Ein Festivalstand kostet Geld, bevor du auch nur ein Brötchen verkauft hast. Standgebühr, Transport, zusätzliches Personal - diese Kosten musst du zurückverdienen, bevor du Gewinn machst. In diesem Artikel lernst du Schritt für Schritt zu berechnen, wie viel Umsatz du mindestens brauchst, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Was sind deine Fixkosten für ein Festival?
Bevor du berechnen kannst, wie viel du verkaufen musst, musst du wissen, was dieser Festivalstand dich kostet. Diese Kosten hast du sowieso, auch wenn du nichts verkaufst.
💡 Beispiel Fixkosten 3-Tage-Festival:
- Standgebühr: €1.200
- Transport hin und zurück: €300
- Zusätzliches Personal 3 Tage: €900
- Genehmigungen und Versicherung: €150
Gesamte Fixkosten: €2.550
Diese €2.550 musst du zurückverdienen, bevor du auch nur einen Euro Gewinn machst. Alles, was du danach verkaufst, ist echter Gewinn.
Berechne deine durchschnittliche Marge pro Verkauf
Jetzt musst du wissen, wie viel du bei jedem Verkauf behältst. Das hängt von deinen Lebensmittelkosten und deinen Verkaufspreisen ab.
💡 Beispiel Margenberechnung:
Du verkaufst hauptsächlich Brötchen für €8,50 (inkl. 9% MwSt.):
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €7,80
- Zutatenkosten: €2,30
- Marge pro Brötchen: €5,50
Margenprozentsatz: (€5,50 / €7,80) × 100 = 70,5%
Hinweis: Diese Marge ist höher als in deinem festen Geschäft, weil du keine Miete, Gas, Wasser und Strom hast. Aber du hast diese einmaligen Festivalkosten.
Die Break-Even-Formel
Jetzt kannst du berechnen, wie viel du verkaufen musst, um deine Fixkosten zurückzuverdienen:
Break-Even-Umsatz = Festivalfixkosten / Margenprozentsatz
💡 Break-Even-Berechnung:
Mit Fixkosten von €2.550 und 70,5% Marge:
- Break-Even-Umsatz: €2.550 / 0,705 = €3.617
- In Anzahl Brötchen: €3.617 / €8,50 = 426 Brötchen
- Pro Tag (3 Tage): 142 Brötchen pro Tag
Erst nach €3.617 Umsatz machst du Gewinn!
⚠️ Achtung:
Rechne immer mit deinem Verkaufspreis ohne MwSt. für Margenberechnungen. Die MwSt. gehört dir nicht - du musst sie an das Finanzamt abführen.
Plane verschiedene Szenarien
Festivals sind unvorhersehbar. Es regnet, es kommen weniger Besucher, oder die Konkurrenz ist groß. Berechne daher verschiedene Szenarien:
- Worst Case: 50% des erwarteten Umsatzes - holst du deine Kosten raus?
- Realistischer Fall: 75% des erwarteten Umsatzes - wie viel Gewinn machst du?
- Best Case: 125% des erwarteten Umsatzes - was ist dein maximaler Gewinn?
Das hilft dir zu entscheiden, ob ein Festival finanziell interessant genug ist, um es zu machen.
Zusätzliche Kosten, die du oft vergisst
Es gibt mehr Kosten als nur die Standgebühr. Vergiss diese nicht in deiner Berechnung:
- Generatorbenzin: €50-100 pro Tag
- Zusätzliche Vorräte: du musst mehr einkaufen als normal
- Verpackung: alles muss transportierbar sein
- Abfall und Reinigung: oft zusätzliche Kosten auf Festivals
- Übernachtung Personal: wenn es weit weg ist
💡 Vollständige Kostenberechnung:
- Standgebühr + Transport + Personal: €2.550
- Generatorbenzin: €200
- Zusätzliche Verpackungskosten: €150
- Übernachtung 2 Personen: €300
Neue Break-Even: €3.200 / 0,705 = €4.539 Umsatz
Wie KitchenNmbrs bei der Festivalplanung hilft
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du schnell verschiedene Szenarien durchrechnen. Du siehst sofort, was jedes Gericht einbringt und kannst dein Festivalmenü auf Rentabilität optimieren.
Besonders praktisch: Du kannst vorher berechnen, welche Kombination von Gerichten dir die beste Marge gibt, damit du nicht mit den falschen Vorräten auf dem Festival stehst.
Wie berechnest du deinen Mindestumsatz für das Festival? (Schritt für Schritt)
Addiere alle Fixkosten
Erstelle eine Liste mit Standgebühr, Transport, zusätzlichem Personal, Genehmigungen, Generator, Übernachtung und allen anderen Kosten, die du hast, bevor du mit dem Verkaufen beginnst. Addiere alles zu einem Gesamtbetrag.
Berechne deinen durchschnittlichen Margenprozentsatz
Nimm deine wichtigsten Gerichte und berechne pro Gericht: (Verkaufspreis ohne MwSt. - Zutatenkosten) / Verkaufspreis ohne MwSt. × 100. Nimm den Durchschnitt deines Mix.
Teile Fixkosten durch Margenprozentsatz
Verwende die Formel: Break-Even-Umsatz = Gesamte Fixkosten / (Margenprozentsatz / 100). Das gibt dir den Mindestumsatz, den du brauchst, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
✨ Pro tip
Halte während des Festivals fest, wie viel du pro Stunde verkaufst. Das gibt dir wertvolle Daten für zukünftige Festivals und hilft dir einzuschätzen, welche Zeiten am belebtesten sind.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich MwSt. in meine Break-Even-Berechnung einbeziehen?
Rechne immer mit Preisen ohne MwSt. Die MwSt., die du einnimmst, musst du an das Finanzamt abführen, also gehört sie dir nicht. Nur der Betrag ohne MwSt. ist echter Umsatz.
Was ist, wenn ich verschiedene Gerichte mit unterschiedlichen Margen verkaufe?
Berechne dann einen gewichteten Durchschnittsmargensatz basierend auf dem, was du verkaufen möchtest. Wenn du 60% Brötchen (70% Marge) und 40% Pommes (80% Marge) verkaufst, ist deine durchschnittliche Marge: (0,6 × 70%) + (0,4 × 80%) = 74%.
Wie weiß ich, ob ein Festival finanziell interessant ist?
Vergleiche deinen erwarteten Gewinn mit dem, was du in der gleichen Zeit in deinem festen Geschäft verdienen würdest. Wenn deine Break-Even 60% deines erwarteten Umsatzes ist, hast du eine angemessene Sicherheitsmarge.
Muss ich meine normalen Lohnkosten auch einrechnen?
Nur die zusätzlichen Lohnkosten für das Festival. Wenn du selbst arbeitest und normalerweise kein Gehalt zahlst, musst du das nicht einrechnen. Aber die zusätzlichen Personen, die du speziell für das Festival einstellst.
Was ist, wenn das Wetter schlecht wird?
Berechne immer ein Worst-Case-Szenario mit 50% deines erwarteten Umsatzes. Wenn du dann immer noch deine Fixkosten zurückverdienst, ist das Festival finanziell vertretbar.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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