Food Hubs bieten Restaurants Zugang zu lokalen Produkten, aber die Kostenstruktur unterscheidet sich von traditionellen Lieferanten. Du zahlst oft eine Mitgliedschaftsgebühr, hast andere Mindestbestellmengen und musst Gemeinschaftseinkäufe berücksichtigen. Dieser Artikel erklärt, wie du die tatsächlichen Einkaufskosten bei der Teilnahme an einem lokalen Food Hub berechnest.
Was ist ein Food Hub?
Ein Food Hub ist eine kooperative Einkaufsorganisation, in der Restaurants gemeinsam lokale Produkte einkaufen. Du bestellst über eine gemeinsame Plattform und holst an einem Ort ab oder erhältst kollektive Lieferungen. Dies gibt Zugang zu kleineren lokalen Lieferanten, die normalerweise nicht an einzelne Restaurants liefern.
Die Kostenstruktur von Food Hubs
Food Hubs funktionieren anders als normale Lieferanten. Du hast es mit folgendem zu tun:
- Mitgliedschaftsgebühr: Oft €50-200 pro Monat
- Mindestbestellwert: Normalerweise niedriger als bei großen Lieferanten
- Kollektive Lieferung: Fester Tag pro Woche
- Saisonales Angebot: Nicht alles ist immer verfügbar
💡 Beispiel:
Restaurant De Lokaal kauft über den Food Hub 'Streekproducten Centraal':
- Mitgliedschaft: €75/Monat
- Wöchentliche Bestellung: €300
- Lieferkosten: €15/Lieferung
- Monatlicher Einkauf: €1.275
Gesamtkosten: €1.275 + €75 + (€15 × 4) = €1.410/Monat
Berechne deinen tatsächlichen Einkaufspreis pro Kilo
Der Preis, den du auf der Plattform siehst, ist nicht dein tatsächlicher Kostpreis. Du musst alle zusätzlichen Kosten auf deinen Einkauf verteilen:
Formel:
Tatsächlicher Kostpreis = (Produktpreis + (Monatskosten ÷ Monatseinkauf)) pro Kilo
💡 Beispielberechnung:
Bio-Möhren kosten €2,80/kg über den Food Hub.
- Monatliche Zusatzkosten: €135 (€75 + €60 Lieferung)
- Gesamter monatlicher Einkauf: €1.275
- Zusatzkosten pro Euro Einkauf: €135 ÷ €1.275 = 10,6%
Tatsächlicher Preis Möhren: €2,80 × 1,106 = €3,10/kg
Vergleich mit regulären Lieferanten
Um zu wissen, ob der Food Hub günstiger ist, vergleichst du die Gesamtkosten:
- Produktpreis: Food Hub oft 10-20% teurer
- Lieferkosten: Oft niedriger durch kollektive Lieferung
- Mindestbestellungen: Normalerweise flexibler
- Qualität/Frische: Oft besser durch kürzere Lieferkette
⚠️ Achtung:
Food Hubs haben oft begrenzte Auswahl. Rechne nicht mit 100% deines Einkaufs über den Hub. Plane eine Mischung mit regulären Lieferanten.
Berücksichtige Jahreszeiten
Lokale Produkte sind saisonabhängig. Deine Einkaufskosten schwanken mehr als bei großen Lieferanten:
- Sommer: Gemüse günstiger, mehr Auswahl
- Winter: Begrenzte Auswahl, höhere Preise
- Planung: Speisekarte an Verfügbarkeit anpassen
💡 Praktisches Beispiel:
Restaurant 't Seizoen passt Speisekarte an Food Hub Angebot an:
- Mai-September: 60% Einkauf über Food Hub
- Oktober-April: 30% Einkauf über Food Hub
- Durchschnittliche Mehrkosten: 8% auf Gesamteinkauf
- Marketing-Vorteil: 'lokal' Geschichte rechtfertigt 5% höheren Menüpreis
Verwaltung und Planung
Food Hubs erfordern mehr Planung als normale Lieferanten:
- Bestellzeitpunkt: Oft 48-72 Stunden vorher
- Fester Liefertag: Weniger Flexibilität
- Bestandsplanung: Größere Puffer erforderlich
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du verschiedene Lieferanten nebeneinander verwalten und den tatsächlichen Kostpreis pro Gericht berechnen, auch wenn du Zutaten aus verschiedenen Quellen bezieht.
Wie berechnest du die tatsächlichen Einkaufskosten über einen Food Hub?
Inventarisiere alle monatlichen Kosten
Addiere: Mitgliedschaftsgebühr, Lieferkosten pro Lieferung, eventuell Servicegebühren. Multipliziere Lieferkosten mit der Anzahl der Lieferungen pro Monat.
Berechne deinen durchschnittlichen monatlichen Einkauf
Schau dir deine Bestellungen der letzten 3 Monate an. Teile durch 3 für einen realistischen Durchschnitt. Zähle nur die Produktkosten, nicht die Zusatzkosten.
Berechne den Aufschlag pro Euro Einkauf
Teile deine monatlichen Zusatzkosten durch deinen durchschnittlichen monatlichen Einkauf. Diesen Prozentsatz addierst du zu jedem Produktpreis für deinen tatsächlichen Kostpreis.
✨ Pro tip
Verhandle über die Mitgliedschaftsgebühr, wenn du große Mengen einkaufst. Viele Food Hubs bieten Rabatte bei monatlichen Einkäufen über €2.000.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Food Hub günstiger als normale Lieferanten?
Nicht immer. Die Produktpreise sind oft 10-20% höher, aber du sparst bei Lieferkosten und Mindestbestellungen. Berechne die Gesamtkosten, um zu vergleichen.
Kann ich meinen gesamten Einkauf über einen Food Hub tätigen?
Normalerweise nicht. Food Hubs haben begrenzte Auswahl und sind saisonabhängig. Plane mit 30-60% deines Einkaufs, je nach Menütyp und Jahreszeit.
Wie gehe ich mit wechselnder Verfügbarkeit um?
Baue Flexibilität in deine Speisekarte ein. Arbeite mit Saisonkarten oder Tagesspecials. Halte immer einen Backup-Lieferanten für Grundprodukte bereit.
Muss ich VAT auf die Mitgliedschaftsgebühr zahlen?
Ja, Mitgliedschaftsgebühren enthalten normalerweise 21% VAT. Überprüfe deine Rechnung und ziehe dies für deine Kostprisberechnung ab, wie bei anderen Lieferanten.
Wie verwalte ich verschiedene Lieferanten in meiner Kostpreis?
Notiere pro Zutat, welchen Lieferanten du verwendest und was der tatsächliche Preis inklusive aller Aufschläge ist. Aktualisiere dies monatlich, wenn sich Preise ändern.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Optimieren Sie Ihren Einkauf mit Daten
Wissen Sie genau, welcher Lieferant am günstigsten ist und wie Preisänderungen Ihre Margen beeinflussen. KitchenNmbrs verknüpft Einkauf direkt mit Rezeptkosten. 14 Tage kostenlos testen.
Kostenlose Testversion starten →