Die Marge einer veganen Poke Bowl liegt oft höher als bei einer Bowl mit Lachs wegen der niedrigeren Zutatenkosten. Viele Unternehmer denken, dass vegan automatisch teurer ist, aber pflanzliche Proteine kosten oft weniger als roher Fisch. Hier lernst du, wie du beide Margen genau berechnest und vergleichst.
Zutatenkosten pro Bowl-Typ
Der große Unterschied liegt in der Proteinquelle. Roher Lachs kostet viel mehr als pflanzliche Alternativen wie Tofu, Tempeh oder Kichererbsen.
? Beispiel Lachs Poke Bowl:
Zutaten für 1 Portion:
- Lachsfilet (120g): €4,80
- Reis (80g): €0,32
- Avocado (60g): €0,90
- Gurke (50g): €0,25
- Edamame (40g): €0,60
- Sojasoße, Sesamöl, Garnitur: €0,45
Gesamte Zutatenkosten: €7,32
? Beispiel vegane Poke Bowl:
Zutaten für 1 Portion:
- Marinierter Tofu (120g): €1,20
- Reis (80g): €0,32
- Avocado (60g): €0,90
- Gurke (50g): €0,25
- Edamame (40g): €0,60
- Sojasoße, Sesamöl, Garnitur: €0,45
Gesamte Zutatenkosten: €3,72
Margenberechnung pro Variante
Beide Bowls verkaufst du zum gleichen Preis, aber die Marge unterscheidet sich deutlich durch die Zutatenkosten.
? Margenvergleich bei €16,50 Verkaufspreis:
Verkaufspreis ohne MwSt.: €16,50 / 1,09 = €15,14
Lachs Bowl:
- Lebensmittelkosten: (€7,32 / €15,14) × 100 = 48,3%
- Marge: €15,14 - €7,32 = €7,82
Vegane Bowl:
- Lebensmittelkosten: (€3,72 / €15,14) × 100 = 24,6%
- Marge: €15,14 - €3,72 = €11,42
Unterschied pro Bowl: €3,60 mehr Marge bei vegan
⚠️ Achtung:
Eine Lebensmittelkostenquote von 48% bei der Lachs Bowl ist zu hoch. Die meisten Restaurants halten das unter 35%. Du musst den Preis erhöhen oder die Portion anpassen.
Strategische Überlegungen
Die höhere Marge bei vegan bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn. Du musst auch auf Beliebtheit und Umschlagshäufigkeit achten.
- Beliebtheit: Lachs zieht oft mehr Kunden an als vegane Optionen
- Umschlagshäufigkeit: Wenn du 3× mehr Lachs Bowls verkaufst, verdienst du trotzdem mehr
- Haltbarkeit: Roher Lachs hat eine kürzere Haltbarkeit als Tofu
- Saison: Der Lachspreis schwankt mehr als der Tofupreis
? Auswirkung auf Jahresbasis:
Bei 50 Bowls pro Woche, 50 Wochen pro Jahr:
- Wenn 30% vegan wählen: 750 vegane Bowls
- Zusätzliche Marge: 750 × €3,60 = €2.700 pro Jahr
- Das sind €225 extra pro Monat
Preisstrategie anpassen
Mit diesen Margenunterschieden kannst du strategisch preisen. Erwäge unterschiedliche Preise pro Variante oder push die vegane Option mehr.
- Lachs Bowl: Erhöhe auf €18,50 für 35% Lebensmittelkosten
- Vegane Bowl: Halte bei €16,50 für schnelle Umschlagshäufigkeit
- Marketing: Bewirb vegan als 'Chef's Special' oder Tagesangebot
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit aktuellen Einkaufspreisen. Der Lachspreis kann pro Saison um 20-30% schwanken. Überprüfe deine Marge monatlich.
Wie berechnest du die Marge pro Bowl-Variante?
Sammle alle Zutatenkosten
Notiere die genaue Menge und den Preis jeder Zutat pro Portion. Vergiss Garnituren, Saucen und Öl nicht. Rechne alles in Kosten pro Gramm oder Milliliter um.
Berechne den Verkaufspreis ohne MwSt.
Teile deinen Menüpreis durch 1,09, um den Preis ohne 9% MwSt. zu erhalten. Diesen Preis verwendest du für alle Margenberechnungen.
Vergleiche die Lebensmittelkostenquoten
Teile die Zutatenkosten durch den Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100. Halte beide Varianten unter 35% Lebensmittelkosten für gesunde Margen.
✨ Pro tip
Überprüfe, welche Variante am meisten bestellt wird, und optimiere diese zuerst. Wenn 70% Lachs wählen, konzentriere dich auf diese Marge. Vegan als Bonus für zusätzlichen Gewinn.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Warum ist vegan oft günstiger als Fisch?
Sollte ich unterschiedliche Preise für verschiedene Bowls berechnen?
Wie oft sollte ich meine Margen neu berechnen?
Ist 48% Lebensmittelkosten bei Lachs normal?
Kann ich günstigeren Lachs verwenden für bessere Marge?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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