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📝 Tägliche Kontrolle · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Welche Routine hilft dir, deine monatliche Foodcost mit deinem idealen Prozentsatz zu vergleichen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Eine monatliche Foodcost-Kontrolle verhindert, dass du unbemerkt Geld verlierst. Viele Restaurantbesitzer denken, dass sie bei etwa 30% liegen, stellen aber fest, dass es 38% ist. Diese Routine hilft dir, deine tatsächliche Foodcost jeden Monat mit deinem Ziel zu vergleichen.

Warum monatliche Kontrollen entscheidend sind

Deine Foodcost kann unbemerkt durch Preiserhöhungen von Lieferanten, großzügigere Portionen deines Chefs oder mehr Verschwendung steigen. Ohne monatliche Kontrolle hinkt du Monate hinterher.

⚠️ Achtung:

Eine Steigerung um 3 Prozentpunkte Foodcost kostet dich bei €50.000 Umsatz pro Monat €1.500. Pro Jahr sind das €18.000 weniger Gewinn.

Die monatliche Foodcost-Berechnung

Für eine zuverlässige Foodcost-Berechnung brauchst du zwei Zahlen: deine gesamten Einkäufe von Zutaten und deinen gesamten Umsatz (ohne MwSt.) dieses Monats.

Formel: Foodcost % = (Gesamter Zutaten-Einkauf / Gesamtumsatz ohne MwSt.) × 100

💡 Beispiel:

Zahlen Januar:

  • Gesamter Zutaten-Einkauf: €12.500
  • Gesamtumsatz inkl. MwSt.: €45.000
  • Gesamtumsatz ohne MwSt.: €45.000 / 1,09 = €41.284

Foodcost: (€12.500 / €41.284) × 100 = 30,3%

Was du bei Zutaten-Einkauf berücksichtigst

Zähle alle Produkte, die direkt in deine Gerichte gehen. Das verhindert, dass deine Foodcost zu niedrig aussieht.

  • Einbeziehen: Fleisch, Fisch, Gemüse, Milchprodukte, Gewürze, Öl, Butter, Saucen, Garnituren
  • Nicht einbeziehen: Reinigungsmittel, Servietten, Verpackungen, Getränke
  • Grenzfälle: Brot zur Suppe = ja, Brot als Beilage = ja, Brot für Personal = nein

Dein ideales Prozentsatz bestimmen

Deine ideale Foodcost hängt von deiner Art von Betrieb und deinen anderen Kosten ab. Nutze diese Richtlinien als Ausgangspunkt:

💡 Beispiel-Zielprozentzätze:

  • Fine Dining: 28-32%
  • Casual Dining: 30-35%
  • Bistro/Brasserie: 28-33%
  • Pizzeria: 22-28%
  • Lieferung/Takeaway: 30-35%

Abweichungen analysieren und korrigieren

Wenn deine Foodcost höher ausfällt als dein Zielprozentz, suchst du systematisch nach der Ursache. Beginne mit deinen meistverkauften Gerichten.

  • Überprüfe Lieferantenpreise: Gab es Erhöhungen, die du noch nicht weitergegeben hast?
  • Messe Portionsgrößen: Gibt dein Chef mehr aus als im Rezept vorgesehen?
  • Schau dir Verschwendung an: Was landete im Müll und warum?
  • Kontrolliere Diebstahl: Verschwinden Produkte ohne Verkauf?

💡 Beispiel-Korrektur:

Deine Foodcost ist 35% statt 30%. Dein Umsatz war €40.000 ohne MwSt.

  • Tatsächlich: 35% = €14.000 Einkauf
  • Gewünscht: 30% = €12.000 Einkauf
  • Unterschied: €2.000 pro Monat = €24.000 pro Jahr

Durch 10% kleinere Portionen oder 5% höhere Preise kannst du das reduzieren.

Trends verfolgen für bessere Steuerung

Notiere deine monatliche Foodcost in einer einfachen Übersicht. So siehst du Trends und kannst schneller reagieren.

  • Steigender Trend: Lieferantenpreise, großzügigere Portionen oder mehr Verschwendung
  • Fallender Trend: Bessere Einkäufe, straffere Portionierung oder weniger Verschwendung
  • Saisonales Muster: Manche Zutaten sind in bestimmten Monaten teurer

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du diese Zahlen automatisch berechnen lassen und Trends in einer Übersicht sehen, ohne manuelle Excel-Arbeit.

Wie führst du eine monatliche Foodcost-Kontrolle durch?

1

Sammle deine Monatszahlen

Hole aus deiner Buchhaltung den gesamten Zutaten-Einkauf und deinen Gesamtumsatz des letzten Monats. Achte darauf, dass du nur Zutaten zählst, keine Reinigungsmittel oder Verpackungen.

2

Berechne dein tatsächliches Foodcost-Prozentsatz

Teile deinen gesamten Zutaten-Einkauf durch deinen Umsatz ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Für Restaurants rechnest du mit 9% MwSt.: Umsatz inkl. MwSt. geteilt durch 1,09.

3

Vergleiche mit deinem Zielprozentz

Überprüfe den Unterschied zwischen deiner tatsächlichen und gewünschten Foodcost. Bei einer Abweichung von mehr als 2 Prozentpunkten suchst du nach der Ursache bei deinen meistverkauften Gerichten.

4

Notiere und analysiere den Trend

Schreibe deine monatliche Foodcost auf und vergleiche mit den Vormonaten. Ein steigender Trend erfordert Maßnahmen, ein fallender Trend zeigt, dass deine Maßnahmen wirken.

✨ Pro tip

Überprüfe immer deine 5 meistverkauften Gerichte separat. Wenn diese in deinem Zielprozentz bleiben, hast du 80% deiner Foodcost unter Kontrolle.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. in meine Foodcost-Berechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer mit deinem Umsatz ohne MwSt. Für Restaurants ist das dein Umsatz inkl. MwSt. geteilt durch 1,09. Sonst sieht deine Foodcost niedriger aus als sie wirklich ist.

Was ist, wenn meine Foodcost jeden Monat anders ist?

Schwankungen von 1-2 Prozentpunkten sind normal durch Jahreszeiten und Lieferantenpreise. Bei größeren Schwankungen überprüfst du Einkauf, Portionen und Verschwendung dieses Monats.

Wie oft sollte ich meinen Zielprozentz anpassen?

Überprüfe deinen Zielprozentz jedes Quartal. Wenn Lieferantenpreise strukturell steigen oder sich dein Konzept ändert, passt du deinen Zielprozentz an die neue Realität an.

Was mache ich, wenn meine Foodcost strukturell zu hoch ist?

Beginne mit deinen 5 meistverkauften Gerichten. Überprüfe, ob die Portionen mit deinen Rezepten übereinstimmen und ob deine Preise kürzlich genug an Lieferantenpreise angepasst wurden.

Muss ich Personalessen in meine Foodcost einrechnen?

Nein, Personalessen ist eine Personalkosten, keine Foodcost. Zähle nur das, was du an zahlende Gäste servierst. So bekommst du ein klares Bild deiner Rentabilität.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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