Fixkosten und variable Kosten bestimmen, ob dein Food Truck rentabel ist. Viele Unternehmer denken nur an Zutaten, vergessen aber Kraftstoff, Standplatzmiete und Fahrzeugabschreibung. In diesem Artikel lernst du den Unterschied und wie du beide Kostenarten berechnest.
Was sind Fixkosten bei einem Food Truck?
Fixkosten zahlst du jeden Monat, unabhängig davon, wie viel du verkaufst. Auch wenn du einen Tag nicht fährst, fallen diese Kosten an.
- Fahrzeugabschreibung: Die Wertminderung deines Fahrzeugs
- Versicherung: Haftpflicht, Kaskoversicherung und Betriebshaftpflicht
- Hauptuntersuchung und Kfz-Steuer: Obligatorische Straßenkosten
- Telefon und Internet: Für Zahlungen und GPS
- Grundversicherungen: Betriebshaftpflicht und Rechtsschutz
? Beispiel Fixkosten pro Monat:
- Fahrzeugabschreibung: €800
- Versicherung: €350
- Hauptuntersuchung und Kfz-Steuer: €75
- Telefon: €45
- Verwaltungssoftware: €30
Gesamte Fixkosten: €1.300 pro Monat
Was sind variable Kosten bei einem Food Truck?
Variable Kosten steigen und fallen mit deinem Umsatz. Mehr Kunden bedeuten mehr Zutaten, mehr Kraftstoff und höhere Standplatzkosten.
- Zutaten: Lebensmittelkosten deiner Gerichte
- Kraftstoff: Diesel zum Fahren und Generator für Strom
- Standplatzkosten: Miete deines Platzes auf dem Markt oder bei Events
- Verpackung: Behälter, Becher, Besteck, Servietten
- Gas: Zum Kochen und Warmhalten
? Beispiel variable Kosten pro Tag:
Bei 100 verkauften Portionen:
- Zutaten (30% Lebensmittelkosten): €240
- Verpackung: €35
- Kraftstoff: €25
- Standplatz: €50
- Gas: €15
Gesamte variable Kosten: €365 pro Tag
Warum dieser Unterschied wichtig ist
Der Unterschied zwischen Fixkosten und variablen Kosten bestimmt deinen Break-Even-Punkt. Deine Fixkosten musst du jeden Monat wieder verdienen, unabhängig von deinem Umsatz.
⚠️ Achtung:
Viele Food-Truck-Unternehmer rechnen nur mit Zutaten und vergessen die Fixkosten. Dann sieht jedes verkaufte Gericht rentabel aus, aber am Ende des Monats bleibt nichts übrig.
Break-Even-Berechnung für Food Trucks
Um die Gewinnschwelle zu berechnen, teilst du deine Fixkosten durch deinen Deckungsbeitrag pro Gericht.
Formel: Break-Even = Fixkosten / (Verkaufspreis - Variable Kosten pro Gericht)
? Beispiel Break-Even:
Fixkosten: €1.300/Monat
Durchschnittlicher Verkaufspreis: €8,50 ohne MwSt.
Variable Kosten pro Gericht: €3,65
Deckungsbeitrag: €8,50 - €3,65 = €4,85
Break-Even: €1.300 / €4,85 = 268 Gerichte pro Monat
Kostenstruktur optimieren
Bei einem Food Truck kannst du variable Kosten leichter beeinflussen als Fixkosten. Konzentriere dich auf:
- Lebensmittelkosten senken: Bessere Einkäufe, weniger Verschwendung
- Effiziente Routen: Weniger Kraftstoff durch intelligente Planung
- Bessere Standplätze: Höherer Umsatz rechtfertigt höhere Miete
- Verpackungskosten: Einkauf in größeren Mengen
Fixkosten sind schwerer anzupassen, aber überprüfe jährlich deine Versicherungen und erwäge einen neueren, sparsameren Truck, wenn die Abschreibung zu hoch wird.
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Wie berechnest du Fixkosten und variable Kosten? (Schritt für Schritt)
Erstelle eine Liste aller monatlichen Kosten
Notiere alles, was du jeden Monat zahlst: Abschreibung, Versicherung, Kfz-Steuer, Telefon, Software. Das sind deine Fixkosten.
Berechne Kosten pro verkauftem Gericht
Addiere: Zutaten, Verpackung, Kraftstoff und Standplatzkosten pro Portion. Das sind deine variablen Kosten pro Gericht.
Bestimme deinen Break-Even-Punkt
Teile deine monatlichen Fixkosten durch deinen Deckungsbeitrag pro Gericht (Verkaufspreis minus variable Kosten). Dies ergibt die Anzahl der Gerichte, die du mindestens verkaufen musst.
✨ Pro tip
Führe eine tägliche Kasse, in der du deine Fixkosten in Tagesbeiträge umrechnest. Bei €1.300 Fixkosten pro Monat musst du jeden Arbeitstag mindestens €65 nach variablen Kosten übrig haben.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist, wenn ich meinen Truck miete, anstatt ihn zu kaufen?
Wie oft sollte ich meine Kostenberechnung aktualisieren?
Sind Standplatzkosten immer variabel?
Sollte ich meine eigene Arbeit als Kosten einrechnen?
Was ist, wenn meine variablen Kosten über 60% liegen?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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