Serviette: €0,02
- Papiertüte: €0,18
- Aufkleber: €0,05
Gesamte Verpackungskosten: €0,90
Kalkuliere Verpackungskosten in deinen Menüpreis ein
Addiere die Verpackungskosten zu deinen Zutatenkosten, bevor du deinen Verkaufspreis berechnest. Behandle Verpackung als Teil deiner Kostenkalkulation, genau wie Zutaten.
Formel:
Gesamtkostenkalkulation = Zutatenkosten + Verpackungskosten
Verkaufspreis ohne MwSt. = Gesamtkostenkalkulation / (Gewünschte Marge % / 100)
💡 Beispiel Kalkulation:
Pasta Carbonara Lieferung:
- Zutatenkosten: €5,20
- Verpackungskosten: €0,90
- Gesamtkostenkalkulation: €6,10
- Gewünschte Lebensmittelkosten: 30%
Mindestverkaufspreis: €6,10 / 0,30 = €20,33 ohne MwSt.
Menüpreis: €20,33 × 1,09 = €22,16
Unterschied zwischen Vor-Ort und Lieferung
Bei Lieferungen hast du höhere Verpackungskosten als bei Gästen, die vor Ort essen. Deshalb kalkulieren viele Restaurants unterschiedliche Preise:
- Vor Ort: Normaler Menüpreis
- Lieferung: Menüpreis + Verpackungszuschlag
Ein Verpackungszuschlag von €1,50-2,50 pro Bestellung ist üblich und fair gegenüber dem Kunden.
💡 Beispiel unterschiedliche Preise:
Gleiches Gericht, unterschiedliche Bedienung:
- Vor Ort: €18,50 (keine Verpackungskosten)
- Abholung: €19,50 (€0,90 Verpackung + Marge)
- Lieferung: €21,50 (Verpackung + Plattformgebühren)
Berücksichtige Plattformgebühren
Bei Lieferplattformen wie Thuisbezorgd zahlst du 15-30% Provision. Diese Kosten kommen zu deinen Verpackungskosten hinzu. Kalkuliere beide in deine Lieferpreise ein.
⚠️ Achtung:
Plattformgebühren werden auf deinen gesamten Bestellwert inklusive Verpackungskosten berechnet. Berücksichtige das in deiner Kalkulation.
Kommuniziere transparent über Verpackungskosten
Kunden verstehen Verpackungskosten, wenn du sie ehrlich erklärst. Erwähne auf deiner Website oder App, warum du nachhaltige Verpackung verwendest und was das kostet. Die meisten Kunden schätzen Transparenz.
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du unterschiedliche Kostenkalkulationen für Vor-Ort, Abholung und Lieferung festlegen, sodass deine Verpackungskosten automatisch in deine Berechnungen einfließen.
Wie kalkulierst du Verpackungskosten ein? (Schritt für Schritt)
Addiere alle Verpackungsmaterialien
Erstelle eine Liste von allem, was du für eine durchschnittliche Bestellung verwendest: Behälter, Deckel, Besteck, Serviette, Tüte, Aufkleber. Addiere die Kosten pro Artikel, bis du deine gesamten Verpackungskosten pro Bestellung hast.
Addiere Verpackungskosten zu Zutatenkosten
Addiere deine Verpackungskosten zu deinen Zutatenkosten. Das wird deine neue gesamte Kostenkalkulation pro Gericht. Behandle Verpackung als Teil deiner Kostenkalkulation, genau wie Zutaten.
Berechne deinen neuen Verkaufspreis
Teile deine gesamte Kostenkalkulation (Zutaten + Verpackung) durch dein gewünschtes Marge-Prozentsatz. Multipliziere mit 1,09 für den Preis inklusive 9% MwSt. Das ist dein neuer Menüpreis für Lieferung.
✨ Pro tip
Überprüfe deine 5 meistverkauften Gerichte für Lieferung und berechne, wie viel du pro Jahr verlierst, wenn du Verpackungskosten nicht einkalkulierst. Dieser Betrag motiviert dich, deine Preise anzupassen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel darf ich für Verpackungskosten verlangen?
Ein Verpackungszuschlag von €1,50-2,50 pro Bestellung ist üblich. Das deckt nicht nur deine Kosten, sondern auch eine angemessene Marge auf der Verpackung.
Sollte ich unterschiedliche Preise für Abholung und Lieferung kalkulieren?
Ja, das ist fair. Lieferung hat höhere Kosten durch Verpackung und Plattformgebühren. Viele Restaurants kalkulieren 10-15% höhere Preise für Lieferung als für Vor-Ort-Konsum.
Kann ich Verpackungskosten separat auf der Rechnung aufführen?
Ja, Transparenz funktioniert gut. Viele Kunden schätzen es, wenn du ehrlich bist, warum Lieferung teurer ist. Führe beispielsweise 'Nachhaltige Verpackung: €2,00' auf deiner Rechnung auf.
Wie oft sollte ich meine Verpackungspreise überprüfen?
Überprüfe monatlich deine Einkaufspreise für Verpackungen. Lieferanten passen Preise regelmäßig an, und Karton und Papier schwanken mehr als Kunststoff aufgrund von Rohstoffpreisen.
Muss ich MwSt. auf Verpackungskosten zahlen?
Verpackungskosten fallen unter denselben MwSt.-Satz wie dein Essen: 9% für Abholung und Lieferung. Kalkuliere also immer mit dem Gesamtpreis inklusive MwSt. gegenüber deinem Kunden.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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