Saisonpreise führen oft zu Chaos, wenn du dieselben Gerichte auf verschiedenen Plattformen verkaufst. Deine Speisekarte zeigt Sommerpreise, aber Lieferando hat noch Winterpreise, und dein Kassensystem verwendet wieder andere Beträge. Ein zentrales System verhindert diese Verwirrung und spart dir Geld durch falsche Preise.
Warum Saisonpreise durcheinander geraten
Das Problem entsteht, weil du deine Preise an mehreren Orten verwaltest. Jedes Mal, wenn Zutaten teurer oder günstiger werden, musst du 4-5 verschiedene Systeme aktualisieren.
- Physische Speisekarten im Restaurant
- Lieferplattformen (Lieferando, Uber Eats)
- Dein Kassensystem
- Website und Social Media
- Eventuell eine Reservierungs-App
Vergisst du eine Plattform, verkaufst du dort zum alten Preis, während deine Zutaten bereits teurer geworden sind.
⚠️ Achtung:
Ein Restaurant verlor €180 pro Woche, weil ihre Spargel auf Lieferando noch €18,50 kosteten, während sie im Restaurant bereits €22,50 berechneten. Bei 15 Portionen pro Woche war das €4 Verlust pro Teller.
Die Gefahr veralteter Preise
Saisonprodukte können innerhalb eines Monats um 30-50% im Preis steigen oder fallen. Wenn du nicht alle Kanäle gleichzeitig aktualisierst, verlierst du Geld bei jedem verkauften Gericht.
💡 Beispiel:
Lachsfilet im März vs. September:
- März (Saison): €24/kg
- September (außerhalb der Saison): €36/kg
- Unterschied pro 200g Portion: €2,40
Wenn du deinen Preis nicht anpasst, verlierst du €2,40 pro Lachsgericht
Ein System als Ausgangspunkt
Die Lösung ist ein zentrales System, in dem du alle Preise verwaltest. Von dort aus pushst du auf alle anderen Kanäle.
- Kostenpreisberechnung: Berechne zuerst, was das Gericht jetzt kostet
- Gewünschte Marge: Bestimme deinen Food-Cost-Prozentsatz (normalerweise 28-35%)
- Neuer Verkaufspreis: Berechne, was du mindestens verlangen musst
- Alle Kanäle aktualisieren: Passe alle Plattformen gleichzeitig an
Praktischer Ansatz pro Kanal
Jeder Verkaufskanal hat seinen eigenen Update-Rhythmus. Plane dies klug ein.
💡 Beispiel Update-Planung:
- Montag: Kostenpreise überprüfen und neue Preise berechnen
- Dienstag: Kassensystem und Lieferplattformen aktualisieren
- Mittwoch: Neue Speisekarten drucken und aufhängen
- Donnerstag: Website und Social Media anpassen
So hast du maximal 3 Tage Unterschied zwischen den Kanälen.
Automatisierung wo möglich
Einige Systeme kannst du koppeln, um manuelle Arbeit zu reduzieren. Lieferplattformen haben oft APIs, mit denen du Preise automatisch aktualisieren kannst.
- Kassensystem als Hauptquelle verwenden
- Lieferplattformen über API koppeln
- Wöchentliche Kontrolle, ob alle Preise stimmen
⚠️ Achtung:
Nicht alle Kopplungen funktionieren perfekt. Überprüfe immer manuell, ob deine Preise überall korrekt übertragen wurden, besonders nach großen Anpassungen.
Saisonkalender zur Preiskontrolle
Erstelle einen Überblick, wann welche Zutaten teuer oder günstig sind. Dann kannst du Preisänderungen vorbereiten.
💡 Beispiel Saisonkalender:
- März-Mai: Spargel günstig, Erdbeeren teuer
- Juni-August: Tomaten günstig, Pilze teuer
- September-November: Wild günstig, Fisch teuer
- Dezember-Februar: Zitrusfrüchte günstig, frische Kräuter teuer
Ein System wie KitchenNmbrs hilft, indem es Kostenpreise automatisch aktualisiert, wenn du deine Zutatenpre ise anpasst. Dann siehst du sofort, welche Gerichte zu teuer oder zu günstig geworden sind.
Wie synchronisierst du Saisonpreise? (Schritt für Schritt)
Überprüfe deine aktuellen Kostenpreise
Überprüfe, was deine wichtigsten Saisongerichte wirklich kosten. Addiere alle Zutaten und berechne die Food-Cost. Liegt diese über 35%? Dann musst du deinen Preis erhöhen.
Berechne neue Verkaufspreise
Verwende die Formel: neuer Verkaufspreis = Kostenpreis / gewünschter Food-Cost-Prozentsatz. Bei €9 Kostenpreis und 30% Food-Cost wird das €30 exkl. MwSt., also €32,70 auf deiner Speisekarte.
Aktualisiere alle Kanäle gleichzeitig
Plane einen Tag pro Woche, um alle Preise zu aktualisieren. Beginne mit deinem Kassensystem, dann Lieferplattformen, dann physische Speisekarten. Überprüfe nach 2 Tagen, ob alles korrekt übertragen wurde.
✨ Pro tip
Nutze einen Tag pro Woche als 'Preistag', um alle Kostenpreise zu überprüfen und Preise zu aktualisieren. So verhinderst du, dass verschiedene Kanäle aus dem Tritt geraten.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie oft muss ich Saisonpreise anpassen?
Überprüfe monatlich deine Kostenpreise für Saisongerichte. Bei großen Preisschwankungen (>15%) passt du sofort an. Für kleinere Änderungen kannst du bis zum nächsten Monat warten.
Was ist, wenn ich vergesse, eine Plattform zu aktualisieren?
Erstelle eine Checkliste aller Kanäle, auf denen deine Preise stehen. Hake ab, was du aktualisiert hast. Überprüfe wöchentlich, ob alle Preise noch stimmen, indem du eine Testbestellung aufgibst.
Können Kunden sauer werden über Preisunterschiede?
Ja, Kunden vergleichen Preise zwischen Kanälen. Stelle sicher, dass du alle Preise innerhalb von 48 Stunden synchronisiert hast. Bei Beschwerden erklärst du, dass sich die Zutatenpre ise geändert haben.
Sollte ich Lieferplattformen höhere Preise als im Restaurant berechnen?
Das darfst du, weil du Plattformkosten hast (15-30% Provision). Viele Restaurants berechnen 10-15% höhere Preise auf Lieferplattformen, um diese Kosten zu decken.
Wie verhindere ich, dass ich zu oft anpasse?
Lege einen Mindestschwellenwert fest. Passe nur an, wenn sich der Kostenpreis um mehr als €1 pro Portion ändert, oder wenn deine Food-Cost um mehr als 3 Prozentpunkte von deinem Zielwert abweicht.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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