Lieferplattformen wie Thuisbezorgd und Uber Eats sind voller Daten über deine Kunden. Welche Gerichte bestellen sie am meisten? Zu welchen Zeiten? In welchen Kombinationen? Diese Daten sind Gold wert, um dein Menü intelligenter zusammenzustellen. In diesem Artikel lernst du, wie du diese Informationen nutzt, um mehr mit Lieferungen zu verdienen.
Welche Daten kannst du aus Lieferplattformen abrufen?
Die meisten Lieferplattformen geben dir Zugang zu Berichten mit wertvollen Informationen:
- Beliebtheit pro Gericht: Wie oft wurde jedes Gericht bestellt?
- Umsatz pro Gericht: Welche Gerichte bringen am meisten ein?
- Zeitpunkte: Wann werden bestimmte Gerichte bestellt?
- Kombinationen: Welche Gerichte werden zusammen bestellt?
- Durchschnittlicher Bestellwert: Wie viel geben Kunden pro Bestellung aus?
💡 Beispiel:
Eine Pizzeria sieht in den Daten, dass ihre Margherita-Pizza 40% aller Bestellungen ausmacht, aber nur 25% des Umsatzes generiert. Ihre Quattro Stagioni wird weniger bestellt (15%), bringt aber 30% des Umsatzes ein.
Maßnahme: Bewirbe die Quattro Stagioni prominenter in der App.
Analysiere deine Rentabilität pro Gericht
Beliebtheit ist nicht dasselbe wie Rentabilität. Ein Gericht, das oft bestellt wird, kann dir wenig einbringen, wenn die Lebensmittelkosten zu hoch sind.
- Berechne Lebensmittelkosten pro Gericht: Ingredientenkosten / Verkaufspreis ohne MwSt. × 100
- Addiere Verpackungskosten: Behälter, Tüten und Aufkleber kosten auch Geld
- Ziehe Plattformgebühr ab: Normalerweise 15-30% deines Bestellwerts
💡 Rechenbeispiel:
Pasta Carbonara verkauft über Thuisbezorgd für €14,50:
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €13,30
- Ingredientenkosten: €3,80
- Verpackung: €0,45
- Plattformgebühr (25%): €3,33
Nettoertrag: €13,30 - €3,80 - €0,45 - €3,33 = €5,72 pro Portion
Identifiziere deine Menü-Gewinner und Verlierer
Teile deine Gerichte in vier Kategorien basierend auf Beliebtheit und Rentabilität ein:
- Stars: Beliebt und rentabel → Bewirbe diese Gerichte
- Plowhorses: Beliebt aber nicht rentabel → Erhöhe den Preis oder senke die Kosten
- Puzzles: Rentabel aber nicht beliebt → Gib ihnen einen Marketing-Boost
- Dogs: Nicht beliebt und nicht rentabel → Erwäge, sie zu entfernen
⚠️ Achtung:
Vergiss nicht, deine Fixkosten einzubeziehen. Ein Gericht kann rentabel aussehen, aber wenn du viel Zeit dafür aufwendest oder spezielle Zutaten einkaufen musst, kann es trotzdem verlustbringend sein.
Optimiere deine Menü-Anordnung in der App
Die Position von Gerichten in Lieferungs-Apps hat großen Einfluss darauf, was Kunden bestellen:
- Platziere rentable Gerichte oben in jeder Kategorie
- Nutze ansprechende Fotos für deine Stars und Puzzles
- Gruppiere intelligent: Platziere Beilagen neben Hauptgerichten, die oft zusammen bestellt werden
- Experimentiere mit Preisen: Teste €0,50 Erhöhungen bei beliebten Gerichten
💡 Beispiel Timing-Optimierung:
Ein asiatisches Restaurant sieht, dass ihre Nudelsuppen hauptsächlich zwischen 17:00-19:00 Uhr bestellt werden, aber ihre Wok-Gerichte mehr am Wochenende. Sie passen ihre Lagereinkäufe entsprechend an und vermeiden Verschwendung.
Messe und passe an
Datenanalyse ist keine einmalige Aktion. Überprüfe deine Zahlen monatlich und passe dein Menü an:
- Vergleiche Monat für Monat: Welche Trends siehst du?
- Teste neue Gerichte: Füge jeden Monat ein neues Gericht hinzu
- Entferne Verlierer: Gerichte, die 3 Monate schlecht abschneiden, können weg
- Saisonale Anpassungen: Warme Suppen im Winter, Salate im Sommer
Wie optimierst du dein Menü mit Plattformdaten? (Schritt für Schritt)
Lade deine Verkaufsberichte herunter
Melde dich auf deinem Dashboard von Thuisbezorgd, Uber Eats oder anderen Plattformen an. Lade die Berichte der letzten 3 Monate mit Verkaufszahlen pro Gericht herunter.
Berechne Rentabilität pro Gericht
Erstelle eine Liste deiner Ingredientenkosten, Verpackungskosten und Plattformgebühren pro Gericht. Ziehe dies von deinem Netto-Verkaufspreis ab, um deinen echten Gewinn pro Portion zu sehen.
Teile Gerichte in Kategorien ein
Erstelle vier Listen: beliebt+rentabel (Stars), beliebt+nicht rentabel (Plowhorses), nicht beliebt+rentabel (Puzzles) und nicht beliebt+nicht rentabel (Dogs).
Passe deine Menü-Anordnung an
Platziere deine Stars oben in der App, gib Puzzles bessere Fotos, erhöhe Preise von Plowhorses und erwäge, Dogs zu entfernen. Teste einen Monat lang und messe die Auswirkungen.
✨ Pro tip
Überprüfe, welche Gerichte oft zusammen bestellt werden, und erstelle Kombo-Angebote. Ein Burger + Pommes + Getränk als Paket kann deinen durchschnittlichen Bestellwert um 20-30% erhöhen.
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Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte ich meine Menü-Analyse aktualisieren?
Überprüfe deine Verkaufszahlen monatlich und passe dein Menü vierteljährlich an. Bei großen Veränderungen (Saison, neuer Konkurrenz) kannst du häufiger schauen.
Sollte ich Plattformgebühren in meine Lebensmittelkostenberechnung einbeziehen?
Ja, definitiv. Plattformgebühren sind 15-30% deines Bestellwerts. Ohne diese einzubeziehen, siehst du nicht deinen echten Gewinn pro Gericht.
Was ist, wenn mein beliebtestes Gericht nicht rentabel ist?
Versuche zunächst, die Kosten zu senken (günstigere Zutaten, kleinere Portionen). Wenn das nicht funktioniert, erhöhe dann vorsichtig den Preis in €0,50-Schritten.
Kann ich unterschiedliche Preise pro Plattform festlegen?
Ja, das ist erlaubt. Viele Restaurants berechnen 10-15% mehr bei Plattformen mit höheren Provisionen, um ihre Marge zu schützen.
Wie verhindere ich, dass Kunden bei Preiserhöhungen weglaufen?
Erhöhe schrittweise (€0,50 auf einmal), teste zuerst bei weniger beliebten Gerichten und stelle sicher, dass Qualität und Portionsgröße gleich bleiben.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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