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📝 Bestandsverwaltung & Lagerhaltung · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Was sind B-Produkte in einer Gastronomie-ABC-Analyse und wie verwalte ich diese?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 16 Mar 2026

B-Produkte in einer ABC-Analyse sind deine Mittelkategorie-Zutaten - nicht deine Top-Seller, aber auch nicht deine Nischen-Artikel. Sie machen oft 30% deiner Zutaten aus, aber nur 15% deines Gesamteinkaufswerts. Die richtige Verwaltung von B-Produkten kann dir viel Zeit und Geld sparen, ohne deine Küche zu stören.

Was sind B-Produkte genau?

In einer ABC-Analyse teilst du alle deine Zutaten in drei Gruppen nach Einkaufswert und Verwendung ein. B-Produkte sitzen in der Mitte: wichtiger als C-Produkte (deine Nischen-Artikel), aber weniger kritisch als A-Produkte (deine Top-Seller).

💡 Beispiele für B-Produkte:

  • Zwiebel, Karotte, Sellerie (Basis-Gemüse)
  • Standard-Kräuter und Gewürze
  • Eier, Milch, Butter
  • Standard-Weine zum Kochen
  • Basis-Saucen und Öle

Diese Produkte verwendest du regelmäßig, aber sie sind nicht deine teuersten Zutaten.

Merkmale von B-Produkten

B-Produkte haben normalerweise diese Eigenschaften:

  • Mittlerer Einkaufswert: €50-200 pro Monat pro Produkt
  • Regelmäßige Verwendung: 2-4 mal pro Woche
  • Mehrere Lieferanten möglich: nicht einzigartig bei einem Lieferanten
  • Längere Haltbarkeit: oft 1-2 Wochen haltbar
  • Vorhersehbarer Verbrauch: du weißt ungefähr, wie viel du brauchst

Wie erkennst du B-Produkte in deiner Küche?

Schau dir deine Einkaufsliste der letzten 3 Monate an. B-Produkte sind Zutaten, die:

💡 Beispiel für Erkennung:

Restaurant mit €8.000 monatlichem Einkauf:

  • A-Produkte: Fleisch, Fisch, Premium-Zutaten (€4.800, 60%)
  • B-Produkte: Basis-Gemüse, Milchprodukte, Kräuter (€1.200, 15%)
  • C-Produkte: spezielle Garnituren, Saisonartikel (€2.000, 25%)
  • Zwischen 10-50 Euro pro Woche kosten
  • In mindestens 3 verschiedenen Gerichten verwendet werden
  • Nicht dein Signature Dish machen oder brechen
  • Bei mehreren Lieferanten erhältlich sein

Intelligente Einkaufsstrategie für B-Produkte

Für B-Produkte kannst du einen anderen Ansatz verfolgen als für deine A-Produkte:

Bestellhäufigkeit optimieren

B-Produkte musst du nicht täglich überwachen. Eine gute Routine:

  • 2x pro Woche prüfen: Dienstag und Freitag
  • Bestelle für 1-1,5 Wochen Vorrat
  • Verwende die 80/20-Regel: bestelle, wenn du noch 20% hast

⚠️ Achtung:

Bestelle B-Produkte nicht zu großzügig. Sie sind zwar länger haltbar, aber zu viel Vorrat bindet dein Betriebskapital und Lagerfläche.

Lieferantenverwaltung für B-Produkte

Bei B-Produkten kannst du strategischer mit Lieferanten umgehen:

  • Bestellungen bündeln: bestelle mehrere B-Produkte gleichzeitig
  • Preise vergleichen: wechsle zwischen Lieferanten, wenn der Unterschied groß ist
  • Staffelrabatte anfragen: bei größeren Mengen
  • Saisoneinkauf planen: Zwiebeln und Karotten sind im Winter günstiger

💡 Praktisches Beispiel:

Bistro mit 80 Couverts/Tag spart €150/Monat durch:

  • B-Produkte 1x pro Woche bündeln statt 3x
  • Saisoneinkauf von haltbaren Produkten (Zwiebel, Kartoffel)
  • Staffelrabatt bei größerer Bestellung von Kräutern

Bestandskontrolle B-Produkte

B-Produkte erfordern weniger intensive Kontrolle als A-Produkte, aber systematische Kontrolle:

  • Wöchentliche Zählung: jeden Montag inventarisieren
  • FIFO-System: zuerst rein, zuerst raus
  • Mindestbestand festlegen: wie viel brauchst du mindestens?
  • Höchstbestand bestimmen: wie viel kannst du lagern, ohne Verderb zu riskieren?

Digitale Verwaltung von B-Produkten

Für B-Produkte ist oft ein einfaches System das beste. Du brauchst keine komplexen Analysen, aber Übersicht. Eine App wie KitchenNmbrs hilft dir dabei:

  • Einkaufspreise pro Lieferant zu verfolgen
  • Bestellmengen basierend auf Verwendung zu berechnen
  • Verfallsdaten zu überwachen
  • Kostenauswirkungen zu sehen, wenn sich Preise ändern

⚠️ Achtung:

Mache die Verwaltung von B-Produkten nicht zu komplex. Das Ziel ist, Zeit und Geld zu sparen, nicht mehr Verwaltung zu schaffen.

Wenn B-Produkte zu A-Produkten werden

Manchmal verschiebt sich ein B-Produkt in die A-Kategorie. Dies geschieht, wenn:

  • Du ein neues Signature Dish einführst
  • Ein Zutat plötzlich viel teurer wird
  • Du dein Menü änderst und bestimmte Zutaten häufiger verwendest
  • Saisonschwankungen den Preis verdreifachen

Überprüfe daher alle drei Monate deine ABC-Einteilung. Was letztes Jahr ein B-Produkt war, könnte jetzt ein A-Produkt sein.

Wie verwaltest du B-Produkte effizient? (Schritt für Schritt)

1

Identifiziere deine B-Produkte

Erstelle eine Liste aller Zutaten, die du verwendest, und sortiere nach monatlichem Einkaufswert. B-Produkte liegen zwischen €50-200 pro Monat und werden regelmäßig verwendet, sind aber nicht deine teuersten Artikel.

2

Lege Mindest- und Höchstbestand fest

Bestimme pro B-Produkt, wie viel du mindestens im Haus haben musst (um nicht ohne zu sein) und maximal haben möchtest (um Verderb zu vermeiden). Verwende die 80/20-Regel: bestelle, wenn du noch 20% hast.

3

Erstelle eine wöchentliche Kontrollroutine

Überprüfe jeden Montag deinen B-Produkte-Bestand. Zähle, was du hast, vergleiche mit deinem Minimum und erstelle eine Bestellliste für die Woche. Bündele Bestellungen, um Lieferkosten zu sparen.

4

Überwache Preise und Lieferanten

Vergleiche jeden Monat die Preise deiner B-Produkte bei verschiedenen Lieferanten. Wechsle bei Bedarf, aber berücksichtige Lieferzuverlässigkeit und Qualität, nicht nur Preis.

5

Evaluiere deine ABC-Einteilung alle drei Monate

Überprüfe alle drei Monate, ob deine B-Produkte noch immer B-Produkte sind. Menüänderungen und Preisschwankungen können dazu führen, dass ein B-Produkt zu einem A-Produkt wird oder umgekehrt.

✨ Pro tip

Bündele deine B-Produkte-Bestellungen an einem Tag pro Woche. Dies spart Lieferkosten und gibt dir mehr Verhandlungsspielraum bei deinen Lieferanten für Staffelrabatte.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele B-Produkte hat ein durchschnittliches Restaurant?

Ein durchschnittliches Restaurant hat 30-50 B-Produkte. Dies sind normalerweise Basis-Zutaten wie Gemüse, Kräuter, Milchprodukte und Standard-Saucen, die du regelmäßig verwendest, aber nicht deine teuersten Artikel sind.

Muss ich B-Produkte täglich kontrollieren?

Nein, B-Produkte musst du nicht täglich kontrollieren. Eine wöchentliche Überprüfung ist normalerweise ausreichend, da sie länger haltbar sind und vorhersehbarer in der Verwendung als A-Produkte.

Kann ich bei B-Produkten immer den günstigsten Lieferanten wählen?

Nicht immer. Preis ist wichtig, aber achte auch auf Lieferzuverlässigkeit und Qualität. Ein paar Euro zu sparen hilft nicht, wenn dein Lieferant unzuverlässig ist oder mindere Qualität liefert.

Wie viel Vorrat sollte ich von B-Produkten halten?

Halte normalerweise 1-1,5 Wochen Vorrat von B-Produkten. Genug, um nicht ohne zu sein, aber nicht so viel, dass du dein Betriebskapital bindest oder Verderb riskierst.

Wann wird ein B-Produkt zu einem A-Produkt?

Ein B-Produkt wird zu einem A-Produkt, wenn der Einkaufswert stark steigt (durch Preiserhöhung oder mehr Verwendung) oder wenn es für ein neues Signature Dish entscheidend wird. Überprüfe dies alle drei Monate.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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