Feiertage können deinen Umsatz um 30-50% steigern, aber auch deine Beschaffung völlig durcheinander bringen. Viele Restaurants bestellen zu spät, zu viel oder zu wenig, weil sie keine Planung haben. Ein Feiertags-Einkaufskalender hilft dir 8-12 Wochen im Voraus bewusste Entscheidungen zu treffen.
Warum Feiertage deine Beschaffung stören
An Feiertagen ändert sich alles. Gäste bestellen andere Gerichte, Lieferanten haben begrenzte Verfügbarkeit und dein Team arbeitet unter Druck. Ohne Planung stößt du auf diese Probleme:
- Beliebte Zutaten sind bei deinem Lieferanten ausverkauft
- Preise steigen um 10-20% durch erhöhte Nachfrage
- Du bestellst zu viel von Produkten, die nicht verkauft werden
- Du verpasst Chancen, weil dein Menü nicht angepasst ist
⚠️ Achtung:
Zu Weihnachten und Neujahr steigen die Preise für Premium-Produkte wie Rindfleisch, Fisch und Meeresfrüchte oft um 15-25%. Plane dies in deine Kostenkalkulation ein.
Die Feiertags-Einkaufskalender Methode
Diese Routine hilft dir systematisch voraus zu planen. Du schaust dir jeden Feiertag 8-12 Wochen im Voraus an und triffst bewusste Entscheidungen über Menü, Einkauf und Preise.
Welche Feiertage planen
- Valentinstag: Plan im Dezember
- Ostern: Plan im Januar/Februar
- Muttertag: Plan im Februar/März
- Weihnachten/Neujahr: Plan im September/Oktober
- Lokale Veranstaltungen: Check Gemeinde-Kalender
💡 Beispiel Weihnachtsplanung (September):
Restaurant mit 80 Couverts pro Abend, 6 Tage Weihnachts-/Neujahrsperiode:
- Erwartete Couverts: 480 (6 × 80)
- Beliebte Wahl: Rinderfilet (60% der Gäste)
- Benötigtes Rinderfilet: 288 Portionen × 200g = 58kg
- Normaler Preis: €45/kg, Weihnachten: €55/kg (+22%)
Zusatzkosten durch Preisanstieg: €580
Was du pro Feiertag analysierst
Für jeden Feiertag gehst du diese Checkliste durch, um bewusste Einkaufs- und Menuentscheidungen zu treffen:
1. Historische Daten anschauen
- Wie viele Couverts hattest du letztes Jahr?
- Welche Gerichte waren beliebt?
- Was blieb übrig?
- Welche Beschwerden bekamst du? (ausverkaufte Artikel)
2. Menüanpassungen planen
- Welche Saisonprodukte sind verfügbar?
- Welche Premium-Zutaten werden teurer?
- Kannst du Alternativen anbieten?
- Wie viele Specials fügst du hinzu?
💡 Beispiel Valentinstag Menüanpassung:
Normaler Lachs €18/kg wird €24/kg (+33%). Alternativen:
- Seebarsch: bleibt €16/kg (gute Wahl)
- Dorade: steigt auf €19/kg (akzeptabel)
- Seezunge: steigt auf €38/kg (zu teuer)
Entscheidung: Seebarsch als Valentinstag Special, Lachs begrenzt anbieten
3. Lieferanten vorher kontaktieren
- Frag nach Preisen für die Feiertagsperiode
- Check Verfügbarkeit von Premium-Produkten
- Reserviere große Mengen
- Frag nach Alternativen bei Engpässen
Praktische Planung pro Monat
So verteilst du deine Feiertagsplanung über das Jahr:
September
- Weihnachts-/Neujahrsmenü Konzepte
- Lieferanten für Preise kontaktieren
- Reservierungsstrategie bestimmen
Dezember
- Valentinstag Menü planen
- Ostervorbereitungen starten
- Weihnachtsperiode evaluieren (für nächstes Jahr)
März
- Muttertag Konzepte
- Sommerevenemte erkunden
- Ostern evaluieren
⚠️ Achtung:
Plane nie nur nach Gefühl. Check immer deine Zahlen vom letzten Jahr. Viele Restaurants überschätzen ihren Weihnachtsumsatz um 20-30%.
Digitale Unterstützung
Einen Einkaufskalender kannst du in Excel führen, aber eine App wie KitchenNmbrs macht es einfacher. Du kannst:
- Automatisch Kostpreise bei Preisänderungen aktualisieren
- Historische Verkaufszahlen pro Gericht anschauen
- Food cost Auswirkungen von Menüänderungen sofort sehen
- Erinnerungen für Planungsmomente setzen
Das Wichtigste ist, dass du ein System hast und dieses konsequent befolgst. Besser eine einfache Excel-Tabelle als gar keine Planung.
Wie erstellst du einen Feiertags-Einkaufskalender?
Erstelle einen Jahresüberblick aller Feiertage
Notiere alle relevanten Feiertage und lokalen Veranstaltungen. Zähle 8-12 Wochen zurück, um deine Planungstermine zu bestimmen. Trage diese Daten als wiederkehrende Termine in deinen Kalender ein.
Analysiere das Vorjahr pro Feiertag
Schau dir für jeden Feiertag an: Anzahl der Couverts, beliebte Gerichte, Reste und ausverkaufte Artikel. Dies wird deine Grundlage für dieses Jahr. Notiere auch, welche Lieferanten Probleme hatten.
Plane Menü und Einkauf 8 Wochen im Voraus
Bestimme dein Feiertagsmenü, frag Preise bei Lieferanten ab und reserviere große Mengen. Berechne die Auswirkung auf deine food cost und passe deine Verkaufspreise bei Bedarf an.
✨ Pro tip
Check bei deiner Gemeinde den Veranstaltungskalender für das ganze Jahr. Lokale Festivals können deinen Umsatz genauso beeinflussen wie nationale Feiertage, sind aber leichter zu übersehen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie weit im Voraus muss ich Feiertagseinkäufe planen?
Für große Feiertage wie Weihnachten mindestens 8-10 Wochen. Für kleinere Veranstaltungen wie Valentinstag reichen oft 6 Wochen. Je beliebter das Ereignis, desto früher musst du planen.
Was ist, wenn mein Lieferant keine Preise für in 2 Monaten geben kann?
Frag nach indikativen Preissteigerungen basierend auf Vorjahren. Normalerweise können sie dir sagen, ob Preise stabil bleiben oder um 10-20% steigen. Plane mit dieser Spanne.
Muss ich für jede lokale Veranstaltung separat planen?
Nur für Veranstaltungen, die deinen Umsatz um mehr als 20% beeinflussen. Ein kleines Straßenfest hat weniger Auswirkung als beispielsweise ein großes Volksfest oder Musikfestival in deiner Nähe.
Wie vermeide ich, dass ich zu viel für Feiertage bestelle?
Berechne basierend auf dem Vorjahr plus maximal 15% Wachstum. Viele Restaurants überschätzen ihren Feiertagsumsatz. Besser etwas zu wenig als viele Reste.
Was mache ich, wenn Lieferanten ihre Preise erst 1 Woche vorher mitteilen?
Triff Absprachen mit deinen Stammlieferanten über rechtzeitige Preiskommunikation. Erwäge einen zweiten Lieferanten als Backup. Einige Produkte kannst du auch früher kaufen und einfrieren.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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