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📝 Einkauf, Lieferanten & Strategie · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich den Einkaufspreis pro Rezept, wenn ich Großmengen in kleinen Chargen verarbeite?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 14 Mar 2026

Großmengen in kleinen Chargen verarbeiten kann deinen Einkaufspreis deutlich senken, macht aber die Kostenkalkulation komplexer. Du kaufst zum Beispiel 10 kg Fleisch, verarbeitest es in Portionen von 200 Gramm und musst wissen, was jede Charge kostet. Mit der richtigen Berechnung vermeidest du, dass du zu wenig für deine Gerichte berechnest.

Warum Chargenberechnung wichtig ist

Wenn du Großmengen einkaufst und in kleine Chargen verarbeitest, hast du es mit verschiedenen Kostenschichten zu tun. Du hast nicht nur den Einkaufspreis, sondern auch Bearbeitungskosten, Verluste durch Schneiden und Lagerungskosten. Ohne korrekte Berechnung rechnest du zu niedrig und verlierst Geld.

💡 Beispiel:

Du kaufst 10 kg Rindfleisch für €120 (€12/kg). Nach der Verarbeitung erhältst du:

  • 8 kg verwertbares Fleisch (20% Schnittabfall)
  • 2 Stunden Arbeit à €20/Stunde = €40
  • Verpackung und Lagerung: €8

Tatsächlicher Kostpreis: (€120 + €40 + €8) / 8 kg = €21/kg

Der vollständige Kostenaufbau

Für einen korrekten Chargenkostpreis addierst du alle Kosten und teilst sie durch das verwertbare Gewicht. Die Formel lautet:

Kostpreis pro kg = (Einkaufspreis + Bearbeitungskosten + Lagerungskosten) / Verwertbares Gewicht

  • Einkaufspreis: Was du deinem Lieferanten zahlst
  • Bearbeitungskosten: Arbeit zum Schneiden, Marinieren, Portionieren
  • Lagerungskosten: Verpackung, Etiketten, Gefrierraum
  • Verwertbares Gewicht: Was nach Schnittabfall übrig bleibt

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer vergessen die Bearbeitungskosten. Ein Koch, der 2 Stunden mit Schneiden beschäftigt ist, kostet €40. Das musst du in deinen Kostpreis einrechnen.

Schnittabfall korrekt berechnen

Schnittabfall macht dein Produkt teurer. Wenn du 20% Abfall hast, zahlst du eigentlich 25% mehr pro verwertbarem Kilo. Die Formel:

Tatsächlicher Preis = Einkaufspreis / (100% - Schnittabfall%)

💡 Beispiel Schnittabfall:

Ganzer Lachs €18/kg, 45% Schnittabfall:

  • Ausbeute: 55% (100% - 45%)
  • Tatsächlicher Filetpreis: €18 / 0,55 = €32,73/kg

Dein Filet kostet also fast das Doppelte des ganzen Fisches!

Bearbeitungskosten schätzen

Berechne, wie viel Zeit du mit der Verarbeitung verbringst und multipliziere mit deinem Stundensatz. Rechne mit €18-25 pro Stunde für Küchenpersonal, inklusive Arbeitgeberabgaben.

  • Schneiden und Portionieren: 15-30 Minuten pro kg
  • Marinieren und Würzen: 5-10 Minuten pro kg
  • Verpacken und Etikettieren: 5-10 Minuten pro kg

Lagerungskosten einbeziehen

Auch kleine Kosten summieren sich. Rechne pro Charge:

  • Verpackungsmaterial: Beutel, Behälter, Etiketten
  • Gefrierraum: Anteil deiner Energiekosten
  • Haltbarkeit: Risiko von Verderb während der Lagerung

💡 Praktisches Beispiel:

10 kg Hähnchenschenkel zu portionierten Chargen verarbeiten:

  • Einkauf: €35 (€3,50/kg)
  • 1,5 Stunden Schneiden: €30
  • Verpackung: €12
  • Verwertbar: 8,5 kg (15% Abfall)

Kostpreis: (€35 + €30 + €12) / 8,5 kg = €9,06/kg

Digitale Erfassung für den Überblick

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du pro Charge festhalten, was du eingekauft hast, wie viel Zeit du aufgewendet hast und welche tatsächliche Ausbeute du hattest. So baust du eine Datenbank mit echten Kostpreisen pro Lieferant und Saison auf.

Wie berechnest du den Einkaufspreis pro Charge? (Schritt für Schritt)

1

Registriere alle Einkaufskosten

Notiere den Gesamteinkaufspreis deines Großeinkaufs. Addiere auch Transportkosten und eventuell anfallende Zuschläge hinzu. Dies ist deine Grundlage für die Berechnung.

2

Messe den Schnittabfall genau

Wiege das Produkt vor und nach der Verarbeitung. Berechne den Abfallprozentsatz und das verwertbare Gewicht. Dies bestimmt deine tatsächliche Ausbeute pro Kilo.

3

Berechne Bearbeitungs- und Lagerungskosten

Addiere die Zeit, die du mit Schneiden, Portionieren und Verpacken verbringst. Multipliziere mit deinem Stundensatz und addiere Lagerungskosten hinzu.

4

Teile Gesamtkosten durch verwertbares Gewicht

Teile alle Kosten (Einkauf + Bearbeitung + Lagerung) durch das verwertbare Gewicht. Dies ergibt deinen tatsächlichen Kostpreis pro Kilo für deine Rezeptberechnung.

✨ Pro tip

Mache Fotos deiner Chargen vor und nach der Verarbeitung. So kannst du nachträglich überprüfen, ob deine Ausbeute stimmt und Muster pro Saison oder Lieferant erkennen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich die Bearbeitungszeit immer in den Kostpreis einrechnen?

Ja, besonders bei der Chargenverarbeitung. Wenn du 2 Stunden mit Schneiden beschäftigt bist, kostet das €40 an Arbeit. Das musst du einrechnen, sonst verlierst du Geld bei jedem Gericht.

Wie berechne ich Schnittabfall, wenn ich verschiedene Teile verwende?

Wiege jeden verwertbaren Teil separat. Einige Teile kannst du für Brühe verwenden, andere gehen weg. Zähle nur die Teile, die du wirklich in Gerichten verwendest.

Was ist, wenn mein Schnittabfall pro Lieferant unterschiedlich ist?

Halte pro Lieferant fest, welche durchschnittliche Ausbeute du hast. Gute Lieferanten haben weniger Abfall, was deinen Gesamtkostpreis senkt. Rechne damit bei deinem Lieferantenvergleich.

Kann ich Verpackungskosten bei kleinen Chargen ignorieren?

Nein, kleine Kosten summieren sich. Bei 100 Chargen pro Monat kostet €0,50 extra Verpackung pro Charge dich €600 pro Jahr. Rechne alles ein für einen korrekten Kostpreis.

Wie oft muss ich meine Chargenkostpreise aktualisieren?

Überprüfe monatlich, ob sich deine Einkaufspreise geändert haben. Bei Saisonprodukten kann dies häufiger nötig sein. Aktualisiere auch, wenn sich dein Arbeitsablauf ändert und du mehr oder weniger Abfall hast.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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