Abonnementmodelle können deine Umsätze planbarer machen und Kunden länger binden. Aber nicht jedes Foodkonzept eignet sich dafür, und der Preis muss zu deinen Kosten und dem Kundenwert passen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du feststellst, ob ein Abonnement zu deinem Betrieb passt und zu welchem Preis.
Wann funktionieren Abonnementmodelle in der Gastronomie?
Ein Abonnement funktioniert am besten, wenn deine Kunden regelmäßig die gleiche Art von Produkt kaufen. Denk an:
- Lunch-Abos für Bürogebäude
- Wöchentliche Mahlzeitboxen
- Täglicher Kaffee + Frühstück für Stammkunden
- Catering für Unternehmen (wöchentliche Meetings)
- Smoothies oder Säfte für Fitnessstudios
Es funktioniert NICHT gut bei:
- Besonderen Anlässen (Geburtstage, Dates)
- Touristischen Orten mit wechselnden Gästen
- Saisonalen Konzepten
💡 Beispiel:
Ein Lunch-Café neben einem Büropark bietet ein Lunch-Abonnement an:
- 20 Lunches pro Monat für €180
- Normale Preis pro Lunch: €12
- Abonnementspreis pro Lunch: €9
- Rabatt für Kunden: 25%
Vorteil: garantierter Umsatz von €3.600/Monat bei 20 Abonnenten
Berechne deinen Mindestabonnementspreis
Dein Abonnementspreis muss mindestens deine Kosten decken, auch wenn Kunden ihr volles Guthaben nutzen.
Formel:
Mindestpreis = (Anzahl Produkte × Kostpreis) + Fixkosten + Gewinnmarge
💡 Beispielrechnung:
Kaffee-Abonnement: 30 Kaffees pro Monat
- Kostpreis pro Kaffee: €1,20 (Bohnen, Milch, Verpackung)
- 30 × €1,20 = €36 an direkten Kosten
- Fixkosten (Personal, Miete): €8 pro Abonnement
- Gewünschte Gewinnmarge: 25% = €11
Mindestabonnementspreis: €36 + €8 + €11 = €55
Bestimme deinen Rabatt und Kundenwert
Kunden erwarten einen Rabatt für ein Abonnement. Üblich sind 15-30% unter dem Einzelpreis. Aber Vorsicht: zu viel Rabatt bedeutet Verlust.
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer rechnen nur mit Produktkosten und vergessen Personal, Miete und andere Fixkosten. Das führt zu verlustbringenden Abonnements.
Berechne auch die Nutzungsquote. Nicht alle Abonnenten nutzen ihr volles Guthaben:
- Im Durchschnitt nutzen 70-85% der Abonnenten ihr volles Guthaben
- 15-30% nutzen weniger als die Hälfte
- Das gibt dir extra Marge, um Rabatt zu geben
💡 Beispiel mit Nutzung:
100 Abonnenten à €55 für 30 Kaffees:
- Umsatz: €5.500/Monat
- Durchschnittliche Nutzung: 75% = 22,5 Kaffees pro Person
- Tatsächliche Kosten: 2.250 Kaffees × €1,20 = €2.700
- Fixkosten: €800
Gewinn: €5.500 - €2.700 - €800 = €2.000 (36% Marge)
Teste dein Abonnement im Kleinen
Starten Sie mit einer begrenzten Gruppe von Kunden, um deine Preisgestaltung und Nutzung zu testen:
- Beginne mit 10-20 Stammkunden
- Messe die tatsächliche Nutzung nach 2 Monaten
- Passe deinen Preis basierend auf echten Zahlen an
- Frage nach Feedback zum Wert und Preis
Halte fest, wie viele Abonnenten du für die Gewinnschwelle brauchst. Zu wenige Abonnenten bedeuten zu hohe Fixkosten pro Person.
Digitale Unterstützung für Abonnements
Abonnements erfordern zusätzliche Verwaltung: Wer hat wie viel Guthaben, wann läuft es ab, welche Kosten entstehen wirklich?
Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, die tatsächlichen Kosten pro Produkt zu verfolgen, damit du siehst, ob dein Abonnementspreis noch stimmt, wenn Zutatenprise steigen. So vermeidest du, dass dein Abonnement verlustbringend wird, ohne dass du es merkst.
Wie bestimmst du deinen Abonnementspreis? (Schritt für Schritt)
Berechne deine vollständige Kostpreis pro Produkt
Addiere: Zutaten, Verpackung, Arbeit und einen Teil deiner Fixkosten (Miete, Energie). Vergiss nicht, die MwSt. korrekt zu verarbeiten (9% für Essen, 21% für Alkohol).
Schätze die tatsächliche Nutzung ein
Nicht jeder nutzt sein volles Abonnement. Starten Sie mit 75% Nutzung als Annahme und messen Sie dies nach 2 Monaten, um es anzupassen.
Bestimme deinen Mindestpreis und gewünschte Marge
Multipliziere Kostpreis mit Anzahl der Produkte, addiere Fixkosten und füge deine gewünschte Gewinnmarge hinzu. Das ist dein absoluter Mindestabonnementspreis.
Teste mit kleiner Gruppe und messe Ergebnisse
Beginne mit 10-20 Stammkunden, messe die tatsächliche Nutzung und Kosten nach 2 Monaten. Passe deinen Preis basierend auf echten Daten an.
✨ Pro tip
Starten Sie mit einem monatlichen Abonnement statt jährlich. So können Sie schneller die Preis- und Nutzungsanpassungen vornehmen, und Kunden haben weniger Hemmungen, es auszuprobieren.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Rabatt sollte ich auf ein Abonnement geben?
Üblich sind 15-30% Rabatt gegenüber Einzelkäufen. Aber berechne zuerst deine Kosten und stelle sicher, dass du mindestens die Gewinnschwelle erreichst, auch wenn alle Abonnenten ihr volles Guthaben nutzen.
Was ist, wenn Kunden ihr Abonnement nicht vollständig nutzen?
Das ist normal und gibt dir extra Marge. Im Durchschnitt nutzen 70-85% der Abonnenten ihr volles Guthaben. Verfolge dies und nutze es, um deine Preisgestaltung zu optimieren.
Kann ich meinen Abonnementspreis erhöhen, wenn Zutaten teurer werden?
Ja, aber kommuniziere dies rechtzeitig an deine Abonnenten. Baue eventuell eine Klausel in deine Bedingungen für Preisanpassungen bei Kostensteigerungen von mehr als 10% ein.
Wie viele Abonnenten brauche ich, um es rentabel zu machen?
Das hängt von deinen Fixkosten pro Abonnement ab. Berechne deinen Break-Even-Punkt: Gesamtfixkosten geteilt durch Gewinn pro Abonnement. Starten Sie klein und skalieren Sie auf.
Muss ich MwSt. auf den gesamten Abonnementsbetrag berechnen?
Ja, MwSt. wird auf den gesamten Abonnementsbetrag berechnet, den der Kunde zahlt, nicht auf die tatsächliche Nutzung. Für Essen sind das 9%, für alkoholische Getränke 21%.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Sie verkaufen Lebensmittel? Dann brauchen Sie KitchenNmbrs
Ob Restaurant, Food Truck, Catering oder Meal-Kit-Unternehmen — Sie müssen wissen, was jedes Gericht kostet. KitchenNmbrs gibt Ihnen diesen Einblick. Starten Sie Ihre kostenlose Testphase.
Kostenlose Testversion starten →