Lokale Produzenten auf deiner Speisekarte geben dir eine Geschichte, machen aber deine Margenberechnung komplexer. Du zahlst oft einen Premiumpreis für lokale Zutaten, kannst dies aber an Gäste weitergeben, die Wert auf Herkunft legen. Die Kunst besteht darin, die Mehrkosten korrekt zu berechnen und clever zu positionieren.
Warum lokale Produzenten deine Marge beeinflussen
Lokale Produzenten berechnen oft 10-30% mehr als der Großhandel. Das hat gute Gründe: kleinerer Maßstab, weniger Zwischenhändler, höhere Qualität. Aber für deine Marge bedeutet das, dass deine Lebensmittelkosten pro Gericht steigen, es sei denn, du berechnest dies in deinen Verkaufspreis ein.
? Beispiel:
Rindfleisch vom lokalen Bauern vs. Großhandel:
- Großhandel: €18/kg
- Lokaler Bauer: €24/kg (33% teurer)
- Portion 200g: €3,60 vs €4,80
Unterschied pro Portion: €1,20
Berechne die tatsächlichen Mehrkosten
Vergleiche nicht nur den Kilopreis, sondern rechne aus, was der Unterschied pro Portion bedeutet. Addiere auch hinzu: Transport (wenn du selbst abholt), Verpackung (oft weniger Kunststoff, aber mit Kosten), und Haltbarkeit (frische Produkte verderben schneller).
⚠️ Achtung:
Lokale Produkte haben oft eine kürzere Haltbarkeit. Rechne 5-10% zusätzliche Verschwendung in deinen Kostpreis ein, besonders bei Gemüse und Milchprodukten.
Weitergabe in deinen Menüpreis
Gäste zahlen gerne 10-20% mehr für eine Geschichte über lokale Herkunft. Aber kommuniziere dies klar auf deiner Speisekarte. Schreibe nicht nur "lokal", sondern erzähle, welcher Bauer, aus welchem Dorf, warum du dich für ihn entschieden hast.
? Beispiel Margenberechnung:
Gericht mit lokalen Zutaten:
- Zutatenkosten lokal: €9,50
- Gleiches Gericht Großhandel: €7,20
- Verkaufspreis lokal: €32,00 (exkl. VAT: €29,36)
- Verkaufspreis Standard: €28,00 (exkl. VAT: €25,69)
Lebensmittelkosten lokal: 32,4% vs Standard: 28,0%
Positioniere die Geschichte, nicht den Preis
Stelle lokale Gerichte nicht neben identische Standard-Gerichte auf deiner Speisekarte. Das lädt zu Preisvergleichen ein. Mache daraus einzigartige Gerichte mit eigenen Namen und Beschreibungen. "Rindfleisch von Bauer Jansen aus Ede" fühlt sich anders an als "Rindfleisch (lokal)".
- Erzähle die Geschichte des Produzenten auf deiner Speisekarte
- Verwende den Namen des Bauern/Produzenten
- Erkläre, warum du dich für diese Wahl entschieden hast
- Mache daraus saisonale Spezialitäten
Berücksichtige Jahreszeiten in deiner Planung
Lokale Produzenten haben starke Jahreszeiten. Kartoffeln sind im Oktober billig, im Juni teuer. Plane dein Menü danach und passe deine Preise pro Jahreszeit an, oder arbeite mit wechselnden "Spezialitäten vom Bauern".
? Praktisches Beispiel:
Restaurant De Lokal hat feste Vereinbarungen mit 3 Bauern:
- Gemüsebauer: fest 25% über Großhandelspreis
- Viehzüchter: fest €22/kg für Rindfleisch
- Molkereibetrieb: €0,80/Liter Milch, €12/kg Käse
Ihre durchschnittliche Lebensmittelkostenquote: 33% vs 29% bei Konkurrenten, aber 15% höhere durchschnittliche Rechnung.
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Wie berechnest du die Marge mit lokalen Produzenten? (Schritt für Schritt)
Vergleiche alle Kosten pro Zutat
Rechne nicht nur den Kilopreis, sondern auch Transport, Verpackung und zusätzliche Verschwendung. Addiere alles für einen fairen Vergleich mit dem Großhandel.
Berechne den Unterschied pro Portion
Teile die Mehrkosten durch die Anzahl der Portionen, die du aus einer Einheit erhältst. Dies gibt dir den genauen Unterschied pro Gericht, den du weitergeben musst.
Bestimme deinen neuen Verkaufspreis
Rechne die Mehrkosten in deinen Menüpreis ein, aber addiere auch einen Aufschlag für die Geschichte. Gäste zahlen gerne 10-20% mehr für lokale Herkunft.
✨ Pro tip
Treffe Vereinbarungen mit lokalen Produzenten über feste Preise pro Jahreszeit. Dann kannst du stabile Menüpreise beibehalten und musst nicht jede Woche neu berechnen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel teurer dürfen lokale Zutaten sein?
Muss ich separate Preise pro Jahreszeit berechnen?
Wie kommuniziere ich lokale Herkunft auf meiner Speisekarte?
Was ist, wenn lokale Produkte schneller verderben?
Kann ich lokale und Standard-Zutaten mischen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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