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📝 Jeder, der Lebensmittel verkauft · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie stelle ich fest, ob Fertigmahlzeitkomponenten in meinem Catering-Geschäft ausreichend Marge bringen?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Fertigkomponenten können deinem Catering-Geschäft viel Zeit sparen, aber nur wenn sie ausreichend Marge bringen. Viele Caterer kaufen zum Beispiel vorgefertigte Quiches oder fertige Salate ein, ohne zu wissen, ob dies rentabel ist. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du berechnest, ob diese Produkte genug einbringen.

Warum diese Berechnung entscheidend ist

Als Caterer verkaufst du oft eine Mischung aus selbstgemachten und eingekauften Produkten. Das Problem: Fertigkomponenten sehen günstig aus, aber deine Marge kann dramatisch sinken, ohne dass du es merkst.

⚠️ Achtung:

Viele Caterer rechnen nur mit dem Einkaufspreis von Fertigprodukten. Sie vergessen, Arbeitszeit, Verpackung und Overhead in den Vergleich einzubeziehen.

Die vollständige Kostenberechnung

Für einen fairen Vergleich musst du alle Kosten berücksichtigen:

  • Einkaufspreis: Was zahlst du pro Stück/Kilo an deinen Lieferanten
  • Bearbeitungszeit: Aufwärmen, Garnieren, Verpacken kostet auch Zeit
  • Verpackungskosten: Behälter, Etiketten, Tüten
  • Overhead: Ein Teil deiner Fixkosten (Miete, Energie)

💡 Beispiel: Fertige Quiche

Du verkaufst eine Quiche für €8,50 (inkl. 9% MwSt.):

  • Verkaufspreis ohne MwSt.: €7,80
  • Einkaufspreis Quiche: €3,20
  • Aufwärmen + Garnieren: 3 Min × €18/Std. = €0,90
  • Verpackung: €0,25
  • Overhead (15% des Umsatzes): €1,17

Gesamtkosten: €5,52 = 70,8% des Umsatzes

In diesem Beispiel bleiben nur 29,2% Marge übrig. Für viele Caterer ist das zu wenig.

Vergleiche mit Selbermachen

Um zu wissen, ob Einkauf sinnvoll ist, vergleichst du mit den Kosten des Selbermachens:

💡 Beispiel: Dieselbe Quiche selbstgemacht

Zutaten und Zeit für 1 Quiche:

  • Zutaten: €2,10
  • Zubereitungszeit: 15 Min × €18/Std. = €4,50
  • Verpackung: €0,25
  • Overhead: €1,17

Gesamtkosten: €8,02 = 102,8% des Umsatzes

In diesem Fall ist die fertige Quiche also günstiger, trotz der niedrigeren Marge.

Wann Fertigprodukte sinnvoll sind

Fertigkomponenten machen besonders Sinn bei:

  • Stoßzeiten: Wenn dein Team es sonst nicht schafft
  • Spezialitäten: Produkte, die du selbst nicht gut machen kannst
  • Kleine Mengen: Wenn du davon nur wenig verkaufst
  • Saisonprodukte: Temporäre Erweiterung des Sortiments

⚠️ Achtung:

Überprüfe regelmäßig, ob die Einkaufspreise noch stimmen. Lieferanten erhöhen Preise, vergessen aber oft, das mitzuteilen.

Minimale Marge für Caterer

Für ein gesundes Catering-Geschäft brauchst du mindestens 35-40% Nettomarge nach allen Kosten. Das bedeutet, dass deine Gesamtkosten (Einkauf + Arbeit + Overhead) maximal 60-65% deines Verkaufspreises ausmachen dürfen.

💡 Beispiel: Minimalen Verkaufspreis berechnen

Gesamtkosten fertiger Salat: €4,20

Bei gewünschter Marge von 40%:

  • Mindestpreis ohne MwSt.: €4,20 ÷ 0,60 = €7,00
  • Mindestpreis inkl. MwSt.: €7,00 × 1,09 = €7,63

Gerundet: €7,65 auf der Speisekarte

Digitale Hilfe bei der Kostenkalkulation

Das manuelle Berechnen aller Selbstkosten kostet viel Zeit. Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir dabei:

  • Alle Kosten (Einkauf + Arbeit + Overhead) automatisch einzubeziehen
  • Schnell zwischen Selbermachen und Einkaufen zu vergleichen
  • Deine Margen pro Produkt in Echtzeit zu sehen
  • Preisänderungen von Lieferanten direkt durchzurechnen

So weißt du immer, ob deine Fertigkomponenten noch rentabel sind.

Wie berechnest du die Marge von Fertigkomponenten?

1

Sammle alle Kosten pro Produkt

Notiere den Einkaufspreis, Zeit für Bearbeitung (Aufwärmen, Garnieren), Verpackungskosten und einen Teil deines Overheads. Vergiss keine Kostenposition.

2

Berechne deine Gesamtkostpreis

Addiere alle Kosten und teile durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. Das ergibt dein Kostenprozentsatz. Ziehe diesen von 100% ab für deine Marge.

3

Vergleiche mit Selbermachen

Berechne auch die Kosten, wenn du das Produkt selbst machen würdest. Wähle die Option mit der besten Marge, unter Berücksichtigung deiner Kapazität.

4

Überprüfe deine Preise regelmäßig

Lieferanten erhöhen regelmäßig ihre Preise. Überprüfe monatlich, ob deine Selbstkosten noch stimmen, und passe deine Verkaufspreise bei Bedarf an.

✨ Pro tip

Überprüfe zuerst deine 5 meistverkauften Fertigprodukte. Wenn diese eine gute Marge haben, hast du 80% deines Problems gelöst.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Marge brauche ich mindestens als Caterer?

Für ein gesundes Catering-Geschäft brauchst du mindestens 35-40% Nettomarge. Das bedeutet, dass deine Gesamtkosten maximal 60-65% deines Verkaufspreises ausmachen dürfen.

Muss ich Arbeitszeit bei Fertigprodukten einrechnen?

Ja, auch Fertigprodukte kosten Zeit. Aufwärmen, Garnieren, Verpacken und Präsentation kosten alle Arbeitszeit, die du einrechnen musst.

Wie berechne ich mein Overhead pro Produkt?

Eine Faustregel ist 15-20% deines Umsatzes. Wenn du €100.000 Umsatz hast und €18.000 Overhead, sind das 18%. Diesen Prozentsatz verwendest du für jedes Produkt.

Wann ist Selbermachen günstiger als Einkaufen?

Wenn deine Gesamtkosten für Selbermachen (Zutaten + Arbeitszeit + Overhead) niedriger sind als die Kosten für Fertigprodukte, und du genug Kapazität hast.

Wie oft sollte ich meine Selbstkosten überprüfen?

Mindestens einmal pro Monat. Lieferanten erhöhen regelmäßig ihre Preise, und wenn du deine Verkaufspreise nicht anpasst, verschwindet deine Marge unbemerkt.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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