Die gleichen Menüpreise im Restaurant und auf Lieferplattformen zu verwenden, scheint logisch, kostet dich aber Geld. Lieferplattformen berechnen Provisionen auf deinen Verkaufspreis, wodurch deine Marge verschwindet. Du verdienst weniger, ohne dass deine Gäste es bemerken.
Warum gleiche Preise deinen Gewinn aufzehren
Lieferplattformen wie Uber Eats, Deliveroo und Thuisbezorgd berechnen Provisionen. Normalerweise zwischen 15% und 30% deines Verkaufspreises. Wenn du die gleichen Preise wie im Restaurant verwendest, zahlst du diese Provision aus deiner eigenen Marge.
💡 Beispiel:
Du verkaufst eine Pasta für €16,50 im Restaurant:
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €15,14
- Zutatenkosten: €4,50
- Lebensmittelkosten: 29,7%
- Marge: €10,64
Über Lieferplattform (25% Provision):
- Provision: €3,79
- Netto-Einnahmen: €11,35
- Marge nach Provision: €6,85
Du verlierst €3,79 pro Gericht an Provision.
Der Unterschied in den Kosten zwischen Restaurant und Lieferung
Restaurant und Lieferung haben unterschiedliche Kostenstrukturen. Im Restaurant zahlst du Personal, Miete und Energie. Bei der Lieferung zahlst du Provision, aber keine Bedienung.
- Restaurant: Personal, Miete, Energie, Spülen
- Lieferung: Provision, Verpackung, keine Bedienung
- Netto-Effekt: Provision ist normalerweise höher als die Einsparung
⚠️ Achtung:
Vergiss nicht die Verpackungskosten. €0,50 extra pro Bestellung kann deine Lebensmittelkosten um 2-3% bei einem €16-Gericht erhöhen.
Wie viel Provision zahlst du wirklich?
Die Provision, die Plattformen berechnen, variiert, liegt aber normalerweise zwischen 15% und 30%. Hinzu kommen oft noch zusätzliche Kosten.
💡 Beispiele für Provisionen:
- Thuisbezorgd: 13-15% + Marketingkosten
- Uber Eats: 15-30% je nach Vertrag
- Deliveroo: 15-35% je nach Dienstleistungen
- Zusätzliche Kosten: Zahlungsgebühren, Marketing, Promotionen
Gesamtkosten können bis zu 35% deines Verkaufspreises betragen.
Auswirkungen auf deinen Jahresumsatz
Die Auswirkungen gleicher Preise werden erst wirklich sichtbar, wenn du sie auf Jahresbasis betrachtest. Bei einer durchschnittlichen Provision von 25% und €100.000 Lieferumsatz verlierst du €25.000 an Provision.
💡 Rechenbeispiel:
Restaurant mit €500.000 Jahresumsatz, davon €150.000 über Lieferung:
- Provision 25%: €37.500 pro Jahr
- Bei 30% Lebensmittelkosten: Verlust von €11.250 aus deiner Marge
- Das sind 2,3% deines Gesamtumsatzes
€37.500 weniger Gewinn durch gleiche Preise.
Warum Restaurants trotzdem gleiche Preise verwenden
Viele Unternehmer entscheiden sich bewusst für gleiche Preise, trotz niedrigerer Marge. Die Gründe sind verständlich, aber nicht immer sinnvoll.
- Einfachheit: Eine Speisekarte, keine Verwirrung
- Kundenerlebnis: Gäste sehen keinen Preisunterschied
- Verwaltung: Weniger Aufwand mit unterschiedlichen Preisen
- Volumen: Mehr Bestellungen kompensieren niedrigere Marge
⚠️ Achtung:
Volumen kompensiert nur, wenn deine Fixkosten tatsächlich sinken. Wenn du die gleiche Miete, Personal und Energie zahlst, verdienst du weniger pro Bestellung.
Die Lösung: angepasste Preise für Lieferung
Die meisten erfolgreichen Restaurants verwenden 15-25% höhere Preise auf Lieferplattformen. Dies kompensiert die Provision und hält deine Marge intakt.
- Berechne deine Gewinnschwelle: Provision + Verpackung + zusätzliche Kosten
- Erhöhe Preise schrittweise: Nicht alles auf einmal
- Teste verschiedene Preise: Schau auf die Auswirkung auf das Volumen
- Kommuniziere transparent: Erkläre, warum Preise unterschiedlich sind
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du einfach verschiedene Preise pro Plattform verwalten und sehen, was jeder Kanal wirklich bringt.
Wie berechnest du den richtigen Lieferpreis? (Schritt für Schritt)
Berechne Gesamtprovision und Kosten
Addiere alle Kosten: Plattformprovision, Zahlungsgebühren, Verpackung und eventuell Marketingkosten. Dies gibt dir den Gesamtprozentsatz, den du pro Bestellung verlierst.
Bestimme deine gewünschte Netto-Einnahme
Entscheide, wie viel du netto pro Gericht verdienen möchtest. Dies sollte mindestens gleich deinem Restaurantpreis minus den Kosten sein, die du bei der Lieferung sparst (Bedienung, Spülen).
Berechne deinen Lieferpreis
Teile deine gewünschte Netto-Einnahme durch (100% - Gesamtkosten%). Dies gibt dir den Mindestverkaufspreis für die Lieferplattform, um die gleiche Marge zu behalten.
✨ Pro tip
Überprüfe monatlich deine tatsächlichen Provisionskosten pro Plattform. Einige Plattformen erhöhen stillschweigend ihre Tarife oder führen neue Kosten ein. Passe deine Preise rechtzeitig an, um deine Marge zu schützen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Akzeptieren Kunden höhere Preise auf Lieferplattformen?
Ja, die meisten Kunden verstehen, dass Lieferung extra kostet. Viele Restaurants verwenden 15-25% höhere Preise ohne Probleme. Sei transparent über den Grund.
Wie viel höher dürfen meine Lieferpreise sein?
Üblich sind 15-25% höher als deine Restaurantpreise. Dies kompensiert Provision und zusätzliche Kosten. Teste verschiedene Preise, um zu sehen, was für dein Konzept funktioniert.
Muss ich MwSt. in meine Provisionsberechnung einbeziehen?
Plattformen berechnen Provision auf den Verkaufspreis inklusive MwSt., aber du erhältst weniger ohne MwSt. Rechne daher immer mit Beträgen ohne MwSt. für deine Marge.
Was ist, wenn mein Konkurrent gleiche Preise verwendet?
Dann verdient dein Konkurrent wahrscheinlich weniger pro Bestellung. Konzentriere dich auf deine eigene Rentabilität, nicht auf den Konkurrenten. Qualität und Service machen den Unterschied.
Kann ich verschiedene Preise pro Plattform verwenden?
Ja, jede Plattform hat ihre eigene Provisionsstruktur. Uber Eats kann 25% kosten, Thuisbezorgd 15%. Passe deine Preise pro Plattform für optimale Marge an.
Wie erkläre ich Preisunterschiede den Kunden?
Sei ehrlich: Lieferung kostet extra durch Provision und Verpackung. Die meisten Kunden verstehen das. Du kannst es auch auf deiner Website erklären.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Hören Sie auf, Geld in Ihrer Küche zu verlieren
Die meisten Gastronomiebetriebe verlieren 5-15% Marge durch unsichtbare Fehler. KitchenNmbrs macht jeden Euro sichtbar — vom Einkauf bis zum Teller. Starten Sie Ihre kostenlose Testphase.
Kostenlose Testversion starten →