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📝 Food Truck & mobile Gastronomie · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich den Portionspreis inklusive Verpackungsmaterial?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

Für Food Trucks und mobile Gastronomie ist Verpackungsmaterial eine wesentliche Kostenposition, die oft übersehen wird. Viele Unternehmer rechnen nur mit Zutaten, aber vergessen, dass Boxen, Servietten und Besteck manchmal 10-15% deiner Kostenpreis ausmachen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du den vollständigen Kostenpreis inklusive aller Verpackungsmaterialien berechnest.

Warum Verpackungskosten entscheidend sind

Bei mobiler Gastronomie geht jedes Gericht in einer Box, Tüte oder Schachtel aus der Tür. Diese Kosten sind nicht optional - sie sind Teil deines Produkts. Trotzdem berücksichtigen viele Food Truck Besitzer diese nicht, wodurch ihre tatsächliche Foodcost höher ausfällt als erwartet.

⚠️ Achtung:

Verpackungskosten können bis zu €2-3 pro Portion bei Premium-Verpackungen betragen. Wenn du das nicht berücksichtigst, kann deine Foodcost 40% werden statt 30%.

Alle Verpackungskosten erfassen

Für eine vollständige Kostenprisberechnung addierst du alle Materialien, die zu einer Portion gehören:

  • Primärverpackung: Box, Schachtel oder Wrap, in dem das Essen sitzt
  • Sekundärverpackung: Tüte oder Tasche für den Transport
  • Besteck und Servietten: Plastikgabeln, Messer, Servietten
  • Extras: Saucenbehälter, Aufkleber, Serviettentücher
  • Branded Materialien: bedruckte Tüten oder Aufkleber mit deinem Logo

💡 Beispiel Verpackungskosten pro Portion:

Burger-Menü im Food Truck:

  • Burgerbox: €0,35
  • Pommes-Behälter: €0,15
  • Papiertüte: €0,12
  • Servietten (2 Stück): €0,04
  • Saucenbehälter: €0,08

Gesamte Verpackungskosten: €0,74 pro Portion

Kostenprisberechnung mit Formel

Die vollständige Formel für den Kostenpreis pro Portion lautet:

Kostenpreis = Zutatenkosten + Verpackungskosten + (Energie/Brennstoff pro Portion)

Für die Foodcost-Berechnung verwendest du:

Foodcost % = (Gesamtkostenpreis / Verkaufspreis ohne MwSt.) × 100

💡 Vollständige Berechnung:

Burger-Menü Verkauf €12,50 (inkl. 9% MwSt.):

  • Zutaten: €3,20
  • Verpackung: €0,74
  • Energie (Gas/Strom): €0,30

Verkaufspreis ohne MwSt.: €12,50 / 1,09 = €11,47

Gesamtkostenpreis: €3,20 + €0,74 + €0,30 = €4,24

Foodcost: (€4,24 / €11,47) × 100 = 37%

Verpackungskosten nach Typ optimieren

Verschiedene Verpackungen haben unterschiedliche Kostenpreise. Es ist verlockend, die günstigste Option zu wählen, aber denk auch an dein Markenimage:

  • Budget-Verpackung: €0,30-0,60 pro Portion
  • Standard-Verpackung: €0,60-1,20 pro Portion
  • Premium/nachhaltig: €1,20-2,50 pro Portion

Bei Premium-Verpackung kannst du oft einen höheren Preis verlangen, wodurch dein Foodcost-Prozentsatz gleich bleibt.

💡 Beispiel Premium vs. Budget:

Gleiches Gericht, unterschiedliche Verpackung:

  • Budget: €4,24 Kostenpreis, Verkauf €12,50 = 37% Foodcost
  • Premium: €5,70 Kostenpreis, Verkauf €16,50 = 38% Foodcost

Ergebnis: €4 mehr Gewinn pro Portion mit Premium-Verpackung

Monatliche Kontrolle und Anpassung

Verpackungspreise ändern sich regelmäßig, genau wie Zutatenpreise. Überprüfe monatlich:

  • Sind deine Einkaufspreise für Verpackung noch aktuell?
  • Verwendest du mehr oder weniger Verpackung als geplant?
  • Kannst du Mengenrabatt bei deinem Lieferanten bekommen?

Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir, diese Kosten zu verfolgen und automatisch in deine Kostenprisberechnung einzubeziehen, damit du immer aktuelle Zahlen hast.

Wie berechnest du den Kostenpreis inklusive Verpackung? (Schritt für Schritt)

1

Erstelle eine Liste aller Verpackungsmaterialien

Notiere alles, was zu einer Portion gehört: Box, Tüte, Besteck, Servietten, Saucenbehälter. Vergiss nichts, auch nicht die kleinen Dinge wie Aufkleber oder Serviettentücher.

2

Berechne die Kosten pro Verpackungsartikel

Teile den Einkaufspreis durch die Anzahl der Stücke in der Verpackung. Eine Schachtel mit 500 Boxen für €175 kostet €0,35 pro Box. Addiere alle Artikel für die gesamten Verpackungskosten pro Portion.

3

Addiere Zutaten und Verpackung zusammen

Kostenpreis = Zutatenkosten + Verpackungskosten + eventuell Energiekosten. Berechne deine Foodcost, indem du diesen Gesamtkostenpreis durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. teilst und mit 100 multiplizierst.

✨ Pro tip

Frag bei deinem Verpackungslieferanten nach Mengenrabatten. Oft bekommst du 10-15% Rabatt bei Abnahme von 3 Monaten Vorrat, was deinen Kostenpreis pro Portion direkt senkt.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich MwSt. in meine Verpackungskosten einbeziehen?

Nein, genau wie bei Zutaten rechnest du Verpackungskosten ohne MwSt. Du zahlst zwar MwSt. an deinen Lieferanten, aber für die Kostenprisberechnung verwendest du den Preis ohne MwSt.

Wie oft sollte ich meine Verpackungspreise aktualisieren?

Überprüfe monatlich, ob deine Preise noch stimmen. Verpackungslieferanten passen Preise oft an wegen Rohstoffen wie Karton und Kunststoff. Bei großen Änderungen musst du deine Verkaufspreise anpassen.

Was ist, wenn ich unterschiedliche Verpackungen für das gleiche Gericht verwende?

Berechne dann einen Durchschnitt. Wenn du 70% Standard-Boxen (€0,35) und 30% Premium (€0,55) verwendest, ist dein Durchschnitt: (0,70 × €0,35) + (0,30 × €0,55) = €0,41 pro Portion.

Wie viel darf Verpackung maximal von meinem Gesamtkostenpreis kosten?

Für Food Trucks sind 15-25% deines Gesamtkostenpreises normal für Verpackung. Wenn Verpackung mehr als 30% deines Kostenpreises wird, suche nach günstigeren Alternativen oder erhöhe deinen Preis.

Muss ich auch Papiertüten mitrechnen, wenn Gäste vor Ort essen?

Nur wenn du sie tatsächlich verwendest. Essen 80% vor Ort ohne Tüte, rechne dann mit 20% der Tütenkosten. Oder berechne separate Kostenpreise für Mitnahme und Vor-Ort-Konsum.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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