Deine Speisekarte besteht seit Jahren aus den gleichen Gerichten, aber deine Lieferanten haben ihre Preise erhöht. Inzwischen verkaufst du dein Steak immer noch für €28, obwohl das Fleisch 20% teurer wurde. Das ist einer der häufigsten Gründe, warum Restaurants stillschweigend weniger verdienen, ohne es zu bemerken.
Warum das so gefährlich ist
Das Problem liegt in der schleichenden Erosion deiner Margen. Du merkst es nicht von einem Tag auf den anderen, aber über ein Jahr hinweg kann dich das Tausende von Euro kosten.
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer denken, dass ihr Umsatz gleich bleibt, also ist alles in Ordnung. Aber deine Lebensmittelkosten können stillschweigend von 30% auf 38% gestiegen sein, ohne dass du es merkst.
Überprüfe zunächst deine aktuelle Situation
Bevor du die Preise anpasst, musst du wissen, wo du gerade stehst. Nimm deine 5 meistverkauften Gerichte und rechne aus, was sie jetzt wirklich kosten.
? Beispiel:
Dein Steak für €28,00 (inkl. 19% VAT):
- Verkaufspreis ohne VAT: €23,53
- Fleisch (200g à €32/kg): €6,40
- Gemüse und Beilage: €2,80
- Sauce und Butter: €1,20
Lebensmittelkosten: €10,40 / €23,53 = 44,2%
Das ist viel zu hoch. Üblich sind 28-35%.
Deine Optionen zur Lösung
Du hast vier Möglichkeiten, um deine Margen wieder auf Vordermann zu bringen:
- Preise erhöhen: Am wirksamsten, erfordert aber Mut
- Portionen verkleinern: Weniger auffällig, aber Gäste bemerken es
- Zutaten ersetzen: Nach günstigeren Alternativen suchen
- Gerichte streichen: Unrentable Artikel von der Karte nehmen
Strategie: Schrittweise Preiserhöhung
Erhöhe nicht alles auf einmal um 15%. Das fällt zu sehr auf. Mach es intelligent und schrittweise.
? Beispiel für schrittweisen Ansatz:
Monat 1: Erhöhe deine 3 teuersten Gerichte um €2-3
Monat 3: Neue Speisekarte mit allen angepassten Preisen
Monat 6: Evaluiere und eventuell noch eine kleine Anpassung
Alternative: Intelligente Zutatenwechsel
Manchmal kannst du den gleichen Geschmack mit günstigeren Zutaten bewahren:
- Mischung aus Premium- und Standard-Zutaten
- Saisonale Alternativen
- Andere Lieferanten vergleichen
- Größere Verpackungen kaufen
? Beispiel für Zutatenwechsel:
Statt 200g Entrecôte (€32/kg):
- 180g Entrecôte + reichhaltigere Sauce: spart €1,60
- Bavette (€24/kg) statt Entrecôte: spart €1,60
- Mischung aus Premium-Gemüse: kompensiert günstigeres Fleisch
Wie du das deinen Gästen kommunizierst
Sei ehrlich, aber positiv über Veränderungen:
- "Neue Saisonkarte mit frischen Zutaten"
- "Erneuerte Rezepte von unserem Chef"
- Konzentriere dich auf Qualität, nicht auf Preis
- Führe 1-2 neue Gerichte als Ablenkung ein
Messe das Ergebnis
Überwache nach den Anpassungen sorgfältig, ob es funktioniert:
- Lebensmittelkostenanteil pro Gericht
- Anzahl verkaufter Portionen (sinken sie?)
- Gesamtumsatz und Gewinn
- Beschwerden oder Anmerkungen von Gästen
Wie gehst du eine veraltete Speisekarte an? (Schritt für Schritt)
Analysiere deine aktuellen Lebensmittelkosten
Berechne für deine 5 meistverkauften Gerichte die tatsächlichen Zutatenkosten. Teile dies durch deinen Verkaufspreis ohne VAT und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz.
Bestimme deine Strategie pro Gericht
Gerichte über 35% Lebensmittelkosten müssen angepackt werden. Wähle pro Gericht: Preis erhöhen, Portion verkleinern, Zutat ersetzen oder von der Karte streichen.
Führe schrittweise durch
Beginne mit deinen teuersten Gerichten und erhöhe zunächst deren Preise. Warte 2-3 Monate und passe dann den Rest an. Das fällt weniger auf, als alles auf einmal zu tun.
✨ Pro tip
Beginne mit dem teuersten Gericht auf deiner Karte. Wenn du dort €2-3 mehr verlangen kannst, ohne dass Gäste wegbleiben, hast du sofort die größte Auswirkung auf deinen Gewinn.
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Häufig gestellte Fragen
Um wie viel darf ich meine Preise erhöhen, ohne Kunden zu verlieren?
Woher weiß ich, ob meine Lebensmittelkosten zu hoch sind?
Ist es besser, Portionen zu verkleinern als Preise zu erhöhen?
Was ist, wenn Kunden sich über die neuen Preise beschweren?
Wie oft sollte ich meine Speisekarte-Preise aktualisieren?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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