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📝 Szenarien & Entscheidungshilfen · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Was tue ich, wenn mein durchschnittlicher Bestellwert bei Lieferung 30% niedriger ist als in meinem Restaurant?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Ein niedrigerer durchschnittlicher Bestellwert bei Lieferung ist ein häufiges Problem. Gäste bestellen über Apps anders als in deinem Restaurant - oft weniger Getränke, keine Vorspeisen oder wählen günstigere Optionen. Dieser Artikel zeigt dir, wie du das analysierst und welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um deinen Lieferumsatz zu verbessern.

Warum ist dein Lieferbestellwert niedriger?

Es gibt normalerweise drei Hauptgründe, warum Menschen über Lieferapps weniger ausgeben:

  • Keine Getränke: Zu Hause haben Menschen ihr eigenes Bier und Wein
  • Weniger Impulskäufe: Kein Augenkontakt mit Desserts oder Empfehlungen des Personals
  • Preisbewusstsein: Online vergleichen Menschen Preise leichter

💡 Beispiel:

Restaurant De Smaak sieht diesen Unterschied:

  • Durchschnittliche Rechnung im Restaurant: €32,50
  • Durchschnittliche Rechnung bei Lieferung: €22,80
  • Unterschied: 30% niedriger

Grund: keine Getränke (€8-12 pro Bestellung) und weniger Beilagen.

Analysiere deine Lieferdaten

Bevor du Maßnahmen ergreifst, musst du wissen, woher der Unterschied kommt:

  • Vergleiche beliebte Gerichte: Bestellen Menschen die gleichen Hauptgerichte?
  • Überprüfe Zusatzbestellungen: Wie viel % bestellt Vorspeise/Dessert/Getränk?
  • Schau dir Bundles an: Wählen Menschen Menüs oder einzelne Artikel?

💡 Beispielanalyse:

Im Restaurant:

  • 85% bestellt Getränke (Durchschn. €9)
  • 40% nimmt Vorspeise (Durchschn. €8)
  • 25% nimmt Dessert (Durchschn. €6)

Bei Lieferung:

  • 15% bestellt Getränke (Durchschn. €4)
  • 12% nimmt Vorspeise
  • 8% nimmt Dessert

Strategien zur Erhöhung des Bestellwerts

1. Bundle- und Menüoptionen

Mache es attraktiv, mehr zu bestellen:

  • Menü-Deals: Hauptgericht + Beilage für €2 Rabatt
  • Familienpakete: Für 2-4 Personen mit festem Preis
  • Kostenloser Versand: Ab einem Mindestbetrag (z.B. €25)

2. Lieferspezifische Artikel

Entwickle Produkte, die zu Hause gut funktionieren:

  • Getränkepakete: Flasche Wein + 2 Hauptgerichte für €5 Rabatt
  • Sharing-Gerichte: Große Portionen für 2-3 Personen
  • Dessert-Deals: Bei jeder Bestellung Dessert für €3

⚠️ Achtung:

Erhöhe deine Preise nicht einfach, um den niedrigeren Bestellwert auszugleichen. Du wirst dann im Vergleich zu anderen Lieferrestaurants zu teuer.

3. Intelligente Menükarte-Gestaltung

Lenke Kunden zu höherwertigen Artikeln:

  • Menüs oben: Stelle Bundles prominent in deiner App dar
  • Empfohlene Artikel: Markiere gewinnbringende Gerichte als 'Chef's Choice'
  • Upsell-Vorschläge: "Hinzufügen für €X" Optionen

Berechne die Auswirkungen deiner Maßnahmen

Überprüfe nach 2-4 Wochen, ob deine Anpassungen funktionieren:

💡 Beispielberechnung:

Vor Anpassungen:

  • 100 Bestellungen/Woche × €22,80 = €2.280

Nach Menü-Deals und Bundles:

  • 95 Bestellungen/Woche × €26,50 = €2.518
  • Unterschied: +€238/Woche = +€12.376/Jahr

Hinweis: Manchmal bekommst du etwas weniger Bestellungen, aber einen höheren Wert pro Bestellung.

Wann akzeptierst du den niedrigeren Bestellwert?

Manchmal ist es sinnvoll, den niedrigeren Bestellwert zu akzeptieren:

  • Höhere Volumen: Wenn du 50% mehr Bestellungen bekommst, kompensierst du den niedrigeren Wert
  • Niedrigere Kosten: Keine Bedienung und Abwasch spart €3-5 pro Bestellung
  • Neue Kunden: Lieferung kann zu späteren Restaurantbesuchen führen

💡 Break-Even-Beispiel:

Restaurant-Bestellung: €32,50 - €8 Bedienung/Abwasch = €24,50 Netto

Lieferbestellung: €22,80 - €4,50 Plattformgebühr - €1,20 Verpackung = €17,10 Netto

Du brauchst also 43% mehr Lieferbestellungen für den gleichen Gewinn.

Wie gehst du mit niedrigerem Lieferbestellwert um? (Schritt für Schritt)

1

Analysiere den Unterschied

Vergleiche deinen durchschnittlichen Bestellwert im Restaurant vs. Lieferung über den letzten Monat. Schau dir speziell an, welche Artikel über Lieferung weniger bestellt werden.

2

Entwickle Bundle-Optionen

Erstelle 2-3 Menü-Deals speziell für Lieferung. Kombiniere Hauptgericht + Beilage + Getränk für einen attraktiven Preis, der über deinem aktuellen Durchschnitt liegt.

3

Teste und messe Ergebnisse

Implementiere deine Bundles für 3-4 Wochen. Messe wöchentlich deinen durchschnittlichen Bestellwert und deinen gesamten Lieferumsatz, um zu sehen, ob die Strategie funktioniert.

✨ Pro tip

Konzentriere dich darauf, deinen Lieferbestellwert durch Bundles und Menü-Deals zu erhöhen, aber akzeptiere, dass dieser immer niedriger sein wird als in deinem Restaurant. Das Ziel ist Gesamtrentabilität, nicht unbedingt eine hohe durchschnittliche Rechnung.

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Häufig gestellte Fragen

Ist ein 30% niedrigerer Bestellwert normal für Lieferung?

Ja, das ist ziemlich normal. Viele Restaurants sehen 20-40% niedrigere Bestellwerte über Lieferapps aufgrund des Wegfalls von Getränken und Impulskäufen.

Sollte ich meine Lieferpreise erhöhen, um das auszugleichen?

Nicht direkt. Du wirst dann mit anderen Lieferrestaurants verglichen und kannst zu teuer werden. Versuche zuerst Bundles und Menüoptionen, um den Wert pro Bestellung zu erhöhen.

Wie viel Plattformgebühr sollte ich in meine Berechnung einbeziehen?

Rechne mit 15-25% deines Bestellwerts für Plattformgebühren (Thuisbezorgd, Uber Eats). Plus etwa €1-2 für Verpackungskosten pro Bestellung.

Wann ist Lieferung trotz niedrigerem Bestellwert noch rentabel?

Wenn du Bedienung und Abwasch sparst (€3-5 pro Bestellung) und genug Volumen hast. Du brauchst etwa 40-50% mehr Bestellungen, um das gleiche zu verdienen.

Welche Gerichte funktionieren am besten für höhere Lieferbestellwerte?

Familienportionen, Sharing-Gerichte und Menü-Deals funktionieren gut. Auch Getränkepakete (Flasche Wein bei 2 Hauptgerichten) erhöhen den durchschnittlichen Wert effektiv.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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