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📝 Warum es schiefgeht · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Warum dein Buchhalter nicht sieht, was wirklich mit Portionen und Verschwendung in der Mise en Place passiert?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 15 Mar 2026

Dein Buchhalter sieht nur die Endzahlen: was du einkaufst und was du verkaufst. Aber was wirklich in der Küche passiert - wie viel du wegwirfst, wie groß die Portionen sind, was während der Mise en Place schiefgeht - das bleibt unsichtbar. Dadurch verlierst du Geld, ohne es zu bemerken.

Was dein Buchhalter sieht

Dein Buchhalter arbeitet mit den Zahlen auf dem Papier. Er sieht deine Einkaufsrechnungen, deinen Kassenumschlag und deine VAT-Erklärungen. Auf dieser Basis kann er berechnen, dass deine Lebensmittelkosten beispielsweise 32% sind.

  • Gesamter Einkauf Zutaten: €15.000 pro Monat
  • Gesamter Lebensmittelumsatz: €47.000 pro Monat
  • Lebensmittelkosten laut Buchhaltung: 32%

Das sieht prima aus. Aber die Realität in deiner Küche kann ganz anders sein.

💡 Beispiel:

Du kaufst für €200 Rindfleisch (10 kg à €20/kg). Laut deinem Buchhalter verkaufst du davon 40 Portionen à €32.

  • Einkauf: €200
  • Verkauf: €1.280
  • Lebensmittelkosten laut Buchhalter: 15,6%

Aber in Wirklichkeit schneidest du nur 35 Portionen aus den 10 kg. Deine echten Lebensmittelkosten sind 17,8%.

Was wirklich in der Mise en Place passiert

In der Küche passieren Dinge, die dein Buchhalter nie sieht. Jeden Tag geht Lebensmittel verloren, Portionen weichen vom Plan ab, und es entsteht Verschwendung.

Verschwendung, die unsichtbar bleibt

  • Schneideverlust: Von 1 kg Lachs bleiben 550 Gramm Filet übrig
  • Verderb: Gemüse, das zu lange liegt
  • Ausschuss: Gerichte, die zurückkommen oder falsch zubereitet sind
  • Kostproben: Chef und Personal, die während des Service kosten
  • Reste: Halbe Portionen, die übrigbleiben

⚠️ Achtung:

Viele Unternehmer denken: "Ein bisschen Verschwendung gehört dazu." Aber 5% zusätzliche Verschwendung bei €200.000 Jahresumsatz kostet dich €10.000.

Portionstößen, die abweichen

Du rechnest mit 200 Gramm Rindfleisch pro Portion, aber in der Praxis gibt dein Chef oft 220-250 Gramm. Das siehst du nicht in deiner Buchhaltung, aber es frisst deine Marge auf.

💡 Beispiel:

Du verkaufst 100 Rindfleischportionen pro Woche. Du rechnest mit 200g pro Portion, gibst aber durchschnittlich 230g.

  • Geplant: 20 kg Fleisch pro Woche
  • Tatsächlich: 23 kg Fleisch pro Woche
  • Zusatzkosten: 3 kg × €20 = €60 pro Woche

Pro Jahr: €3.120 zusätzliche Kosten, die dein Buchhalter nicht sieht.

Warum das problematisch ist

Dein Buchhalter kann dir sagen, dass deine Lebensmittelkosten 32% sind, aber nicht warum. Er sieht nicht:

  • Welche Gerichte zu teuer sind
  • Woher die Verschwendung kommt
  • Ob deine Portionen zu groß sind
  • Welche Zutaten das meiste Geld kosten

Dadurch kannst du nicht steuern. Du weißt, dass etwas nicht stimmt, aber nicht was.

Die Folge: falsche Entscheidungen

Ohne Einblick in das, was wirklich passiert, triffst du Entscheidungen auf Basis unvollständiger Informationen:

  • Preise erhöhen, während das Problem bei der Verschwendung liegt
  • Billigere Zutaten kaufen, während Portionen zu groß sind
  • Personal die Schuld geben, während das System fehlt

💡 Beispiel:

Ein Restaurantbesitzer sah seine Lebensmittelkosten auf 38% steigen. Sein Buchhalter riet zu Preiserhöhung.

Aber als er anfing zu messen, stellte sich heraus:

  • Lachs: 50% Schneideverlust (normal 45%)
  • Pasta: 180g pro Portion (geplant 150g)
  • Gemüse: 15% Verderb durch schlechte Planung

Durch die Behebung sank seine Lebensmittelkostenquote auf 31%, ohne Preiserhöhung.

Die Lösung: messen, was wirklich passiert

Um Kontrolle über deine echten Kosten zu bekommen, musst du messen, was in der Küche passiert. Nicht nur am Ende des Monats, sondern täglich.

Was du dokumentieren musst

  • Echte Portionstößen: Wiege ab und zu eine Portion
  • Schneideverlust pro Produkt: Wie viel ist nach der Verarbeitung brauchbar?
  • Tägliche Verschwendung: Was geht in den Müll?
  • Anzahl Portionen pro Zutat: Wie viele Gerichte machst du aus 1 kg?

Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du das dokumentieren, ohne Excel-Tabellen. Du siehst direkt deine echten Lebensmittelkosten pro Gericht, einschließlich Verschwendung und echter Portionstößen.

⚠️ Achtung:

Fang klein an. Wähle deine 3 meistverkauften Gerichte und miss eine Woche lang, was wirklich passiert. Dann siehst du, wo der Unterschied liegt.

Wie bekommst du Kontrolle über deine echten Kosten? (Schritt für Schritt)

1

Wähle 3 Top-Gerichte und miss eine Woche

Nimm deine 3 meistverkauften Gerichte. Miss eine Woche lang: Wie viele Portionen machst du aus deinem Einkauf? Wiege ab und zu eine Portion. Notiere, was du wegwirfst.

2

Berechne deine echten Kosten pro Gericht

Addiere alle Kosten: Zutaten, Verschwendung, echte Portionstößen. Teile durch die Anzahl der Portionen, die du tatsächlich verkauft hast.

3

Vergleiche mit deiner Buchhaltung und passe an

Vergleiche deine echten Kosten mit dem, was dein Buchhalter berechnet hat. Wo liegt der Unterschied? Passe Portionen, Einkauf oder Preise an.

✨ Pro tip

Überprüfe jeden Monat deine 3 meistverkauften Gerichte, indem du eine Woche lang echte Portionen und Verschwendung dokumentierst. Das gibt dir 80% des Einblicks, den du brauchst.

Selbst berechnen?

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Häufig gestellte Fragen

Warum sieht mein Buchhalter nicht, dass ich zu viel wegwerfe?

Dein Buchhalter arbeitet mit Gesamtzahlen: was du einkaufst und was du verkaufst. Verschwendung ist in diesen Zahlen verarbeitet, aber nicht als separate Position sichtbar.

Kann mein Kassensystem das nicht verfolgen?

Deine Kasse sieht nur, was du verkaufst, nicht was du wegwirfst oder wie viel du pro Gericht tatsächlich verwendest. Dafür brauchst du Küchensysteme.

Wie viel Verschwendung ist normal in einem Restaurant?

Zwischen 4% und 10% deines Einkaufs ist üblich, je nach Art deiner Küche. Über 10% verlierst du Geld.

Muss ich jeden Tag alles wiegen und messen?

Nein, aber regelmäßig Stichproben machen. Eine Woche pro Monat intensiv messen gibt dir bereits viel Einblick in Muster.

Was ist, wenn mein Chef sagt, dass das zu viel Arbeit ist?

Fang damit an, ein Gericht pro Tag zu messen. Wenn du siehst, wie viel Geld das einbringt, wird die Motivation weiterzumachen viel größer.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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