Ein Social-Media-Manager kostet dich durchschnittlich €800-2500 pro Monat, aber wo buchst du das in deiner Gewinn- und Verlustrechnung? Viele Restaurantbesitzer sind unsicher, ob dies unter Marketing fällt oder zu den Personalkosten gehört. Die richtige Buchführung verhindert Überraschungen bei deinem Buchhalter und gibt dir einen besseren Überblick über dein tatsächliches Marketingbudget.
Social Media: Marketing oder Personalkosten?
Die Position in deiner Gewinn- und Verlustrechnung hängt davon ab, wie du mit deinem Social-Media-Manager zusammenarbeitest:
- Externer Freelancer/Agentur: Marketingkosten
- Angestellter Mitarbeiter: Personalkosten
- Selbst machen + Tools: Marketingkosten (Tools) + deine Zeit
💡 Beispiel externer Social-Media-Manager:
Bistro De Smulhoek arbeitet mit einem Freelancer für €1200/Monat
- Social-Media-Management: €1200
- Fotografie (1x/Monat): €300
- Bezahlte Anzeigen: €400
Gesamte Marketingkosten: €1900/Monat
Personalkosten vs. Marketingkosten
Der Unterschied ist wichtig für deine Zahlen:
Bei Personalkosten rechnest du mit:
- Bruttolohn
- Arbeitgeberabgaben (Sozialversicherung, ca. 25%)
- Urlaubsgeld und 13. Monatsgehalt
- Eventuell Rente und Fahrkostenerstattung
Bei Marketingkosten rechnest du mit:
- Rechnung von Freelancer/Agentur (inkl. MwSt.)
- Kosten für Content-Tools (Canva, Later, etc.)
- Werbebudget auf Plattformen
💡 Beispiel angestellter Mitarbeiter:
Restaurant Luna stellt jemanden für 20 Stunden/Woche an
- Bruttolohn: €1400/Monat
- Arbeitgeberabgaben: €350/Monat
- Urlaubsgeld: €117/Monat (8,33%)
- Tools und Anzeigen: €200/Monat
Personalkosten: €1867/Monat + €200 Marketing = €2067 gesamt
Was ist normal für Social-Media-Ausgaben?
Übliche Prozentsätze deines Umsatzes:
- Gesamtes Marketing: 3-8% des Umsatzes
- Social-Media-Anteil: 1-3% des Umsatzes
- Bezahlte Anzeigen: 0,5-2% des Umsatzes
⚠️ Achtung:
Rechne Social-Media-Kosten immer auf deinen Menüpreis um. Wenn du €2000/Monat ausgibst und 1000 Gäste bedienst, kostet dich Social Media €2 pro Gast.
ROI von Social Media messen
Verfolge diese Zahlen, um zu sehen, ob es rentabel ist:
- Neue Follower pro Monat: Wachstum deiner Reichweite
- Website-Klicks: Wie viel Traffic von Social Media
- Reservierungen über Social: Direkte Konvertierung
- Umsatz pro Social-Media-Euro: ROI-Berechnung
💡 ROI-Berechnung:
Wenn du €1500/Monat für Social Media ausgibst und dies 50 zusätzliche Gäste bringt:
- Durchschnittliche Rechnung: €35
- Zusätzlicher Umsatz: 50 × €35 = €1750
- ROI: (€1750 - €1500) / €1500 = 17% Rendite
Das ist eine gesunde ROI für Marketing.
Verwaltung und MwSt.
Vergiss diese praktischen Dinge nicht:
Bei externen Partnern:
- Fordere immer eine Rechnung mit MwSt. an
- MwSt. kannst du zurückfordern (wenn du MwSt.-pflichtig bist)
- Bewahre alle Rechnungen für deine Buchhaltung auf
Bei Mitarbeitern:
- Lohnsteuer und Sozialversicherung einbehalten
- Lohnsteueranmeldung monatlich
- Arbeitsvertrag mit klaren Aufgaben
Wie buchst du Social-Media-Kosten in deiner Gewinn- und Verlustrechnung?
Bestimme die Art der Zusammenarbeit
Externer Freelancer/Agentur = Marketingkosten. Angestellter Mitarbeiter = Personalkosten. Dies bestimmt, wo es in deiner Gewinn- und Verlustrechnung erscheint.
Berechne die gesamten monatlichen Kosten
Addiere: Management-Gebühr, Tools, Werbebudget und bei Mitarbeitern auch Arbeitgeberabgaben und Urlaubsgeld. Rechne alles auf einen monatlichen Betrag um.
Überprüfe, ob der Prozentsatz stimmt
Gesamte Social-Media-Kosten sollten zwischen 1-3% deines Umsatzes liegen. Bei €50.000 Umsatz/Monat sind €500-1500 für Social Media normal.
Teile die Kosten korrekt auf
Setze Management auf Marketing, Werbebudget auf Marketing, und bei Mitarbeitern das Gehalt auf Personalkosten. Halte dies konsequent durch.
✨ Pro tip
Bitte deinen Social-Media-Manager, monatlich zu berichten, wie viele neue Follower, Website-Klicks und Reservierungen es gab. So kannst du die ROI berechnen und bei Bedarf anpassen.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich Social-Media-Kosten von der Steuer abziehen?
Ja, als Unternehmer kannst du sowohl externe Kosten als auch Personalkosten für Social Media abziehen. Bewahre alle Rechnungen und Verträge gut auf.
Was ist, wenn ich selbst Social Media neben dem Betrieb meines Restaurants mache?
Dann hast du nur Kosten für Tools (€20-100/Monat) und Anzeigen. Deine eigene Zeit rechnest du nicht als Kosten, aber als entgangene Einnahmen.
Wie viel sollte ich für bezahlte Anzeigen auf Social Media ausgeben?
Beginne mit €10-20 pro Tag (€300-600/Monat) und schau, was es bringt. Erfolgreiche Restaurants geben oft 0,5-2% ihres Umsatzes für Social Ads aus.
Kann ein Social-Media-Manager auch andere Marketing-Aufgaben übernehmen?
Ja, viele Manager machen auch Website-Updates, Newsletter und Fotografie. Verteile die Kosten dann auf die verschiedenen Marketing-Aktivitäten.
Wie weiß ich, ob meine Social-Media-Investition rentabel ist?
Messe, wie viele neue Gäste du über Social Media bekommst und multipliziere dies mit deiner durchschnittlichen Rechnung. Wenn dies höher ist als deine Kosten, ist es rentabel.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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