📝 Szenarien & Entscheidungshilfen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie entscheide ich, ob ich eine Kaffee-Ecke oder ein Takeaway-Konzept hinzufüge, um zusätzliche Umsätze zu generieren?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Eine Kaffee-Ecke oder ein Takeaway hinzuzufügen kann zusätzliche Umsätze generieren, erfordert aber eine Investition. Viele Restaurantbesitzer denken, dass mehr Verkauf automatisch mehr Gewinn bedeutet, aber das stimmt nicht immer. Du musst berechnen, ob der zusätzliche Umsatz die Kosten für die Erweiterung aufwiegt.

Berechne deinen Break-Even-Punkt

Bevor du mit dem Umbau beginnst, musst du wissen, wie viel zusätzlichen Umsatz du brauchst, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Dies hängt von deinen Fixkosten (Ausrüstung, Genehmigungen) und variablen Kosten pro Produkt ab.

💡 Beispiel Kaffee-Ecke:

Einmalige Investition:

  • Espressomaschine: €8.000
  • Mühle: €1.500
  • Umbau: €5.000
  • Genehmigungen: €500

Gesamt: €15.000

Bei einer durchschnittlichen Kaffee-Marge von €2,50 pro Tasse brauchst du 6.000 Tassen Kaffee, um deine Investition zurückzuverdienen (€15.000 ÷ €2,50). Bei 50 Tassen pro Tag dauert das 120 Arbeitstage, also 6 Monate.

Analysiere deinen vorhandenen Platz und deine Kapazität

Eine Kaffee-Ecke oder ein Takeaway benötigt Platz, den du möglicherweise anders nutzt. Berechne, wie viele Sitzplätze du verlierst und welche Umsatzausfälle das bedeutet.

💡 Beispiel Platzverlust:

Du verlierst 2 Tische (8 Stühle) für eine Kaffee-Ecke:

  • Durchschnittliche Rechnung: €25 pro Person
  • Verlust pro Service: 8 × €25 = €200
  • Bei 2 Services pro Tag: €400 entgangene Einnahmen

Pro Monat: €12.000 entgangene Restaurantumsätze

Deine Kaffee-Ecke muss also mindestens €12.000 pro Monat Umsatz generieren, um dies auszugleichen. Bei €4 pro Kaffee bedeutet das 3.000 Tassen pro Monat, also 100 pro Tag.

Überprüfe den Markt und den Wettbewerb

Schau dir deine Umgebung an: Wie viele Kaffeeläden gibt es bereits? Was verlangen sie? Gibt es Büros oder Schulen in der Nähe, die Takeaway abnehmen?

  • Morgenspitze: Büropersonal, das schnell Kaffee möchte
  • Mittagspause: Kombination aus Kaffee und leichtem Essen
  • Nachmittag: Einkäufer und Touristen
  • Abend: Kaffee nach dem Dinner

⚠️ Achtung:

Eine Kaffee-Ecke erfordert andere Öffnungszeiten. Wenn du jetzt um 17:00 Uhr schließt, aber die Kaffee-Ecke bis 20:00 Uhr offen sein muss, brauchst du zusätzliches Personal. Rechne diese Kosten ein.

Berechne die Betriebskosten

Neben der Investition hast du monatliche Kosten für Zutaten, zusätzliches Personal und Wartung. Diese müssen durch die Marge auf deinen Kaffee- und Takeaway-Produkten gedeckt werden.

💡 Beispiel monatliche Kosten:

  • Zusätzliches Personal (20h/Woche): €2.000
  • Kaffeebohnen und Milch: €800
  • Takeaway-Verpackungen: €300
  • Wartung der Ausrüstung: €200

Gesamt pro Monat: €3.300

Bei einer Marge von €2,50 pro Kaffee brauchst du 1.320 Tassen pro Monat, um diese Kosten zu decken. Das sind 44 Tassen pro Tag bei 30 Arbeitstagen.

Teste das Konzept im kleinen Maßstab

Bevor du die vollständige Investition tätigst, kannst du mit einem mobilen Kaffee-Wagen oder einer temporären Einrichtung testen. So siehst du, ob es wirklich Nachfrage nach Kaffee und Takeaway gibt.

  • Kaffee-Wagen mieten: €200-400 pro Woche
  • Pop-up-Einrichtung: Nutze deine vorhandene Bar für Kaffee
  • Takeaway-Menü: Starte mit 3-5 Gerichten
  • 4 Wochen lang messen: Anzahl der Verkäufe pro Tag und Tageszeit

Wenn du in der Testphase durchschnittlich 60+ Kaffees pro Tag verkaufst, ist eine permanente Kaffee-Ecke wahrscheinlich rentabel.

Wie entscheidest du Schritt für Schritt?

1

Berechne die Gesamtinvestition

Addiere alle Kosten: Ausrüstung, Umbau, Genehmigungen und Einrichtung. Dies wird deine Break-Even-Basis.

2

Bestimme deine Marge pro Produkt

Berechne, was du pro Kaffee und Takeaway-Artikel verdienst, nach Abzug der Zutaten. Durchschnittlich €2-3 pro Kaffee, €4-6 pro Takeaway-Gericht.

3

Berechne entgangene Restaurantumsätze

Wenn du Platz verlierst, berechne, wie viel Restaurantumsatz dir entgeht. Dies muss dein Kaffee/Takeaway kompensieren.

4

Teste 4 Wochen mit temporärer Einrichtung

Miete einen Kaffee-Wagen oder nutze deine vorhandene Bar. Messe täglich, wie viel du verkaufst und zu welchen Zeiten.

5

Berechne die Amortisationszeit

Teile deine Gesamtinvestition durch deinen monatlichen Nettogewinn aus dem Test. Kürzer als 12 Monate = go, länger = no go.

✨ Pro tip

Starte nur mit Kaffee und füge nach 3 Monaten Takeaway hinzu. So lernst du die Kaffee-Ecke kennen, ohne dir zu viel auf einmal aufzuhalsen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tassen Kaffee muss ich verkaufen, um rentabel zu sein?

Das hängt von deiner Investition und Marge ab. Bei einer Investition von €15.000 und €2,50 Marge pro Tasse brauchst du 6.000 Tassen. Plus deine monatlichen Kosten: oft noch 40-50 Tassen pro Tag zusätzlich.

Kann ich Takeaway mit meiner vorhandenen Küche kombinieren?

Ja, aber stelle sicher, dass deine Takeaway-Gerichte schnell zubereitet sind und deinen Restaurantservice nicht verlangsamen. Denke an Salate, Suppen und Gerichte, die du vorbereiten kannst.

Was ist, wenn mein Test nicht gut läuft?

Dann hast du für ein paar hundert Euro getestet, statt tausende zu investieren. Besser eine kleine Enttäuschung als ein großer finanzieller Fehler.

Wie weiß ich, ob es genug Nachfrage in meiner Gegend gibt?

Zähle die Büros, Schulen und Geschäfte innerhalb von 200 Metern. Schau dir vorhandene Kaffeeläden an: sind sie voll? Gibt es lange Schlangen? Dann gibt es wahrscheinlich Platz für mehr.

Muss ich andere Öffnungszeiten für Kaffee haben?

Oft ja. Kaffee verkauft sich gut von 7:00-10:00 und 14:00-17:00 Uhr. Wenn dein Restaurant erst um 12:00 Uhr öffnet, verpasst du die Morgenspitze. Rechne zusätzliches Personal für diese Stunden in deine Kosten ein.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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