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Wie berechne ich die Marge bei einer Zusammenarbeit mit...

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 05 Apr 2026

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Die Zusammenarbeit mit einem lokalen Stadtbauernhof kann deine Lebensmittelkosten senken und deine Geschichte stärken. Aber nur wenn die Zahlen stimmen. Viele Restaurants rechnen zu optimistisch und verlieren am Ende Geld bei diesen schönen Zusammenarbeit.

Die Zusammenarbeit mit einem lokalen Stadtbauernhof kann deine Lebensmittelkosten senken und deine Geschichte stärken. Aber nur wenn die Zahlen stimmen. Viele Restaurants rechnen zu optimistisch und verlieren am Ende Geld bei diesen schönen Zusammenarbeit. So berechnest du, ob ein Stadtbauernhof-Deal wirklich günstiger ist.

Was kostet lokal wirklich?

Lokale Produkte sind oft teurer pro Kilo als Großhandel. Aber du bekommst dafür mehr: bessere Qualität, längere Haltbarkeit und eine Geschichte, die deine Gäste schätzen. Die Kunst ist, auszurechnen, ob diese Vorteile den höheren Einkaufspreis aufwiegen.

? Beispiel:

Stadtbauernhof bietet dir biologische Karotten an:

  • Stadtbauernhof: €3,50/kg
  • Großhandel bio: €2,80/kg
  • Großhandel regulär: €1,90/kg

Unterschied: €0,70 mehr als bio Großhandel, €1,60 mehr als regulär.

Rechne alle Kosten mit ein

Bei einem Stadtbauernhof zahlst du oft mehr als nur den Produktpreis. Berücksichtige diese zusätzlichen Kosten in deinem Vergleich:

  • Abholkosten: Zeit und Benzin zum Abholen von Produkten
  • Kleinere Mengen: Häufigere Bestellungen kosten mehr Zeit
  • Saisonalität: Nicht immer verfügbar, Backup nötig
  • Längere Vorbereitungszeit: Oft mehr Reinigung und Verarbeitung

⚠️ Achtung:

Vergiss nicht die Zeit, die du oder dein Chef zum Abholen und für zusätzliche Verarbeitung aufwendest. Rechne diese Zeit mit deinem Stundenlohn auf.

Berechne deine tatsächlichen Kosten

Die Formel für deine tatsächlichen Kosten pro Kilo lokales Produkt:

Tatsächliche Kosten = Produktpreis + (Zusätzliche Zeit × Stundenlohn) + Abholkosten

? Beispielberechnung:

10 kg biologische Karotten vom Stadtbauernhof:

  • Produktpreis: 10 kg × €3,50 = €35,00
  • Abholen: 1 Stunde × €25 Stundenlohn = €25,00
  • Zusätzliche Reinigung: 30 Min × €25 = €12,50

Tatsächliche Kosten: €72,50 / 10 kg = €7,25/kg

Vergleiche mit Aufschlag auf der Speisekarte

Wenn du lokale Produkte teurer einkaufst, kannst du das an deine Gäste weitergeben. Viele Gäste zahlen gerne mehr für lokal und biologisch. Berechne, ob dieser Aufschlag deine zusätzlichen Kosten deckt:

  • Wie viel mehr fragst du für das 'lokale' Gericht?
  • Deckt dieser Aufschlag deine zusätzlichen Einkaufskosten?
  • Wie viele Gäste wählen die lokale Option?

? Beispiel Speisekarte:

Du verwendest 200g Karotten pro Teller:

  • Großhandel bio: 200g × €2,80 = €0,56 pro Teller
  • Stadtbauernhof: 200g × €7,25 = €1,45 pro Teller
  • Unterschied: €0,89 mehr pro Teller

Du kannst €2,00 mehr für 'lokal' verlangen. Dann verdienst du €1,11 extra pro Teller.

Qualitätsvorteile berücksichtigen

Lokale Produkte haben oft Vorteile, die Geld sparen, auch wenn sie teurer im Einkauf sind:

  • Weniger Schnittabfall: Frischer = weniger Verschwendung
  • Längere Haltbarkeit: Weniger Abfall
  • Besserer Geschmack: Gäste schätzen es, kommen wieder
  • Geschichte für Marketing: Kostenlose Werbung wert

Versuche, diese 'weichen' Vorteile in Geld auszudrücken. Wenn du durch lokale Produkte 10% weniger Abfall hast, spart das Geld.

Teste es in kleinem Maßstab

Beginne mit einem Produkt für ein Gericht. Messe 3 Monate lang:

  • Tatsächliche Kosten pro Portion
  • Wie viele Gäste wählen es
  • Reaktionen von Gästen
  • Zusätzliche Umsätze durch Aufschlag

Erst nach diesem Test entscheiden, ob du auf mehr Produkte ausweiten möchtest.

Wie berechnest du die Marge bei einer Stadtbauernhof-Zusammenarbeit?

1

Sammle alle Kosten

Notiere den Produktpreis pro Kilo plus alle zusätzlichen Kosten: Abholen, zusätzliche Verarbeitungszeit, kleinere Bestellungen. Rechne deine eigene Zeit mit deinem Stundenlohn mit ein.

2

Berechne tatsächliche Kosten pro Kilo

Addiere Produktpreis + zusätzliche Zeit × Stundenlohn + Abholkosten. Teile durch die Gesamtanzahl der Kilos. Das sind deine tatsächlichen Kosten pro Kilo lokales Produkt.

3

Vergleiche mit deinem aktuellen Lieferanten

Stelle deine tatsächlichen Kosten neben deinen aktuellen Einkaufspreis. Berechne den Unterschied pro Portion. Überprüfe, ob du diesen Unterschied durch einen höheren Speisekartenppreis weitergeben kannst.

4

Teste auf einem Gericht

Beginne klein mit einem Produkt auf einem Gericht. Messe 3 Monate die tatsächlichen Kosten, Verkäufe und Kundenzufriedenheit. Erst dann auf mehr Produkte ausweiten.

✨ Pro tip

Beginne mit einem Saisonprodukt, das du viel verwendest, wie Tomaten im Sommer. Dann siehst du schnell, ob die Zahlen stimmen, ohne große Risiken.

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Häufig gestellte Fragen

Sind lokale Produkte immer teurer als Großhandel?
Meist ja im Einkaufspreis, aber nicht immer in den tatsächlichen Kosten. Durch weniger Abfall und bessere Qualität kann lokal am Ende günstiger sein. Plus kannst du oft einen Aufschlag bei Gästen verlangen.
Wie rechne ich meine Zeit zum Abholen in die Kosten ein?
Rechne deinen eigenen Stundenlohn oder den deines Chefs. 1 Stunde Abholen zu €25/Stunde kostet €25. Verteile das auf alle Produkte, die du abholst, um die Kosten pro Kilo zu berechnen.
Kann ich einen Aufschlag für lokale Gerichte verlangen?
Ja, viele Gäste zahlen gerne 10-20% mehr für lokal und biologisch. Teste es: biete das gleiche Gericht mit lokalen und regulären Zutaten an. Schau, was Gäste wählen.
Was ist, wenn der Stadtbauernhof nicht immer alles liefern kann?
Halte immer einen Backup-Lieferanten. Rechne diese Sicherheit in deine Kosten ein. Du kannst auch Saisonmenüs erstellen, die sich mit dem Angebot des Bauernhofs bewegen.
Wie messe ich, ob lokale Produkte weniger Abfall geben?
Notiere einen Monat lang, wie viel du von lokalen vs. regulären Produkten wegwirfst. Wiege es buchstäblich. Oft ist lokal frischer und damit länger haltbar, was Abfall reduziert.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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