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📝 Arbeitskosten, GuV & Break-even · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich den Mindestumsatz, den ich als Restaurant benötige, um rentabel zu sein?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 17 Mar 2026

Dein Mindestumsatz bestimmt, ob dein Restaurant überleben kann. Viele Unternehmer wissen nicht, welchen Mindestumsatz sie benötigen, um alle Kosten zu decken und sich selbst ein anständiges Einkommen zu zahlen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, deinen Break-Even-Punkt zu berechnen.

Was ist dein Break-Even-Punkt?

Dein Break-Even-Punkt ist der Mindestumsatz pro Monat, bei dem du alle Kosten deckst und dir selbst ein anständiges Gehalt zahlen kannst. Unter diesem Betrag machst du Verlust. Über diesem Betrag machst du Gewinn.

💡 Beispiel:

Restaurant mit 40 Plätzen:

  • Miete: €3.500
  • Personal: €12.000
  • Foodcost (30%): €6.000
  • Sonstige Kosten: €2.500
  • Eigenes Gehalt: €4.000

Mindestumsatz: €28.000 pro Monat

Sammle deine Fixkosten

Beginne mit allen Kosten, die du jeden Monat zahlen musst, unabhängig davon, wie viele Gäste du hast. Das sind deine Fixkosten:

  • Miete und Mietnebenkosten (einschließlich Nebenkosten, Wasser, Gas, Strom)
  • Versicherungen (Betrieb, Haftung, Inventar)
  • Festes Personal (du selbst, feste Mitarbeiter, Sozialabgaben)
  • Abonnements (Telefon, Internet, Software, Alarmsystem)
  • Abschreibungen (Küchengeräte, Möbel)
  • Verwaltung und Buchhaltung

⚠️ Achtung:

Vergiss dein eigenes Gehalt nicht! Viele Unternehmer berücksichtigen das nicht und arbeiten am Ende kostenlos.

Berechne deine variablen Kosten

Variable Kosten steigen mit deinem Umsatz. Die wichtigsten sind:

  • Foodcost: üblicherweise 28-35% des Umsatzes
  • Zusätzliches Personal: bei Stoßzeiten mehr Mitarbeiter
  • Kartenzahlungsgebühren: etwa 0,3% des Umsatzes
  • Getränkeeinkauf: bei Bar/Café 18-25% des Getränkeumsatzes

💡 Beispielberechnung:

Bei €20.000 Umsatz:

  • Foodcost 30%: €6.000
  • Zusätzliches Personal: €1.500
  • Kartenzahlungsgebühren: €60

Gesamtvariable Kosten: €7.560 (37,8%)

Die Break-Even-Formel

Jetzt kannst du deinen Mindestumsatz mit dieser Formel berechnen:

Mindestumsatz = Fixkosten / (1 - Variable Kosten %)

Wobei variable Kosten % = variable Kosten geteilt durch Umsatz.

💡 Vollständiges Beispiel:

Restaurant mit:

  • Fixkosten: €18.000
  • Variable Kosten: 38% des Umsatzes

Berechnung: €18.000 / (1 - 0,38) = €18.000 / 0,62 = €29.032

Du benötigst mindestens €29.032 Umsatz, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

Überprüfe, ob es realistisch ist

Prüfe, ob dein Break-Even-Umsatz mit deinen Plätzen und Öffnungszeiten erreichbar ist:

  • Anzahl der Plätze × durchschnittliche Rechnung × Anzahl der Schichten × Auslastungsgrad
  • Durchschnittlicher Auslastungsgrad von Restaurants: 60-80%
  • Durchschnittliche Rechnung Casual Dining: €25-35

⚠️ Achtung:

Wenn dein Break-Even höher ist als das, was realistisch erreichbar ist, musst du deine Kosten senken oder dein Konzept anpassen.

Was ist, wenn dein Break-Even zu hoch ist?

Wenn dein Mindestumsatz unrealistisch hoch ausfällt, hast du diese Optionen:

  • Fixkosten senken: günstigere Miete, weniger festes Personal
  • Foodcost optimieren: Menü-Engineering, bessere Einkäufe
  • Durchschnittliche Rechnung erhöhen: Preisanpassungen, Upselling
  • Mehr Plätze: effizientere Anordnung
  • Längere Öffnungszeiten: Mittagessen hinzufügen, später öffnen

Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, deine Foodcost und Selbstkosten zu verfolgen, damit du genau weißt, wo du optimieren kannst.

Wie berechnest du deinen Break-Even-Punkt? (Schritt für Schritt)

1

Erstelle eine Liste aller Fixkosten

Addiere alle monatlichen Kosten, die du unabhängig von deinem Umsatz zahlen musst: Miete, Versicherungen, festes Personal, Abonnements und dein eigenes Gehalt. Vergiss keine Kostenposition.

2

Berechne deinen Prozentsatz der variablen Kosten

Bestimme, welcher Prozentsatz deines Umsatzes in variable Kosten fließt. Addiere Foodcost (28-35%), zusätzliches Personal bei Stoßzeiten und Kartenzahlungsgebühren.

3

Wende die Break-Even-Formel an

Teile deine Fixkosten durch (1 minus deinen Prozentsatz der variablen Kosten). Das Ergebnis ist dein Mindestumsatz pro Monat, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

✨ Pro tip

Vergleiche deinen Break-Even-Punkt mit deinem tatsächlichen Umsatz der letzten 6 Monate. Wenn du strukturell unter deinem Break-Even liegst, arbeite zuerst an der Kostenkontrolle, bevor du in Wachstum investierst.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Sollte ich mein eigenes Gehalt in die Berechnung einbeziehen?

Ja, unbedingt. Dein eigenes Gehalt ist eine echte Kostenposition. Viele Unternehmer vergessen das und denken, sie machen Gewinn, während sie eigentlich kostenlos arbeiten.

Was ist, wenn mein Break-Even höher ist als das, was ich umsetzen kann?

Dann musst du deine Kosten senken oder deinen Umsatz erhöhen. Schau dir günstigere Miete, niedrigere Foodcost, höhere Preise oder mehr Plätze an. Manchmal musst du dein Konzept anpassen.

Wie oft sollte ich meinen Break-Even-Punkt neu berechnen?

Mindestens alle 6 Monate oder wenn es große Veränderungen bei Miete, Personal oder Lieferantenpreisen gibt. Deine Kosten ändern sich häufiger als du denkst.

Ist 30% Foodcost eine gute Annahme?

Für die meisten Restaurants ja. Fine Dining liegt oft bei 28-32%, Casual Dining bei 28-35%. Überprüfe deine eigenen Zahlen und passe sie entsprechend an.

Sollte ich die VAT in meine Break-Even-Berechnung einbeziehen?

Berechne immer ohne VAT. Die VAT, die du einnimmst, gibst du an die Steuerbehörde weiter, daher zählt sie nicht für deinen Break-Even-Punkt.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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