Deine Rechnungssumme steigt, aber du kaufst ungefähr gleich viel ein. Viele Restaurantbesitzer kennen das: der Lieferant rechnet mehr ab, obwohl du nicht das Gefühl hast, mehr zu bestellen. Der Grund liegt oft in versteckten Preiserhöhungen, geänderten Verpackungen und Saisonschwankungen, die du nicht direkt bemerkst.
Versteckte Preiserhöhungen, die du übersehen kannst
Lieferanten erhöhen regelmäßig ihre Preise, aber das geschieht nicht immer mit großer Ankündigung. Oft bekommst du einen Brief oder eine E-Mail, die zwischen anderen Post untergeht.
💡 Beispiel:
Letztes Jahr hast du €12/kg für Rindfleisch bezahlt. Dein Lieferant erhöhte im März auf €13,20/kg (+10%).
- Bei 50kg pro Monat: €600 extra pro Jahr
- Bei 100 Portionen Steak: €1,20 extra Kosten pro Portion
Auswirkung: €7.200 extra pro Jahr, ohne dass du mehr einkaufst
Verpackungsgrößen, die sich ändern
Lieferanten verkleinern manchmal Verpackungen, ohne dies deutlich zu kommunizieren. Das Produkt sieht gleich aus, aber du bekommst weniger für das gleiche Geld.
💡 Beispiel:
Frischkäse ging von 2kg auf 1,8kg Verpackung, gleicher Preis:
- Alter Preis: €8,00 für 2kg = €4,00/kg
- Neuer Preis: €8,00 für 1,8kg = €4,44/kg
Versteckte Erhöhung: 11% teurer pro Kilo
Saisonschwankungen bei Preisen
Viele Zutaten werden je nach Jahreszeit teurer oder günstiger. Im Winter zahlst du mehr für Tomaten, im Sommer für bestimmte Fleischsorten.
- Gemüse: 20-40% teurer außerhalb der Saison
- Fisch: Preise variieren je nach Saison und Fang
- Fleisch: Grillsaison macht bestimmte Stücke teurer
⚠️ Achtung:
Viele Unternehmer vergessen, ihre Speisekartenpreise an Saisonschwankungen anzupassen, wodurch ihre Lebensmittelkosten unbemerkt steigen.
Automatische Zuschläge, die hinzukommen
Lieferanten fügen manchmal neue Zuschläge hinzu: Kraftstoffzuschlag, Umweltgebühr oder Verwaltungskosten. Diese stehen oft klein auf der Rechnung.
💡 Beispiel:
Neue Zuschläge auf deine wöchentliche Bestellung von €800:
- Kraftstoffzuschlag: 2,5% = €20
- Verwaltungskosten: €5
- Umweltgebühr: 1% = €8
Extra pro Woche: €33 = €1.716 pro Jahr
Wie du das vermeidest
Die einzige Möglichkeit, dies zu vermeiden, ist, deine Einkaufspreise regelmäßig zu überprüfen und deine Speisekartenpreise anzupassen.
- Monatlich überprüfen: Vergleiche Rechnungen mit dem Vormonat
- Lebensmittelkosten neu berechnen: Bei jeder Preisänderung
- Speisekarte anpassen: Wenn deine Lebensmittelkosten über 35% steigen
- Alternativen suchen: Für Produkte, die zu teuer werden
Mit einem System wie KitchenNmbrs siehst du sofort, wenn deine Lebensmittelkosten durch geänderte Einkaufspreise steigen, damit du schnell reagieren kannst.
Wie überprüfst du, woher die zusätzlichen Kosten kommen?
Vergleiche Rechnungen vom Vormonat
Lege deine letzte Rechnung neben die gleiche Woche vom Vormonat. Überprüfe nicht nur die Gesamtsumme, sondern auch die Preise pro Produkt und eventuell neue Zuschläge.
Überprüfe Verpackungsgrößen
Kontrolliere, ob die Verpackungen noch das gleiche Gewicht haben. Achte auf Produkte, die gleich aussehen, aber weniger Inhalt für den gleichen Preis haben.
Berechne die Auswirkung auf die Lebensmittelkosten neu
Nimm deine 5 meistverkauften Gerichte und berechne die Lebensmittelkosten mit den neuen Einkaufspreisen neu. Wenn du über 35% kommst, musst du handeln.
✨ Pro tip
Überprüfe jeden Monat den Preis pro Kilo deiner 10 am häufigsten verwendeten Zutaten. Notiere diese in einer einfachen Liste - so siehst du sofort, welche Produkte teurer werden.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie oft erhöhen Lieferanten ihre Preise?
Die meisten Lieferanten passen ihre Preise 2-4 Mal pro Jahr an. Fleisch und Fisch können monatlich variieren, Gemüse sogar wöchentlich durch Jahreszeiten und Wetterbedingungen.
Muss ich meine Speisekarte bei jeder Preiserhöhung anpassen?
Nicht bei jeder kleinen Erhöhung, aber wenn deine Lebensmittelkosten strukturell über 35% steigen. Überprüfe monatlich deine meistverkauften Gerichte und passe an, wo nötig.
Kann ich über Preiserhöhungen verhandeln?
Bei größeren Mengen manchmal ja. Frage nach Alternativen oder schau dir Saisonprodukte an. Kleine Lieferanten sind oft flexibler als große Foodservice-Unternehmen.
Warum sehe ich Preiserhöhungen nicht immer rechtzeitig?
Lieferanten kommunizieren dies oft per E-Mail oder kleine Briefe, die zwischen anderen Post untergehen. Manche erhöhen stillschweigend und hoffen, dass du es nicht bemerkst.
Wie verhindere ich, dass das meinen Gewinn aufzehrt?
Überprüfe monatlich deine Lebensmittelkosten deiner Top-Gerichte. Passe Speisekartenpreise an, wenn die Lebensmittelkosten über 35% steigen. Besser kleine, regelmäßige Anpassungen als ein großer Schock.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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