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📝 Spezifische Küchentypen & Konzepte · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Kostpreis eines Food-Truck-Gerichts inklusive Standgebühr und Standortkosten?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Food Trucks haben einzigartige Kostenstrukturen, die du in einem normalen Restaurant nicht findest. Neben Zutaten musst du mit Standgebühren, Kraftstoff, Standortkosten und oft höherem Verschleiß durch begrenzte Kühlung rechnen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du den echten Kostpreis deiner Food-Truck-Gerichte berechnest.

Warum Food-Truck-Kostpreise anders sind

Ein Food Truck scheint günstiger als ein Restaurant zu sein, weil du keine Miete zahlst. Aber du hast andere Kosten, die oft vergessen werden:

  • Standgebühr: €50-150 pro Tag je nach Standort
  • Kraftstoff: für Transport und Generator
  • Begrenzte Vorräte: mehr Verschleiß durch kleine Kühlung
  • Standortgebundener Verkauf: schlechter Tag = alle Kosten umsonst

⚠️ Achtung:

Viele Food-Truck-Besitzer rechnen nur mit Zutatenkosten. Dann sieht deine Marge wie 65% aus, aber du verdienst nichts, weil du die Tageskosten vergisst.

Den vollständigen Kostpreis berechnen

Für einen fairen Kostpreis musst du alle Tageskosten auf deine verkauften Portionen umrechnen:

Kostpreis pro Portion = Zutatenkosten + (Tageskosten / Erwartete Portionen)

💡 Beispiel: Gourmet-Burger

Zutatenkosten pro Burger:

  • Brötchen: €0,85
  • Rind (150g): €3,20
  • Käse: €0,45
  • Gemüse + Soße: €0,60
  • Pommes (200g): €0,40

Zutaten insgesamt: €5,50

Tageskosten: €180 (Standgebühr €80 + Kraftstoff €35 + Arbeit €65)

Erwarteter Verkauf: 60 Burger

Tageskosten pro Burger: €180 / 60 = €3,00

Echter Kostpreis: €5,50 + €3,00 = €8,50

Tageskosten, die du berücksichtigen musst

Diese Kosten machst du jeden Tag, an dem du arbeitest, unabhängig davon, wie viel du verkaufst:

  • Standgebühr/Standplatz: €50-150 pro Tag
  • Transportkraftstoff: €15-35 je nach Entfernung
  • Generator-Kraftstoff: €20-40 pro Tag
  • Arbeit: mindestens dein eigenes Stundenlohn × Arbeitsstunden
  • Verschleiß: 10-20% der Zutaten durch begrenzte Kühlung

Verschiedene Standorte, verschiedene Kostpreise

Jeder Standort hat unterschiedliche Kosten und unterschiedliche Verkaufsmengen. Berechne daher für jeden Standort einen separaten Kostpreis:

💡 Beispiel: Gleicher Burger, verschiedene Orte

Teurer Standort (Innenstadt):

  • Standgebühr: €120
  • Erwarteter Verkauf: 80 Burger
  • Tageskosten pro Burger: €180 / 80 = €2,25
  • Kostpreis: €5,50 + €2,25 = €7,75

Günstiger Standort (Industriegebiet):

  • Standgebühr: €40
  • Erwarteter Verkauf: 30 Burger
  • Tageskosten pro Burger: €100 / 30 = €3,33
  • Kostpreis: €5,50 + €3,33 = €8,83

Paradoxon: günstiger Platz = höherer Kostpreis durch weniger Verkauf!

Break-Even-Punkt berechnen

Du musst mindestens deine Tageskosten wieder verdienen. Sonst verlierst du Geld, auch wenn deine Marge hoch aussieht:

Break-Even = Tageskosten / (Verkaufspreis - Zutatenkosten)

💡 Beispiel Break-Even:

Burger Verkaufspreis: €12,50 (inkl. 9% VAT = €11,47 exkl.)

Zutatenkosten: €5,50

Marge pro Burger: €11,47 - €5,50 = €5,97

Tageskosten: €180

Break-Even: €180 / €5,97 = 30 Burger

Verkaufst du weniger als 30 Burger? Dann verlierst du an diesem Tag Geld.

Saison und Wetter-Auswirkungen

Food Trucks sind anfälliger für externe Faktoren als Restaurants. Rechne daher mit durchschnittlichen Verkaufszahlen über einen Monat:

  • Gute Tage: 80-120 Portionen
  • Schlechte Tage: 20-40 Portionen (Regen, wenig Fußgänger)
  • Durchschnitt: 60 Portionen für Kostprisberechnung

⚠️ Achtung:

Rechne nicht mit deinem besten Tag. An regnerischen Tagen verkaufst du viel weniger, aber deine Tageskosten bleiben gleich.

Food-Truck-spezifische Tipps

  • Führe ein Verkaufstagebuch: welcher Standort, Wetter, Anzahl der Portionen
  • Teste neue Standorte: erste Woche niedrigere Erwartungen
  • Berechne pro Menüpunkt: Pommes haben einen anderen Kostpreis als Burger
  • Plane deine Einkäufe: kleine Kühlung bedeutet tägliche Frischeinkäufe

Wie berechnest du den Food-Truck-Kostpreis? (Schritt für Schritt)

1

Berechne deine Zutatenkosten pro Portion

Addiere alle Zutaten, die ins Gericht gehen: Hauptprodukt, Beilagen, Saucen, Öl zum Braten. Vergiss nicht die Garnitur oder Verpackung (Behälter, Serviette, Besteck).

2

Bestimme deine Tageskosten

Addiere: Standgebühr, Transportkraftstoff, Generator-Kraftstoff, dein eigenes Arbeitslohn (Stundenlohn × Arbeitsstunden). Addiere hier 10-15% für Verschleiß durch begrenzte Kühlkapazität.

3

Schätze realistische Verkaufsmengen

Verwende durchschnittliche Verkäufe über einen Monat, nicht deinen besten Tag. Rechne mit verschiedenen Szenarien pro Standort: gute Tage, schlechte Tage, Durchschnitt.

4

Berechne Kostpreis pro Portion

Kostpreis = Zutatenkosten + (Tageskosten / erwartete Portionen). Überprüfe, ob du die Break-Even erreichst: Tageskosten / (Verkaufspreis - Zutatenkosten) = Mindestportionen.

✨ Pro tip

Führe ein einfaches Tagebuch: Standort, Wetter, Anzahl verkaufter Portionen und Tageskosten. Nach einem Monat siehst du Muster und kannst viel genauer Kostpreise pro Standort und Wetterbedingungen berechnen.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich die Standgebühr in meinen Kostpreis einbeziehen?

Ja, absolut. Standgebühren sind Fixkosten, die du jeden Tag machst. Wenn du diese nicht einbeziehst, sieht deine Marge höher aus als sie ist und du verlierst unbemerkt Geld an schlechten Verkaufstagen.

Wie berechne ich die Kraftstoffkosten für meinen Food Truck?

Rechne Transport (hin und zurück zum Standort) plus Generator-Kraftstoff. Im Durchschnitt €15-35 Transport und €20-40 Generator pro Tag, je nach Entfernung und wie lange du arbeitest.

Was ist, wenn ich einen schlechten Verkaufstag habe?

Deine Tageskosten bleiben gleich, also wird dein Kostpreis pro Portion höher. Deshalb rechnest du mit durchschnittlichen Verkaufsmengen über einen Monat, nicht mit deinem besten Tag.

Wie viel Verschleiß muss ich einrechnen?

Food Trucks haben mehr Verschleiß durch begrenzte Kühlkapazität und unvorhersehbare Verkäufe. Rechne 10-20% extra zusätzlich zu deinen Zutatenkosten für Verschleiß und Reste.

Kann ich verschiedene Preise pro Standort verlangen?

Ja, das ist logisch. Teure Standorte haben höhere Standgebühren, aber mehr Kunden. Günstige Plätze haben niedrigere Standgebühren, aber weniger Verkauf. Passe deinen Preis pro Standort an.

Wie oft muss ich meine Kostpreise neu berechnen?

Mindestens jeden Monat, weil du die Verkaufsmengen pro Standort besser kennenlernst. Bei neuen Standorten: wöchentlich im ersten Monat, um realistische Durchschnitte zu finden.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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