Lieferplattformen verlangen manchmal Provisionen von 25-35%, was deine Marge fast aufzehrt. Das ist ein schmerzhaftes Dilemma: ohne die Plattform weniger Kunden, mit der Plattform kaum Gewinn. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du diese Situation analysierst und welche Optionen du hast.
Berechne zuerst deine echte Marge
Bevor du Entscheidungen triffst, musst du wissen, wie viel du wirklich pro Bestellung übrig behältst. Viele Unternehmer schauen nur auf die Provision, vergessen aber andere Kosten.
? Beispielberechnung:
Bestellung von €25,00 (inkl. 9% MwSt.):
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €22,94
- Plattformprovisionen (30%): €6,88
- Lebensmittelkosten (32%): €7,34
- Verpackungskosten: €1,50
Netto übrig: €7,22 (31% des Umsatzes)
Diese €7,22 muss dein Personal, Miete, Energie und Gewinn decken. Für viele Betriebe ist das zu wenig.
Drei strategische Optionen
Du hast drei Hauptwahlmöglichkeiten, jede mit Vor- und Nachteilen:
Option 1: Preise auf der Plattform erhöhen
Erhöhe deine Preise um 15-25% auf Lieferplattformen, um die Provision auszugleichen. Nachteil: du wirst teurer als Konkurrenten. Vorteil: du behältst die gleiche Marge.
? Beispiel Preiserhöhung:
Pasta Carbonara im Restaurant: €18,50
- Auf Lieferplattform: €22,50
- Erhöhung: €4,00 (22%)
- Kompensiert Provision von 30%
Option 2: Niedrigere Marge akzeptieren
Behalte deine Preise gleich und akzeptiere, dass Lieferung weniger rentabel ist. Sieh es als Marketing: neue Kunden lernen dein Geschäft kennen und kommen später vielleicht zum Essen vorbei.
Option 3: Die Plattform beenden
Wenn die Provision deinen Gewinn zu sehr aufzehrt, kannst du aufhören. Konzentriere dich dann auf eigene Lieferung, Abholung oder mehr Gäste im Restaurant.
⚠️ Achtung:
Berechne, wie viel Umsatz du verlierst, wenn du aufhörst. Manchmal ist niedrige Marge besser als kein Umsatz.
Eigene Lieferung als Alternative
Eigene Lieferung kann eine Lösung sein, hat aber auch Kosten:
- Lieferfahrer: €15-20 pro Stunde
- Kraftstoff und Verschleiß: €0,30 pro km
- Versicherung und Verwaltung
- Eigene Website und Bestellsystem
Berechne, ob eigene Lieferung günstiger ist als Plattformprovisionen. Oft liegt der Break-Even-Punkt bei etwa 15-20 Bestellungen pro Tag.
Hybride Strategie
Viele erfolgreiche Betriebe kombinieren Plattformen mit eigenen Kanälen:
- Bleibe auf Plattformen für Reichweite und neue Kunden
- Förderung direkter Bestellungen über deine eigene Website
- Biete Vorteil für direkte Bestellung (Rabatt, kostenloses Dessert)
- Baue einen Kundenstamm für direkte Vermarktung auf
? Beispiel Hybrid-Ansatz:
Pizzeria mit 60% Plattform, 40% eigene Lieferung:
- Plattform-Bestellungen: niedrigere Marge aber mehr Volumen
- Eigene Bestellungen: höhere Marge, Stammkunden
- Durchschnittliche Marge: akzeptables Niveau
KitchenNmbrs für Lieferanalyse
Mit einer App wie KitchenNmbrs kannst du genau berechnen, was jedes Gericht kostet, einschließlich Verpackung, und verschiedene Szenarien durchrechnen. Du siehst sofort die Auswirkung von Provisionen auf deine Marge pro Gericht.
Wie analysierst du die Auswirkung der Plattformprovisionen? (Schritt für Schritt)
Berechne deine echten Kosten pro Bestellung
Addiere: Lebensmittelkosten + Verpackungskosten + Plattformprovisionen. Rechne mit Verkaufspreis ohne MwSt. Das gibt dir die echten Kosten.
Bestimme deine Mindestmarge pro Bestellung
Wie viel muss übrig bleiben, um Personal, Miete und Gewinn zu decken? Für die meisten Betriebe sind das mindestens 25-30% des Umsatzes.
Rechne drei Szenarien durch
Szenario 1: Preise erhöhen. Szenario 2: niedrigere Marge akzeptieren. Szenario 3: Plattform beenden. Berechne die Auswirkung auf Umsatz und Gewinn.
✨ Pro tip
Überprüfe, welcher Prozentsatz deiner Plattformkunden auch zum Essen ins Restaurant kommt. Wenn dieser hoch ist, kannst du Lieferung als Marketing mit niedriger Marge, aber hohem Kundenwert sehen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich mit Lieferplattformen über die Provision verhandeln?
Welcher Provisionssatz ist akzeptabel?
Muss ich MwSt. auf die Provision zahlen?
Wie förderst du direkte Bestellungen?
Wann ist eigene Lieferung rentabel?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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