Eine Kaffee-Ecke oder ein Takeaway hinzuzufügen kann zusätzliche Umsätze generieren, erfordert aber eine Investition. Viele Restaurantbesitzer denken, dass mehr Verkauf automatisch mehr Gewinn bedeutet, aber das stimmt nicht immer. Du musst berechnen, ob der zusätzliche Umsatz die Kosten für die Erweiterung aufwiegt.
Berechne deinen Break-Even-Punkt
Bevor du mit dem Umbau beginnst, musst du wissen, wie viel zusätzlichen Umsatz du brauchst, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Dies hängt von deinen Fixkosten (Ausrüstung, Genehmigungen) und variablen Kosten pro Produkt ab.
💡 Beispiel Kaffee-Ecke:
Einmalige Investition:
- Espressomaschine: €8.000
- Mühle: €1.500
- Umbau: €5.000
- Genehmigungen: €500
Gesamt: €15.000
Bei einer durchschnittlichen Kaffee-Marge von €2,50 pro Tasse brauchst du 6.000 Tassen Kaffee, um deine Investition zurückzuverdienen (€15.000 ÷ €2,50). Bei 50 Tassen pro Tag dauert das 120 Arbeitstage, also 6 Monate.
Analysiere deinen vorhandenen Platz und deine Kapazität
Eine Kaffee-Ecke oder ein Takeaway benötigt Platz, den du möglicherweise anders nutzt. Berechne, wie viele Sitzplätze du verlierst und welche Umsatzausfälle das bedeutet.
💡 Beispiel Platzverlust:
Du verlierst 2 Tische (8 Stühle) für eine Kaffee-Ecke:
- Durchschnittliche Rechnung: €25 pro Person
- Verlust pro Service: 8 × €25 = €200
- Bei 2 Services pro Tag: €400 entgangene Einnahmen
Pro Monat: €12.000 entgangene Restaurantumsätze
Deine Kaffee-Ecke muss also mindestens €12.000 pro Monat Umsatz generieren, um dies auszugleichen. Bei €4 pro Kaffee bedeutet das 3.000 Tassen pro Monat, also 100 pro Tag.
Überprüfe den Markt und den Wettbewerb
Schau dir deine Umgebung an: Wie viele Kaffeeläden gibt es bereits? Was verlangen sie? Gibt es Büros oder Schulen in der Nähe, die Takeaway abnehmen?
- Morgenspitze: Büropersonal, das schnell Kaffee möchte
- Mittagspause: Kombination aus Kaffee und leichtem Essen
- Nachmittag: Einkäufer und Touristen
- Abend: Kaffee nach dem Dinner
⚠️ Achtung:
Eine Kaffee-Ecke erfordert andere Öffnungszeiten. Wenn du jetzt um 17:00 Uhr schließt, aber die Kaffee-Ecke bis 20:00 Uhr offen sein muss, brauchst du zusätzliches Personal. Rechne diese Kosten ein.
Berechne die Betriebskosten
Neben der Investition hast du monatliche Kosten für Zutaten, zusätzliches Personal und Wartung. Diese müssen durch die Marge auf deinen Kaffee- und Takeaway-Produkten gedeckt werden.
💡 Beispiel monatliche Kosten:
- Zusätzliches Personal (20h/Woche): €2.000
- Kaffeebohnen und Milch: €800
- Takeaway-Verpackungen: €300
- Wartung der Ausrüstung: €200
Gesamt pro Monat: €3.300
Bei einer Marge von €2,50 pro Kaffee brauchst du 1.320 Tassen pro Monat, um diese Kosten zu decken. Das sind 44 Tassen pro Tag bei 30 Arbeitstagen.
Teste das Konzept im kleinen Maßstab
Bevor du die vollständige Investition tätigst, kannst du mit einem mobilen Kaffee-Wagen oder einer temporären Einrichtung testen. So siehst du, ob es wirklich Nachfrage nach Kaffee und Takeaway gibt.
- Kaffee-Wagen mieten: €200-400 pro Woche
- Pop-up-Einrichtung: Nutze deine vorhandene Bar für Kaffee
- Takeaway-Menü: Starte mit 3-5 Gerichten
- 4 Wochen lang messen: Anzahl der Verkäufe pro Tag und Tageszeit
Wenn du in der Testphase durchschnittlich 60+ Kaffees pro Tag verkaufst, ist eine permanente Kaffee-Ecke wahrscheinlich rentabel.
Wie entscheidest du Schritt für Schritt?
Berechne die Gesamtinvestition
Addiere alle Kosten: Ausrüstung, Umbau, Genehmigungen und Einrichtung. Dies wird deine Break-Even-Basis.
Bestimme deine Marge pro Produkt
Berechne, was du pro Kaffee und Takeaway-Artikel verdienst, nach Abzug der Zutaten. Durchschnittlich €2-3 pro Kaffee, €4-6 pro Takeaway-Gericht.
Berechne entgangene Restaurantumsätze
Wenn du Platz verlierst, berechne, wie viel Restaurantumsatz dir entgeht. Dies muss dein Kaffee/Takeaway kompensieren.
Teste 4 Wochen mit temporärer Einrichtung
Miete einen Kaffee-Wagen oder nutze deine vorhandene Bar. Messe täglich, wie viel du verkaufst und zu welchen Zeiten.
Berechne die Amortisationszeit
Teile deine Gesamtinvestition durch deinen monatlichen Nettogewinn aus dem Test. Kürzer als 12 Monate = go, länger = no go.
✨ Pro tip
Starte nur mit Kaffee und füge nach 3 Monaten Takeaway hinzu. So lernst du die Kaffee-Ecke kennen, ohne dir zu viel auf einmal aufzuhalsen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tassen Kaffee muss ich verkaufen, um rentabel zu sein?
Das hängt von deiner Investition und Marge ab. Bei einer Investition von €15.000 und €2,50 Marge pro Tasse brauchst du 6.000 Tassen. Plus deine monatlichen Kosten: oft noch 40-50 Tassen pro Tag zusätzlich.
Kann ich Takeaway mit meiner vorhandenen Küche kombinieren?
Ja, aber stelle sicher, dass deine Takeaway-Gerichte schnell zubereitet sind und deinen Restaurantservice nicht verlangsamen. Denke an Salate, Suppen und Gerichte, die du vorbereiten kannst.
Was ist, wenn mein Test nicht gut läuft?
Dann hast du für ein paar hundert Euro getestet, statt tausende zu investieren. Besser eine kleine Enttäuschung als ein großer finanzieller Fehler.
Wie weiß ich, ob es genug Nachfrage in meiner Gegend gibt?
Zähle die Büros, Schulen und Geschäfte innerhalb von 200 Metern. Schau dir vorhandene Kaffeeläden an: sind sie voll? Gibt es lange Schlangen? Dann gibt es wahrscheinlich Platz für mehr.
Muss ich andere Öffnungszeiten für Kaffee haben?
Oft ja. Kaffee verkauft sich gut von 7:00-10:00 und 14:00-17:00 Uhr. Wenn dein Restaurant erst um 12:00 Uhr öffnet, verpasst du die Morgenspitze. Rechne zusätzliches Personal für diese Stunden in deine Kosten ein.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
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In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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