C-Produkte in einer ABC-Analyse sind die am wenigsten wertvollen Artikel in deinem Bestand - oft 60-70% deiner Zutaten, aber nur 5-10% deines Einkaufswerts. Viele Gastronomiebetreiber verbringen zu viel Zeit mit der Verwaltung dieser kleinen Dinge, während sie sich besser auf ihre A-Produkte konzentrieren könnten. In diesem Artikel lernst du, wie du C-Produkte effizient verwaltest, ohne Zeit zu verschwenden.
Was sind C-Produkte genau?
C-Produkte sind Zutaten, die wenig kosten, aber viel Platz in deiner Verwaltung einnehmen. Denk an:
- Gewürze und Kräuter (Oregano, Basilikum, Pfeffer)
- Kleine Garnituren (Petersilie, Zitrone, Oliven)
- Basis-Zutaten (Salz, Zucker, Essig)
- Kleine Verpackungen (Cocktailspieße, Servietten)
💡 Beispiel ABC-Verteilung:
Restaurant mit €5.000 monatlichem Einkauf:
- A-Produkte: 10% der Artikel, 70% des Werts (€3.500)
- B-Produkte: 20% der Artikel, 20% des Werts (€1.000)
- C-Produkte: 70% der Artikel, 10% des Werts (€500)
Du hast also viele C-Produkte, aber sie kosten wenig.
Warum C-Produkte anders verwalten?
Das Problem mit C-Produkten ist, dass sie viel Verwaltungszeit kosten für wenig finanzielle Auswirkungen. Wenn du jede Woche zählst, wie viele Beutel Oregano du noch hast, verschwendest du wertvolle Zeit, die du besser für die Optimierung deines teuren Fleisches und Fisches nutzen könntest.
⚠️ Achtung:
Viele Betreiber verbringen genauso viel Zeit mit der Verwaltung von €2 Petersilie wie mit €200 Lachs. Das ist nicht effizient.
Die 80/20-Regel für C-Produkte
Für C-Produkte gilt: minimale Kontrolle, maximaler Bestand. Es kostet mehr Zeit, genau zu verfolgen, wie viel du hast, als einfach etwas extra einzulagern.
- Kaufe C-Produkte in größeren Mengen
- Prüfe nur, ob du genug hast (nicht genau wie viel)
- Bestelle erst, wenn du wirklich fast aufgebraucht bist
- Konzentriere deine Zeit auf A-Produkte (Fleisch, Fisch, Premium-Zutaten)
Praktische Verwaltung von C-Produkten
Für C-Produkte verwendest du ein einfaches Min-Max-System:
💡 Beispiel Min-Max-System:
Getrocknetes Oregano:
- Minimum: 2 Behälter (Bestellgrenze)
- Maximum: 8 Behälter (maximaler Bestand)
- Bestelleinheit: 6 Behälter auf einmal
Wenn du noch 2 Behälter siehst, bestellst du 6 neue. Einfach.
Welche C-Produkte kannst du bündeln?
Viele C-Produkte kannst du zusammen bestellen, um Effizienz zu schaffen:
- Gewürzpaket: Alle getrockneten Gewürze in einer Bestellung
- Garnituren-Paket: Petersilie, Schnittlauch, Zitronen zusammen
- Basis-Paket: Salz, Pfeffer, Essig, Öl zusammen
- Einwegartikel: Alle Wegwerfprodukte in einer großen Bestellung
Das spart Bestellzeit und oft bekommst du auch noch Rabatt bei größeren Bestellungen.
💡 Beispiel Bündelung:
Monatliche Gewürzbestellung:
- Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin: €45
- Pfeffer, Salz, Paprikapulver: €25
- Knoblauchpulver, Zwiebelpulver: €15
Gesamt: €85 - einmal pro Monat bestellen
Digital vs. manuell für C-Produkte
Für C-Produkte brauchst du keine umfangreiche Software. Eine einfache Checkliste funktioniert prima:
- Wöchentliche Kontrolle: Sind die Basis-Sachen vorhanden?
- Monatliche Bestellung von Standard-Artikeln
- Notiz auf deinem Telefon oder Whiteboard in der Küche
Eine App wie KitchenNmbrs kannst du zwar verwenden, um deine C-Produkte zu registrieren, aber der Fokus liegt besser auf deinen wertvollen A-Produkten, wo der echte Gewinn liegt.
Wie richtest du C-Produkt-Verwaltung ein? (Schritt für Schritt)
Identifiziere deine C-Produkte
Erstelle eine Liste aller Zutaten, die weniger als €10 pro Monat kosten. Das sind normalerweise Gewürze, Kräuter, Garnituren und Basis-Zutaten. Berechne, was du dafür ausgibst - das sollte weniger als 15% deines Gesamteinkaufs sein.
Bestimme Min-Max-Grenzen
Für jedes C-Produkt bestimmst du: Wann bestelle ich (Mindestbestand) und wie viel bestelle ich maximal. Faustregel: Minimum ist 1 Woche Bestand, Maximum ist 2-3 Monate Bestand für haltbare Produkte.
Erstelle Bestellpakete
Gruppiere C-Produkte in logische Pakete, die du zusammen bestellst. Zum Beispiel alle Gewürze zusammen, alle Garnituren zusammen. Bestelle diese Pakete zu festen Zeitpunkten (jeden Monat oder alle 6 Wochen).
✨ Pro tip
Verwende maximal 10% deiner Einkaufszeit für C-Produkte. Die restlichen 90% deiner Zeit sollten auf A-Produkte gehen, wo dein echter Gewinn liegt.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele C-Produkte darf ich in meinem Bestand haben?
C-Produkte sollten maximal 10-15% deines Gesamteinkaufswerts ausmachen. Wenn das höher ist, hast du wahrscheinlich Produkte falsch klassifiziert oder kaufst zu teure kleine Dinge.
Muss ich C-Produkte auch in meine Lebensmittelkostenberechnung einbeziehen?
Ja, aber nicht pro Portion. Berechne einen festen Prozentsatz für C-Produkte (normalerweise 2-4% deiner Gesamtlebensmittelkosten) und addiere dies zu deinen Hauptzutaten. Das ist genau genug.
Wie oft muss ich meinen C-Produkt-Bestand kontrollieren?
Einmal pro Woche ist ausreichend. Prüfe nur, ob du noch genug von den Basis-Sachen hast. Genaue Zählungen sind Zeitverschwendung für Produkte von ein paar Euro.
Kann ich C-Produkte einfach nach Gefühl bestellen?
Für echte C-Produkte (unter €5 pro Monat) kann das gehen. Aber halte ein Basis-System ein, damit du nicht vergisst zu bestellen und plötzlich ohne Salz dasteht.
Was ist, wenn ein C-Produkt plötzlich viel teurer wird?
Dann wird es möglicherweise ein B-Produkt und du musst es anders verwalten. Überprüfe jedes Quartal, ob deine ABC-Klassifizierung noch stimmt, besonders bei Inflation oder Lieferantenwechseln.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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