Ein niedrigerer durchschnittlicher Bestellwert bei Lieferung ist ein häufiges Problem. Gäste bestellen über Apps anders als in deinem Restaurant - oft weniger Getränke, keine Vorspeisen oder wählen günstigere Optionen. Dieser Artikel zeigt dir, wie du das analysierst und welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um deinen Lieferumsatz zu verbessern.
Warum ist dein Lieferbestellwert niedriger?
Es gibt normalerweise drei Hauptgründe, warum Menschen über Lieferapps weniger ausgeben:
- Keine Getränke: Zu Hause haben Menschen ihr eigenes Bier und Wein
- Weniger Impulskäufe: Kein Augenkontakt mit Desserts oder Empfehlungen des Personals
- Preisbewusstsein: Online vergleichen Menschen Preise leichter
💡 Beispiel:
Restaurant De Smaak sieht diesen Unterschied:
- Durchschnittliche Rechnung im Restaurant: €32,50
- Durchschnittliche Rechnung bei Lieferung: €22,80
- Unterschied: 30% niedriger
Grund: keine Getränke (€8-12 pro Bestellung) und weniger Beilagen.
Analysiere deine Lieferdaten
Bevor du Maßnahmen ergreifst, musst du wissen, woher der Unterschied kommt:
- Vergleiche beliebte Gerichte: Bestellen Menschen die gleichen Hauptgerichte?
- Überprüfe Zusatzbestellungen: Wie viel % bestellt Vorspeise/Dessert/Getränk?
- Schau dir Bundles an: Wählen Menschen Menüs oder einzelne Artikel?
💡 Beispielanalyse:
Im Restaurant:
- 85% bestellt Getränke (Durchschn. €9)
- 40% nimmt Vorspeise (Durchschn. €8)
- 25% nimmt Dessert (Durchschn. €6)
Bei Lieferung:
- 15% bestellt Getränke (Durchschn. €4)
- 12% nimmt Vorspeise
- 8% nimmt Dessert
Strategien zur Erhöhung des Bestellwerts
1. Bundle- und Menüoptionen
Mache es attraktiv, mehr zu bestellen:
- Menü-Deals: Hauptgericht + Beilage für €2 Rabatt
- Familienpakete: Für 2-4 Personen mit festem Preis
- Kostenloser Versand: Ab einem Mindestbetrag (z.B. €25)
2. Lieferspezifische Artikel
Entwickle Produkte, die zu Hause gut funktionieren:
- Getränkepakete: Flasche Wein + 2 Hauptgerichte für €5 Rabatt
- Sharing-Gerichte: Große Portionen für 2-3 Personen
- Dessert-Deals: Bei jeder Bestellung Dessert für €3
⚠️ Achtung:
Erhöhe deine Preise nicht einfach, um den niedrigeren Bestellwert auszugleichen. Du wirst dann im Vergleich zu anderen Lieferrestaurants zu teuer.
3. Intelligente Menükarte-Gestaltung
Lenke Kunden zu höherwertigen Artikeln:
- Menüs oben: Stelle Bundles prominent in deiner App dar
- Empfohlene Artikel: Markiere gewinnbringende Gerichte als 'Chef's Choice'
- Upsell-Vorschläge: "Hinzufügen für €X" Optionen
Berechne die Auswirkungen deiner Maßnahmen
Überprüfe nach 2-4 Wochen, ob deine Anpassungen funktionieren:
💡 Beispielberechnung:
Vor Anpassungen:
- 100 Bestellungen/Woche × €22,80 = €2.280
Nach Menü-Deals und Bundles:
- 95 Bestellungen/Woche × €26,50 = €2.518
- Unterschied: +€238/Woche = +€12.376/Jahr
Hinweis: Manchmal bekommst du etwas weniger Bestellungen, aber einen höheren Wert pro Bestellung.
Wann akzeptierst du den niedrigeren Bestellwert?
Manchmal ist es sinnvoll, den niedrigeren Bestellwert zu akzeptieren:
- Höhere Volumen: Wenn du 50% mehr Bestellungen bekommst, kompensierst du den niedrigeren Wert
- Niedrigere Kosten: Keine Bedienung und Abwasch spart €3-5 pro Bestellung
- Neue Kunden: Lieferung kann zu späteren Restaurantbesuchen führen
💡 Break-Even-Beispiel:
Restaurant-Bestellung: €32,50 - €8 Bedienung/Abwasch = €24,50 Netto
Lieferbestellung: €22,80 - €4,50 Plattformgebühr - €1,20 Verpackung = €17,10 Netto
Du brauchst also 43% mehr Lieferbestellungen für den gleichen Gewinn.
Wie gehst du mit niedrigerem Lieferbestellwert um? (Schritt für Schritt)
Analysiere den Unterschied
Vergleiche deinen durchschnittlichen Bestellwert im Restaurant vs. Lieferung über den letzten Monat. Schau dir speziell an, welche Artikel über Lieferung weniger bestellt werden.
Entwickle Bundle-Optionen
Erstelle 2-3 Menü-Deals speziell für Lieferung. Kombiniere Hauptgericht + Beilage + Getränk für einen attraktiven Preis, der über deinem aktuellen Durchschnitt liegt.
Teste und messe Ergebnisse
Implementiere deine Bundles für 3-4 Wochen. Messe wöchentlich deinen durchschnittlichen Bestellwert und deinen gesamten Lieferumsatz, um zu sehen, ob die Strategie funktioniert.
✨ Pro tip
Konzentriere dich darauf, deinen Lieferbestellwert durch Bundles und Menü-Deals zu erhöhen, aber akzeptiere, dass dieser immer niedriger sein wird als in deinem Restaurant. Das Ziel ist Gesamtrentabilität, nicht unbedingt eine hohe durchschnittliche Rechnung.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Ist ein 30% niedrigerer Bestellwert normal für Lieferung?
Ja, das ist ziemlich normal. Viele Restaurants sehen 20-40% niedrigere Bestellwerte über Lieferapps aufgrund des Wegfalls von Getränken und Impulskäufen.
Sollte ich meine Lieferpreise erhöhen, um das auszugleichen?
Nicht direkt. Du wirst dann mit anderen Lieferrestaurants verglichen und kannst zu teuer werden. Versuche zuerst Bundles und Menüoptionen, um den Wert pro Bestellung zu erhöhen.
Wie viel Plattformgebühr sollte ich in meine Berechnung einbeziehen?
Rechne mit 15-25% deines Bestellwerts für Plattformgebühren (Thuisbezorgd, Uber Eats). Plus etwa €1-2 für Verpackungskosten pro Bestellung.
Wann ist Lieferung trotz niedrigerem Bestellwert noch rentabel?
Wenn du Bedienung und Abwasch sparst (€3-5 pro Bestellung) und genug Volumen hast. Du brauchst etwa 40-50% mehr Bestellungen, um das gleiche zu verdienen.
Welche Gerichte funktionieren am besten für höhere Lieferbestellwerte?
Familienportionen, Sharing-Gerichte und Menü-Deals funktionieren gut. Auch Getränkepakete (Flasche Wein bei 2 Hauptgerichten) erhöhen den durchschnittlichen Wert effektiv.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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