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📝 Einkauf, Lieferanten & Strategie · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Kostprijs eines Zutaten, die ich selbst in Töpfen im Restaurant anbaue?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Selbst angebaute Zutaten haben auch Kosten, auch wenn du keinen Lieferanten bezahlst. Du investierst Zeit, Materialien und Platz, die Geld kosten. Ohne diese Kosten in deinen Foodcost einzurechnen, scheint deine Marge höher zu sein, als sie wirklich ist.

Warum selbst angebaute Zutaten Geld kosten

Viele Restaurants bauen Kräuter, Salat oder Microgreens selbst an. Das fühlt sich kostenlos an, aber es gibt versteckte Kosten, die du auf deine Gerichte umrechnen musst.

  • Samen, Blumenerde und Töpfe kosten Geld
  • Strom für Wachstumslampen oder Heizung
  • Wasser und Dünger für die Pflanzen
  • Deine Zeit oder die deines Personals
  • Platz, den du sonst für etwas anderes nutzen würdest

⚠️ Achtung:

Wenn du diese Kosten nicht einrechnest, denkst du, dass dein Gericht profitabler ist, als es wirklich ist. Das kann zu zu niedrigen Verkaufspreisen führen.

Die Kostpreis-Formel für selbst angebaute Zutaten

Du berechnest die Kostpreis pro Kilogramm oder pro Stück, indem du alle Kosten durch deine Gesamternte teilst:

Kostpreis pro kg = (Materialkosten + Arbeitskosten + Gemeinkosten) / Gesamternte in kg

💡 Beispiel: Basilikum anbauen

Du baust Basilikum in 20 Töpfen an. Pro Zyklus von 6 Wochen erhältst du 2 kg Basilikum.

  • Samen und Blumenerde: €15
  • Strom für Wachstumslampe: €25
  • Wasser und Dünger: €8
  • Arbeitskosten (2 Stunden/Woche à €15): €180

Gesamtkosten: €228 für 2 kg = €114 pro kg

Materialkosten berechnen

Addiere alle physischen Materialien, die du für einen Zyklus brauchst:

  • Samen: Preis der Samen geteilt durch die Anzahl der Zyklen, die du damit machen kannst
  • Blumenerde: Wechselst du sie jeden Zyklus oder kannst du sie wiederverwenden?
  • Töpfe: Anschaffungspreis geteilt durch Lebensdauer in Zyklen
  • Dünger: Kunstdünger, Kompost oder spezieller Pflanzendünger

Arbeitskosten einrechnen

Zeit ist Geld, auch wenn du es selbst machst. Rechne mit einem realistischen Stundensatz:

  • Säen, Umtopfen, Gießen
  • Ernten und Verarbeiten zu küchenreifen Portionen
  • Töpfe und Werkzeuge reinigen

💡 Beispiel: Arbeitskosten für Microgreens

Microgreens anbauen kostet 30 Minuten pro Woche über 3 Wochen = 1,5 Stunden insgesamt.

  • Stundensatz: €15 (was du dem Personal bezahlen würdest)
  • Arbeitskosten pro Zyklus: 1,5 × €15 = €22,50
  • Ertrag: 500 Gramm Microgreens

Arbeitskosten: €45 pro kg Microgreens

Gemeinkosten umrechnen

Auch indirekte Kosten zählen:

  • Strom: Wachstumslampen, Heizmatten
  • Wasser: Zusätzlicher Wasserverbrauch durch Besprühen
  • Platz: Miete der Quadratmeter, die du nutzt
  • Ausfälle: Nicht jeder Zyklus gelingt perfekt

⚠️ Achtung:

Rechne auch eine Ausfallquote ein. Wenn 10% deiner Ernte misslingt, musst du die Kosten auf 90% deines erwarteten Ertrags verteilen.

Von Kostpreis zu Portionspreis

Sobald du weißt, was deine Zutat pro Kilogramm kostet, rechnest du es auf deine Rezepte um:

Kosten pro Portion = (Kostpreis pro kg / 1000) × Gramm pro Portion

💡 Beispiel: Basilikum in Pasta

Dein selbst angebautes Basilikum kostet €114 pro kg. Du verwendest 5 Gramm pro Pasta.

  • Kostpreis: €114 pro kg = €0,114 pro Gramm
  • Pro Portion: 5 Gramm × €0,114 = €0,57

Zum Vergleich: frisches Basilikum vom Großhandel kostet etwa €40-60 pro kg.

Wann sich Eigenanbau lohnt

Vergleiche deinen berechneten Kostpreis mit dem Einkaufspreis der gleichen Qualität:

  • Lohnt sich: Dein Kostpreis ist niedriger als Einkauf + du hast immer Vorrat
  • Lohnt sich nicht: Dein Kostpreis ist höher, aber du willst es für Qualität oder Marketing
  • Unklar: Vergleichbarer Kostpreis, aber weniger Risiko bei Lieferproblemen

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du sowohl eingekaufte als auch selbst angebaute Zutaten mit ihrem tatsächlichen Kostpreis erfassen, damit dein Foodcost pro Gericht stimmt.

Wie berechnest du die Kostpreis von selbst angebauten Zutaten?

1

Sammle alle Materialkosten pro Zyklus

Notiere, was du für Samen, Blumenerde, Töpfe und Dünger in einer vollständigen Anbaurunde ausgibst. Teile langlebige Materialien (Töpfe, Behälter) durch die Anzahl der Zyklen, die du damit machen kannst.

2

Berechne Arbeitskosten realistisch

Notiere, wie viel Zeit du pro Woche für Säen, Pflegen und Ernten aufwendest. Multipliziere mit einem realistischen Stundensatz (€15-20 pro Stunde) und addiere für den gesamten Zyklus.

3

Addiere Gemeinkosten und Verluste

Rechne Strom, zusätzliches Wasser und Platzkosten ein. Vergiss nicht die Ausfallquote: Wenn 10% misslingt, teile deine Kosten durch 90% deines erwarteten Ertrags.

4

Teile Gesamtkosten durch tatsächliche Ernte

Kostpreis pro kg = (Material + Arbeit + Gemeinkosten) / Gesamternte in kg. Wiege deine Ernte in Grammen für die genaueste Berechnung.

5

Vergleiche mit Einkaufspreis von vergleichbarer Qualität

Prüfe, ob deine selbst angebaute Zutat günstiger ist als der Einkauf beim Großhandel. Berücksichtige auch Qualität und Verfügbarkeit in deiner Entscheidung.

✨ Pro tip

Wiege deine Ernte immer in Grammen und notiere pro Zyklus, was du tatsächlich geerntet hast. Im Durchschnitt über 3-4 Zyklen erhältst du den zuverlässigsten Kostpreis für deine Rezepte.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Soll ich meine eigene Zeit als Arbeitskosten einrechnen?

Ja, unbedingt. Zeit ist Geld, auch wenn du es selbst machst. Rechne mit dem Betrag, den du dem Personal für die gleiche Arbeit zahlen würdest, normalerweise €15-20 pro Stunde.

Wie berechne ich Stromkosten für Wachstumslampen?

Prüfe die Wattzahl deiner Lampe und multipliziere mit Betriebsstunden pro Tag × Tage pro Zyklus × €0,30 pro kWh. Eine 50W-Lampe, die 12 Stunden pro Tag brennt, kostet etwa €0,18 pro Tag.

Was ist, wenn meine selbst angebaute Zutat teurer ist als der Einkauf?

Dann baust du für Qualität, Marketing oder Liefersicherheit an. Rechne aber den tatsächlichen Kostpreis in deinen Foodcost ein, sonst stimmt deine Gewinnmarge nicht.

Soll ich fehlgeschlagene Ernten in die Berechnung einbeziehen?

Ja, rechne eine realistische Ausfallquote ein. Wenn 10% deiner Zyklen misslingen, teile deine Kosten durch 90% deines erwarteten Gesamtertrags.

Wie oft soll ich meinen Kostpreis neu berechnen?

Bei jeder Preisänderung von Materialien oder wenn sich deine Arbeitsweise ändert. Prüfe mindestens vierteljährlich, ob deine Kosten noch mit der Realität übereinstimmen.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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