Variable Kosten eines Food Trucks sind Kosten, die sich mit deinem Umsatz und der Anzahl der Arbeitstage verändern. Diese Kosten bestimmen direkt, wie viel du an jedem Euro Umsatz behältst. Der Unterschied zwischen einem profitablen und einem verlustmachenden Food Truck liegt oft darin, dass man diese täglichen Kosten nicht im Blick behält.
Was sind variable Kosten bei einem Food Truck?
Variable Kosten sind alle Kosten, die sich je nach Verkaufsmenge und Betriebstagen verändern. Sie stehen im Gegensatz zu Fixkosten wie Versicherung und Abschreibung deines Trucks.
- Zutaten: Lebensmittelkosten deiner Gerichte
- Kraftstoff: Diesel für Transport zwischen Standorten
- Standortmiete: Tagesgebühr für deinen Platz
- Gas/Strom: zum Kochen und Kühlen während des Betriebstags
- Verpackungsmaterial: Behälter, Servietten, Besteck
- Leihkräfte: zusätzliches Personal an geschäftigen Tagen
Zutaten und Lebensmittelkosten
Die größte variable Kostenposition sind normalerweise deine Lebensmittelkosten. Bei Food Trucks liegt die übliche Lebensmittelkostenquote zwischen 25% und 32% deines Umsatzes, etwas niedriger als bei Restaurants, da du keinen Service hast.
💡 Beispiel Lebensmittelkostenberechnung:
Du verkaufst 100 Hamburger für €8,50 pro Stück (inkl. 9% MwSt.):
- Umsatz: €850 inkl. MwSt. = €779,82 exkl. MwSt.
- Zutaten pro Burger: €2,20
- Gesamtzutaten: €220
Lebensmittelkosten: (€220 / €779,82) × 100 = 28,2%
Kraftstoff und Transport
Food Trucks fahren viel: vom Lager zum Standort, zwischen verschiedenen Plätzen, zurück zum Depot. Rechne durchschnittlich €15-40 pro Betriebstag für Kraftstoff ein, abhängig von den Entfernungen.
⚠️ Achtung:
Zähle auch "leere" Fahrten mit: zum Standort bevor du öffnest, zurück zum Depot nach Schließung. Diese Kosten generieren keinen Umsatz, sind aber variabel pro Betriebstag.
Standortmiete und Standortkosten
Viele Food Truck Standorte berechnen eine Tagesgebühr oder einen Prozentsatz deines Umsatzes. Übliche Tarife:
- Festivals: 10-20% des Umsatzes
- Märkte: €25-75 pro Tag pauschal
- Gewerbeflächen: €15-40 pro Tag
- Veranstaltungen: €50-200 pro Tag (exklusive Standorte)
Gas, Strom und Energie
Dein Truck verbraucht Energie zum Kochen, Kühlen, Beleuchten und eventuell für Klimaanlage. Rechne durchschnittlich €20-45 pro Betriebstag ein, abhängig von deiner Küchenausrüstung und dem Wetter (mehr Klimaanlage im Sommer).
💡 Beispiel Energiekosten:
Geschäftiger Tag auf dem Festival (10 Stunden offen):
- Gas für Grill/Fritteuse: €25
- Diesel-Aggregat: €15
- Kühlung (ganzer Tag): €8
Gesamtenergie: €48
Verpackung und Einwegartikel
Alles, was du an Kunden abgibst: Behälter, Tüten, Servietten, Besteck, Saucenverpackungen. Das läppert sich schnell zusammen und wird oft unterschätzt. Rechne 3-8% deines Umsatzes für Verpackungskosten ein.
Leihkräfte und flexibles Personal
An geschäftigen Tagen brauchst du oft zusätzliche Hilfe. Leihkräfte kosten etwa €18-22 pro Stunde all-in. Zähle dies als variable Kosten, da du zusätzliches Personal nur an erwarteten geschäftigen Tagen einsetzt.
Gesamtübersicht variable Kosten
Für einen durchschnittlichen Food Truck mit €800 Umsatz pro Betriebstag:
💡 Beispiel Tageskosten bei €800 Umsatz:
- Zutaten (28%): €224
- Verpackung (5%): €40
- Standortmiete: €50
- Kraftstoff: €25
- Energie: €35
- Zusätzliches Personal: €80
Gesamtvariable Kosten: €454 (56,8% des Umsatzes)
Wie behältst du das im Blick?
Viele Food Truck Besitzer schätzen ihre Kosten, aber das gibt kein genaues Bild. Behalte folgendes bei:
- Belege von jeder Tankstelle und Standortzahlung
- Genaue Zutatenkosten pro Gericht
- Verpackungskosten pro Bestellung
- Energieverbrauch pro Betriebstag
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du Selbstkosten pro Gericht berechnen und sehen, wie viel jeder Betriebstag wirklich einbringt, ohne manuelle Excel-Arbeit.
Wie berechnest du variable Kosten pro Tag?
Sammle alle Tageskosten
Notiere alle Kosten, die nur an Betriebstagen anfallen: Kraftstoff, Standortmiete, zusätzliches Personal, Energie. Bewahre alle Belege einer Woche auf.
Berechne Lebensmittelkostenquote
Addiere die Zutatenkosten aller verkauften Gerichte. Teile durch Umsatz exkl. MwSt. und multipliziere mit 100. Ziel für Food Trucks: 25-32%.
Addiere Verpackungskosten
Berechne, was jede Bestellung an Behältern, Tüten, Besteck kostet. Multipliziere mit Anzahl der Bestellungen. Dies sollte 3-8% des Umsatzes sein.
✨ Pro tip
Führe ein 'Kostentagebuch', in dem du jeden Betriebstag notierst: Standort, Umsatz, Kraftstoffkosten und Besonderheiten. Nach einem Monat erkennst du Muster und kannst besser einschätzen, welche Standorte wirklich profitabel sind.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel Prozent meines Umsatzes darf zu variable Kosten gehen?
Für Food Trucks sind 55-65% des Umsatzes für variable Kosten normal. Darüber hinaus wird es schwierig, nach Fixkosten profitabel zu sein.
Sind Standortkosten immer variabel?
Ja, weil du nur an Tagen zahlst, an denen du dort stehst. Auch wenn es ein Pauschalpreis pro Tag ist, zählst du es als variable Kosten, da es mit der Anzahl der Betriebstage variiert.
Muss ich Kraftstoff für leere Fahrten einrechnen?
Ja, der gesamte Kraftstoff, der notwendig ist, um diesen Tag zu betreiben, gehört zu den variablen Kosten. Auch die Fahrt zum Standort und zurück zum Depot.
Wie oft sollte ich meine variablen Kosten überprüfen?
Überprüfe wöchentlich deine Lebensmittelkosten und monatlich alle anderen variablen Kosten. Zutatenprise ändern sich regelmäßig und Standortkosten können je nach Jahreszeit unterschiedlich sein.
Was ist, wenn meine variablen Kosten zu hoch sind?
Schau dir zuerst die Lebensmittelkosten (größte Position) und Verpackung an. Oft kannst du 2-5% sparen durch klügere Einkäufe und weniger luxuriöse Verpackung ohne Qualitätsverlust.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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