Ein Reservierungssystem kostet Geld, kann aber auch Geld einbringen. Die Kosten sind leicht zu berechnen, aber viele Restaurantbesitzer vergessen die indirekten Vorteile. In diesem Artikel lernst du, wie du sowohl die Kosten als auch die Kapitalrendite (ROI) eines Reservierungssystems korrekt in deiner P&L verarbeitest.
Wo gehören Reservierungssystem-Kosten in deine P&L?
Die Kosten eines Reservierungssystems fallen unter Betriebskosten, nicht unter Lebensmittelkosten oder Arbeitskosten. Es sind feste monatliche Kosten, die du unabhängig davon hast, wie viele Gäste du bedienst.
- Kategorie: Marketing- & IT-Kosten
- Typ: Fixkosten (fixed costs)
- MwSt.: 19% (Software/Dienstleistung)
- Häufigkeit: Normalerweise monatliches Abonnement
? Beispiel Kosten pro Monat:
- OpenTable: €199/Monat
- Resy: €189/Monat
- Formitable: €89/Monat
- Setup und Training: €500 einmalig
Jahreskosten: €1.068 - €2.388 + Setup
Berechne es als Prozentsatz deines Umsatzes
Die meisten Restaurantbesitzer rechnen IT-Kosten als Prozentsatz ihres Umsatzes. Dies hilft zu beurteilen, ob die Investition proportional ist.
Formel: (Monatliche Reservierungssystem-Kosten / Monatsumsatz) × 100
? Beispielberechnung:
Restaurant mit €45.000 Monatsumsatz und OpenTable (€199/Monat):
Prozentsatz: (€199 / €45.000) × 100 = 0,44% des Umsatzes
Das ist akzeptabel. Über 1% des Umsatzes wird teuer für ein Reservierungssystem.
Messe die Kapitalrendite (ROI)
Ein Reservierungssystem kostet Geld, kann aber auch Einnahmen generieren durch:
- Weniger No-Shows: Von 15% auf 5% durch Bestätigungs-E-Mails
- Bessere Tischrotation: Präzisere Zeitfenster, weniger Wartezeit
- Höhere Auslastung: Gäste können online reservieren (auch außerhalb der Öffnungszeiten)
- Gastdaten: E-Mail-Adressen für Marketing
? ROI-Berechnung:
Restaurant mit 50 Couverts/Abend, 6 Tage/Woche:
- No-Show-Verbesserung: 10% → 5% = 15 zusätzliche Couverts/Woche
- Durchschnittliche Rechnung: €35
- Zusätzlicher Umsatz: 15 × €35 × 52 Wochen = €27.300/Jahr
- Systemkosten: €2.400/Jahr
ROI: €27.300 / €2.400 = 1.137% Rendite
⚠️ Achtung:
Diese Berechnung geht davon aus, dass du die zusätzlichen Couverts tatsächlich erhältst. Messe dies in den ersten 3 Monaten nach der Implementierung, um zu sehen, ob die ROI stimmt.
Buchhalterische Verarbeitung
In deiner Buchhaltung buchst du Reservierungssystem-Kosten wie folgt:
- Hauptbuchkonto: 4350 (Automatisierungskosten) oder 4400 (Marketing)
- MwSt.: 19% (abzugsfähig, wenn du umsatzsteuerpflichtig bist)
- Periode: Monatlich wiederkehrende Position
- Setup-Kosten: Einmalig, eventuell über 3 Jahre abschreiben
Viele Buchhalter ordnen es unter Marketingkosten ein, da es indirekt Kunden akquiriert.
Vergleiche mit Alternativen
Bevor du investierst, vergleiche die Kosten mit Alternativen:
? Kostenvergleich pro Jahr:
- Telefon + Papierbuch: €0 (aber 2-3 Stunden/Woche zusätzliche Arbeit)
- Kostenloses System (Google, Facebook): €0 (begrenzte Funktionalität)
- Bezahltes Reservierungssystem: €1.000-2.500
- Eigene Website mit Reservierungsfunktion: €2.000-5.000
Rechne auch deine eigene Zeit ein. Wenn du 3 Stunden pro Woche bei telefonischen Reservierungen sparst und deine Zeit €25/Stunde wert ist, sparst du €3.900 pro Jahr an Arbeitszeit.
Wie verarbeitest du Reservierungssystem-Kosten? (Schritt für Schritt)
Sammle alle Kosten
Addiere: monatliches Abonnement, Setup-Kosten, eventuell Transaktionsgebühren pro Reservierung und Schulung des Personals. Rechne alles in monatliche Kosten um für einen fairen Vergleich.
Berechne als Prozentsatz des Umsatzes
Teile deine monatlichen Reservierungskosten durch deinen Monatsumsatz und multipliziere mit 100. Über 1% des Umsatzes wird teuer für ein Reservierungssystem.
Messe die Vorteile nach 3 Monaten
Verfolge: Anzahl der No-Shows vor und nach der Implementierung, durchschnittliche Auslastung und Zeit, die du sparst. Berechne die ROI, indem du zusätzlichen Umsatz durch die Jahreskosten des Systems teilst.
✨ Pro tip
Starten Sie mit einer kostenlosen 30-Tage-Testversion und messen Sie Ihr No-Show-Prozentsatz vor und während des Tests. So sehen Sie direkt, ob sich die Investition amortisiert.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich Reservierungskosten von der Steuer abziehen?
Unter welcher Kostenposition gehört ein Reservierungssystem?
Welcher Prozentsatz des Umsatzes ist für Reservierungskosten akzeptabel?
Muss ich Setup-Kosten auf einmal abbuchen?
Wie messe ich, ob ein Reservierungssystem rentabel ist?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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