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📝 Food Truck & mobile Gastronomie · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich den Mindestverkaufspreis pro Portion, um alle fixen und variablen Kosten zu decken?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Der Mindestverkaufspreis bestimmt, ob du Gewinn machst oder Verlust erleidest. Viele Food-Truck-Unternehmer rechnen nur mit Zutatenkosten, vergessen aber fixe Kosten wie Treibstoff, Versicherung und Abschreibung. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du einen Verkaufspreis berechnest, der alle Kosten deckt und Gewinn bringt.

Was sind deine Gesamtkosten?

Für einen Food Truck hast du drei Arten von Kosten:

  • Variable Kosten: Zutaten, Verpackung, Servietten
  • Fixe Kosten pro Tag: Treibstoff, Standortmiete, Versicherung
  • Fixe Kosten pro Monat: Abschreibung Truck, Wartung, Genehmigungen

Alle diese Kosten müssen durch deinen Verkauf wieder hereingebracht werden.

💡 Beispiel Food-Truck-Kosten:

Tägliche fixe Kosten:

  • Treibstoff: €45
  • Standortmiete: €80
  • Versicherung (Tagesanteil): €12
  • Abschreibung Truck (Tagesanteil): €35

Gesamte fixe Kosten pro Tag: €172

Die Break-Even-Formel

Um deinen Mindestverkaufspreis zu berechnen, verwendest du diese Formel:

Mindestverkaufspreis = (Fixe Kosten pro Tag ÷ Erwartete Anzahl Portionen) + Variable Kosten pro Portion + Gewünschter Gewinn pro Portion

Danach rechnest du die VAT hinzu (9% für Lebensmittel).

💡 Beispielberechnung:

Du verkaufst durchschnittlich 120 Portionen pro Tag:

  • Fixe Kosten pro Portion: €172 ÷ 120 = €1,43
  • Variable Kosten (Zutaten + Verpackung): €3,20
  • Gewünschter Gewinn pro Portion: €2,00

Mindestpreis ohne VAT: €1,43 + €3,20 + €2,00 = €6,63

Mindestpreis inkl. 9% VAT: €6,63 × 1,09 = €7,23

Variable vs. fixe Kosten aufteilen

Es ist entscheidend, deine Kosten richtig aufzuteilen:

  • Variabel: steigt mit jeder verkauften Portion (Fleisch, Gemüse, Behälter)
  • Fix: zahlst du auch, wenn du nichts verkaufst (Treibstoff, Standort)

Je mehr du verkaufst, desto mehr verteilst du deine fixen Kosten. Deshalb ist Volumen für Food Trucks so wichtig.

⚠️ Achtung:

Wenn du viel weniger Portionen als erwartet verkaufst, werden deine fixen Kosten pro Portion höher. Plane immer einen Puffer in deine Preisgestaltung ein.

Jahreszeiten und Standorte berücksichtigen

Food Trucks haben unterschiedliche Umsätze pro Tag. Berechne daher deinen Durchschnitt über eine Woche oder einen Monat:

  • Geschäftige Tage (Freitag, Samstag): mehr Volumen, niedrigere fixe Kosten pro Portion
  • Ruhige Tage (Montag, Dienstag): weniger Volumen, höhere fixe Kosten pro Portion
  • Jahreszeiten: Winter oft 30-50% weniger Umsatz als Sommer

💡 Beispiel Wochenplanung:

Durchschnittliche Portionen pro Woche:

  • Montag-Donnerstag: 80 Portionen/Tag
  • Freitag-Samstag: 180 Portionen/Tag
  • Sonntag: 120 Portionen

Wochendurchschnitt: (80×4 + 180×2 + 120) ÷ 7 = 120 Portionen/Tag

Rechne mit diesem Durchschnitt für deine Mindestpreisgestaltung.

Kontrolle: Stimmt deine Berechnung?

Teste deine Berechnung mit diesen Kontrollen:

  • Sind deine Zutatenkosten realistisch? (überprüfe aktuelle Einkaufspreise)
  • Hast du alle fixen Kosten berücksichtigt? (auch kleine Posten zählen)
  • Ist dein erwartetes Volumen erreichbar? (nicht zu optimistisch)
  • Liegt dein Endpreis im Markt? (vergleiche mit Konkurrenten)

Eine Food-Truck-App wie KitchenNmbrs hilft, alle diese Kosten automatisch in deine Kostenkalkulation einzubeziehen, damit du immer weißt, ob du genug verlangst.

Wie berechnest du den Mindestverkaufspreis? (Schritt für Schritt)

1

Inventarisiere alle fixen Kosten pro Tag

Addiere alle Kosten, die du machst, unabhängig davon, wie viel du verkaufst: Treibstoff, Standortmiete, Versicherung, Abschreibung Truck, Genehmigungen (umgerechnet pro Tag). Vergiss kleine Posten nicht - die zählen sich auf.

2

Berechne variable Kosten pro Portion

Addiere alle Zutaten für eine Portion, plus Verpackung, Servietten und Besteck. Das sind deine direkten Kosten pro verkaufter Portion. Rechne mit aktuellen Einkaufspreisen.

3

Schätze dein durchschnittliches Volumen pro Tag

Berechne realistisch, wie viele Portionen du durchschnittlich pro Tag verkaufst. Berücksichtige ruhige und geschäftige Tage sowie Jahreszeitseffekte. Sei nicht zu optimistisch.

4

Berechne fixe Kosten pro Portion

Teile deine gesamten fixen Kosten pro Tag durch deine erwartete Anzahl von Portionen. Das ist der Betrag, den jede Portion zu deinen fixen Kosten beitragen muss.

5

Addiere alles und rechne VAT hinzu

Fixe Kosten pro Portion + variable Kosten + gewünschter Gewinn = Preis ohne VAT. Multipliziere mit 1,09 für den Endpreis inklusive 9% VAT.

✨ Pro tip

Überprüfe dein tatsächliches Volumen wöchentlich und passe deine Berechnung an. Wenn du strukturell mehr verkaufst als erwartet, kannst du deine Preise senken, um wettbewerbsfähiger zu werden.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich VAT in meine Kostenkalkulation einbeziehen?

Berechne zuerst deinen Mindestpreis ohne VAT und addiere dann 9% VAT für den Endpreis. VAT ist keine Kostenposition, sondern ein Durchlaufposten an die Steuerbehörde.

Was ist, wenn ich an manchen Tagen viel mehr oder weniger verkaufe?

Rechne mit deinem Durchschnittsvolumen über einen längeren Zeitraum (Woche oder Monat). An geschäftigen Tagen verdienst du mehr pro Portion, an ruhigen Tagen weniger - das gleicht sich aus.

Wie oft muss ich meine Preise anpassen?

Überprüfe monatlich, ob deine Einkaufspreise und fixen Kosten noch stimmen. Treibstoffpreise und Standortmieten können sich schnell ändern und deine Marge beeinflussen.

Was ist, wenn mein berechneter Preis zu hoch für den Markt ist?

Dann hast du drei Optionen: fixe Kosten senken (günstigerer Standort), variable Kosten senken (anderer Lieferant), oder Volumen erhöhen durch besseres Marketing.

Muss ich unterschiedliche Preise pro Gericht berechnen?

Ja, jedes Gericht hat unterschiedliche Zutatenkosten. Die fixen Kosten pro Portion bleiben gleich, aber der gesamte Mindestpreis unterscheidet sich pro Gericht.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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