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📝 Spezifische Küchentypen & Konzepte · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Wie berechne ich die Marge in einem Teehaus mit passenden kleinen Leckereien?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 12 Mar 2026

Ein Teehaus hat eine einzigartige Kostenstruktur, bei der du die Marge auf Tee und kleine Leckereien zusammen berechnest. Viele Teehauseigentümer vergessen die niedrige Marge auf Tee in ihrer Gesamtberechnung, wodurch sie zu wenig verdienen. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt, wie du die Marge für dein Teehaus-Konzept berechnest.

Warum die Teehaus-Marge anders ist

Ein Teehaus unterscheidet sich von einem Restaurant, weil dein Hauptprodukt (Tee) eine sehr niedrige Kostpreis hat, aber auch einen niedrigeren Verkaufspreis. Dein Geschäftsmodell hängt von der Kombination aus Tee und kleinen Leckereien ab.

💡 Beispiel typischer Teehaus-Umsatz:

  • Tee: 60% der Anzahl der Artikel, 35% des Umsatzes
  • Gebäck/Kekse: 30% der Anzahl der Artikel, 45% des Umsatzes
  • Lunch-Artikel: 10% der Anzahl der Artikel, 20% des Umsatzes

Berechne deine Foodcost pro Produktgruppe

Bei einem Teehaus berechnest du die Marge pro Produktkategorie separat, da sie stark unterscheiden:

  • Tee: Niedriger Kostpreis (€0,15-0,40 pro Kanne), niedriger Verkaufspreis (€2,50-4,50)
  • Gebäck: Höherer Kostpreis (€1,20-2,80 pro Stück), höherer Verkaufspreis (€3,50-6,50)
  • Herzhafte Snacks: Variabler Kostpreis (€0,80-3,20), Verkaufspreis (€2,50-8,50)

💡 Beispiel Margenberechnung Tee:

Earl Grey Tee verkaufst du für €3,20 (inkl. 9% MwSt.)

  • Verkaufspreis exkl. MwSt.: €3,20 / 1,09 = €2,94
  • Kostpreis Teebeutel + Wasser + Milch/Zucker: €0,25
  • Foodcost: (€0,25 / €2,94) × 100 = 8,5%

Marge: 91,5% - extrem hoch!

Gemischte Marge berechnen

Deine Gesamtmarge für das Teehaus berechnest du, indem du alle Produktgruppen zusammennimmst, gewichtet nach Umsatzanteil.

💡 Beispiel Gesamtberechnung:

Tagesumsatz €450 (exkl. MwSt.):

  • Tee: €160 Umsatz, €15 Einkauf = 9,4% Foodcost
  • Gebäck: €200 Umsatz, €65 Einkauf = 32,5% Foodcost
  • Lunch: €90 Umsatz, €28 Einkauf = 31,1% Foodcost

Gesamt: €108 Einkauf auf €450 Umsatz = 24% Foodcost

Gesamtmarge: 76%

Spezielle Aufmerksamkeitspunkte für Teehäuser

Bei einem Teehaus gibt es zusätzliche Kostenpositionen, die deine Marge beeinflussen:

  • Verpackung: Teebeutel, Geschirr, Servietten kosten €0,05-0,15 pro Kunde
  • Frische Produkte: Gebäck hat kurze Haltbarkeit, plane deinen Einkauf sorgfältig
  • Saisonale Schwankungen: Winter = mehr warmer Tee, Sommer = Eistee und kalte Getränke
  • Verweilzeit: Gäste bleiben lange sitzen, berechne Umsatz pro Stunde pro Tisch

⚠️ Achtung:

Rechne Verpackungskosten (Teebeutel, Zuckertütchen) in deinen Kostpreis ein. Bei 200 Tassen Tee pro Tag kostet dich das €30-60 pro Monat extra.

Optimierungstipps für die Teehaus-Marge

Erhöhe deine Marge durch intelligente Steuerung des Produktmix:

  • Bewirbe Premium-Tees: Spezial-Tees haben oft einen höheren Verkaufspreis bei gleichem Kostpreis
  • Selbstgebackenes Gebäck: Selbst backen gibt 15-25% bessere Marge als eingekauftes
  • Tee-Gebäck-Kombinationen: Paketangebote erhöhen den durchschnittlichen Bon
  • Saisonale Karte: Heiße Schokolade im Winter, Eistee im Sommer

💡 Beispiel Optimierung:

Wenn 30% deiner Gäste ein Stück Kuchen dazubestellen:

  • Zusätzlicher Umsatz: €4,50 pro Kuchen (exkl. MwSt.: €4,13)
  • Zusätzliche Kosten: €1,40 pro Kuchen
  • Zusätzliche Marge: €2,73 pro Kuchen = 66% Marge

Bei 60 zusätzlichen Kuchen pro Woche = €8.500 zusätzliche Marge pro Jahr!

Benchmark-Zahlen für Teehäuser

Übliche Margen für Teehäuser:

  • Nur Tee: 85-95% Marge
  • Eingekauftes Gebäck: 65-75% Marge
  • Selbstgebackenes: 75-85% Marge
  • Gesamtes Teehaus-Konzept: 70-80% Marge

Wenn du unter 65% Gesamtmarge liegst, überprüfe deinen Einkauf und Produktmix. Teehäuser können hohe Margen erreichen durch den niedrigen Kostpreis von Tee.

Wie berechnest du deine Teehaus-Marge? (Schritt für Schritt)

1

Teile deinen Umsatz pro Produktgruppe auf

Unterteile deinen Tagesumsatz in Tee, Gebäck, Lunch-Artikel und sonstige Produkte. Notiere für jede Gruppe den Umsatz exkl. MwSt. (dividiert durch 1,09). Dies gibt dir Einblick, wo du Geld verdienst.

2

Berechne Kostpreis pro Produktgruppe

Addiere für jede Gruppe alle Einkaufskosten: Zutaten, Verpackung und eventuell Extras wie Zucker und Milch. Vergiss nicht die kleinen Kostenpositionen wie Teebeutel und Servietten einzurechnen.

3

Berechne gewichtete Gesamtmarge

Berechne pro Gruppe: (Einkaufskosten / Umsatz exkl. MwSt.) × 100 = Foodcost %. Deine Gesamtmarge = 100% - gewichteter Durchschnitt der Foodcost aller Gruppen zusammen. Das ist deine echte Teehaus-Marge.

✨ Pro tip

Verfolge, wie viel Prozent deiner Tee-Kunden auch etwas dazubestellen. Wenn dies unter 70% liegt, kannst du deinen Umsatz pro Kunde mit intelligenter Zusatzverkauf und Kombi-Angeboten erhöhen.

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Häufig gestellte Fragen

Warum ist meine Teehaus-Marge so niedrig, obwohl Tee günstig ist?

Deine Marge wird wahrscheinlich durch teure eingekaufte Gebäckstücke oder einen falschen Produktmix gedrückt. Überprüfe, ob du genug Tee im Verhältnis zu teureren Produkten verkaufst, und erwäge, selbst zu backen für bessere Margen.

Muss ich Verpackungskosten in meinen Kostpreis einrechnen?

Ja, unbedingt. Teebeutel, Zuckertütchen, Rührstäbchen und Servietten kosten €0,05-0,15 pro Kunde. Bei 1000 Kunden pro Monat sind das €50-150 zusätzliche Kosten, die deine Marge drücken, wenn du sie nicht einrechnest.

Wie oft sollte ich meine Teehaus-Preise anpassen?

Überprüfe deine Margen alle 3 Monate, besonders bei eingekauftem Gebäck. Lieferanten erhöhen regelmäßig Preise, und frische Produkte sind anfällig für saisonale Schwankungen. Tee-Preise sind stabiler und müssen weniger oft angepasst werden.

Was ist eine gute Foodcost für ein Teehaus?

Eine Gesamtfoodcost von 20-30% ist für Teehäuser üblich. Tee allein hat 5-15% Foodcost, aber Gebäck und Lunch-Artikel treiben dies in die Höhe. Strebe maximal 25% insgesamt für gesunde Margen an.

Lohnt es sich, selbst zu backen für mein Teehaus?

Oft ja. Selbstgebackene Torten und Kekse haben 15-25% bessere Marge als eingekaufte, plus du hast Kontrolle über Qualität und Zutaten. Rechne aber Arbeitskosten und zusätzliche Ausrüstung in deine Berechnung ein.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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