À-la-minute-Kochen kann deine Verschwendung drastisch senken, kostet aber mehr Zeit und Arbeit. Viele Küchen kämpfen mit der Abwägung: Chargenkochen (große Mengen im Voraus) oder À-la-minute (pro Bestellung). Die finanzielle Auswirkung dieser Wahl ist größer als du denkst.
Der Unterschied zwischen Chargenkochen und À-la-minute
Chargenkochen bedeutet, große Mengen im Voraus zuzubereiten und warmzuhalten. À-la-minute bedeutet, jedes Gericht frisch pro Bestellung zuzubereiten. Beide haben Vor- und Nachteile:
- Chargenkochen: schnellere Ausgabe, weniger Arbeit während des Service
- À-la-minute: weniger Verschwendung, frischerer Geschmack, mehr Flexibilität
? Beispiel Chargenkochen:
Du bereitest 20 Portionen Pasta Carbonara im Voraus zu. Du verkaufst 14 davon.
- Ingredientenkosten für 20 Portionen: €120
- Verkauft 14 Portionen: €336 Umsatz
- Verschwendet 6 Portionen: €36 Verlust
Tatsächliche Lebensmittelkosten: €120 / €336 = 35,7% (statt 30%)
Verschwendungskosten beim Chargenkochen
Beim Chargenkochen hast du drei Arten von Verschwendung:
- Überproduktion: du bereitest zu viel für die erwartete Nachfrage zu
- Qualitätsverlust: Gerichte, die zu lange warmgehalten werden und weggeworfen werden
- Reste: Teile von zubereiteten Gerichten, die nicht mehr verkauft werden können
⚠️ Achtung:
Viele Küchen rechnen nur mit den Ingredientenkosten der verkauften Portionen. Aber du zahlst auch für das, was du wegwirfst. Das zählt zu deinen tatsächlichen Lebensmittelkosten.
Vergleich der Arbeitskosten
À-la-minute-Kochen erfordert mehr Arbeit während des Service, aber weniger Vorbereitungszeit:
? Beispiel Arbeitskosten:
100 Portionen Risotto pro Abend, Küchenmitarbeiter €20/Stunde:
- Chargenkochen: 2 Stunden Vorbereitung + 0,5 Stunden Service = €50
- À-la-minute: 1 Stunde Vorbereitung + 2 Stunden Service = €60
- Unterschied: €10 zusätzliche Arbeitskosten
Aber: 15% weniger Verschwendung = €180 Einsparung bei Ingredienten
Gesamtkostenberechnung
Für einen fairen Vergleich addierst du alle Kosten:
- Ingredientenkosten verkaufter Portionen (beide Methoden gleich)
- Verschwendungskosten (Chargenkochen höher)
- Zusätzliche Arbeitskosten (À-la-minute höher)
- Energiekosten (À-la-minute etwas höher)
? Vollständige Berechnung:
Restaurant mit 500 Couverts/Woche, durchschnittlich €18 pro Gericht:
- Chargenkochen: 12% Verschwendung = €1.080/Woche Verlust
- À-la-minute: 3% Verschwendung = €270/Woche Verlust
- Einsparung Verschwendung: €810/Woche
- Zusätzliche Arbeitskosten: €200/Woche
Netto-Einsparung: €610/Woche = €31.720/Jahr
Welche Gerichte eignen sich für À-la-minute
Nicht alle Gerichte eignen sich für À-la-minute-Zubereitung:
- Gut geeignet: Pasta, Risotto, Fisch, Fleisch à la Plancha
- Bedingt geeignet: Schmorgerichte, Suppen, Saucen
- Nicht geeignet: Langsam gegarte Gerichte, komplexe Zubereitungen
Wie berechnest du die Einsparungen? (Schritt für Schritt)
Messe deinen aktuellen Verschwendungsprozentsatz
Notiere 2 Wochen lang, wie viel du von chargenweise gekochten Gerichten wegwirfst. Addiere die Ingredientenkosten der verschwendeten Portionen und teile durch deine gesamten Ingredientenausgaben. Dies ergibt deinen Verschwendungsprozentsatz.
Berechne zusätzliche Arbeitskosten à la minute
Schätze, wie viel zusätzliche Zeit dein Küchenpersonal für À-la-minute-Zubereitung benötigt. Multipliziere mit deinem Stundenlohn und der Anzahl der Portionen pro Woche. Dies sind deine zusätzlichen Arbeitskosten.
Vergleiche Gesamtkosten pro Methode
Ziehe die Verschwendungskosten von deinen aktuellen Ingredientenkosten ab und addiere die zusätzlichen Arbeitskosten. Der Unterschied zeigt dir deine tatsächliche Einsparung oder Mehrkosten durch À-la-minute-Kochen.
✨ Pro tip
Teste zuerst deine 3 meistverkauften Gerichte. Wenn diese erfolgreich auf À-la-minute umgestellt sind, hast du bereits 60-70% deiner Verschwendung angegangen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel Verschwendung ist beim Chargenkochen normal?
Welche Kosten vergesse ich oft in der Berechnung?
Kann ich beide Methoden kombinieren?
Wie messe ich Verschwendung ohne viel zusätzliche Arbeit?
Was ist, wenn mein Team zu langsam für À-la-minute ist?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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