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📝 Finanzielle KPIs & Management · ⏱️ 3 Min. Lesezeit

Was ist die Prime Cost Ratio und wofür nutzt du diese KPI?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 13 Mar 2026

Prime Cost Ratio ist der Prozentsatz deines Umsatzes, der in Lebensmittel und Personal fließt - deine zwei größten Kostenpositionen. Es ist die wichtigste KPI, um zu sehen, ob dein Betrieb finanziell gesund ist. Eine Prime Cost über 65% bedeutet normalerweise, dass dir zu wenig für Miete, Energie und Gewinn bleibt.

Was ist Prime Cost Ratio genau?

Prime Cost Ratio kombiniert deine zwei größten Ausgaben: Zutaten (Food Cost) und Personalkosten (Labor Cost). Es gibt dir direkt Einblick, ob du genug Spielraum für alle anderen Kosten wie Miete, Energie, Abschreibungen und natürlich Gewinn hast.

💡 Beispiel:

Restaurant mit €50.000 Monatsumsatz:

  • Food Cost: €16.000 (32%)
  • Personalkosten: €15.000 (30%)
  • Prime Cost: €31.000

Prime Cost Ratio: 62%

Die Formel für Prime Cost Ratio

Die Berechnung ist einfach aber aussagekräftig:

Prime Cost Ratio = ((Food Cost + Labor Cost) / Umsatz) × 100

Beide Kosten und Umsatz rechnest du immer ohne MwSt. Food Cost ist das, was du für Zutaten bezahlst. Labor Cost sind alle Personalkosten: Löhne, Arbeitgeberabgaben, Urlaubsgeld, alles.

⚠️ Achtung:

Rechne immer mit Umsatz ohne MwSt. Sonst sieht deine Prime Cost niedriger aus als sie wirklich ist.

Was sind gesunde Prime Cost Prozentsätze?

Der Benchmark hängt von deinem Betriebstyp ab:

  • Fine Dining: 55-65% (höhere Food Cost, mehr Personal)
  • Casual Dining: 60-65% (Balance zwischen Qualität und Effizienz)
  • Fast Casual: 50-60% (niedrigere Food Cost, weniger Personal)
  • Lieferung/Abholung: 45-55% (keine Bedienung, aber Verpackung)

Über 65% wird es schwierig, rentabel zu sein. Unter 50% ist außergewöhnlich gut, aber überprüfe, ob du nicht zu wenig in Qualität oder Personal investierst.

💡 Beispielberechnung:

Bistro mit €80.000 Monatsumsatz ohne MwSt:

  • Zutaten: €24.000
  • Personalkosten: €26.000
  • Prime Cost insgesamt: €50.000

Prime Cost Ratio: (€50.000 / €80.000) × 100 = 62,5%

Warum Prime Cost wichtiger ist als nur Food Cost

Viele Unternehmer konzentrieren sich nur auf Food Cost, aber das gibt ein unvollständiges Bild. Du kannst niedrige Food Cost haben, aber trotzdem Verlust machen durch zu hohe Personalkosten. Oder umgekehrt: hohe Food Cost kann okay sein, wenn du effizient mit Personal arbeitest.

Prime Cost zeigt die Balance zwischen beiden. Es hilft dir, Entscheidungen zu treffen:

  • Mehr Personal einsetzen für besseren Service?
  • Teurere Zutaten verwenden für höhere Preise?
  • Prozesse automatisieren, um Arbeitskosten zu senken?

Prime Cost zur Steuerung nutzen

Prime Cost ist dein Steuerknopf für Rentabilität. Zu hoch? Dann hast du drei Optionen:

  • Umsatz erhöhen: Mehr Gäste, höhere Preise
  • Food Cost senken: Bessere Einkäufe, weniger Verschwendung
  • Labor Cost optimieren: Effizienter planen, Prozesse verbessern

💡 Praktisches Beispiel:

Prime Cost von 68% auf 62% senken:

  • Bei €60.000 Monatsumsatz = €3.600/Monat Einsparung
  • Auf Jahresbasis: €43.200 zusätzlicher Gewinn

Das ist der Unterschied zwischen Verlust und gesundem Gewinn.

Prime Cost in der Praxis überwachen

Überprüfe deine Prime Cost mindestens monatlich, idealerweise wöchentlich. Nutze diese Fragen:

  • Liegt meine Prime Cost im Benchmark für meinen Betriebstyp?
  • Gibt es einen steigenden oder fallenden Trend?
  • Welcher der beiden (Food oder Labor) verursacht Abweichungen?
  • Kann ich einen von beiden optimieren, ohne die Qualität zu verlieren?

Ein System wie KitchenNmbrs berechnet automatisch deine Food Cost pro Gericht. Kombiniere das mit deinen Personalkosten und du hast direkt Einblick in deine Prime Cost Entwicklung.

Wie berechnest du Prime Cost Ratio? (Schritt für Schritt)

1

Sammle deine Food Cost Daten

Addiere alle Zutatenkos­ten des vergangenen Monats. Das sind deine Einkaufsrechnungen von Lieferanten, ohne MwSt. Vergiss nicht kleine Ausgaben wie Gewürze, Öl und Garnituren.

2

Berechne deine gesamten Personalkosten

Addiere alle Personalkosten: Bruttolöhne, Arbeitgeberabgaben, Urlaubsgeld, Krankengeld und eventuell Leihkräfte. Das ist deine Labor Cost für diesen Monat.

3

Teile durch deinen Umsatz und multipliziere mit 100

Prime Cost Ratio = ((Food Cost + Labor Cost) / Umsatz ohne MwSt) × 100. Das Ergebnis ist dein Prime Cost Prozentsatz für diesen Zeitraum.

✨ Pro tip

Überprüfe wöchentlich, ob deine Prime Cost im Zielbereich liegt. Ein Unterschied von 2-3 Prozentpunkten kann auf Jahresbasis tausende Euro in deinem Gewinn ausmachen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine gute Prime Cost Ratio für mein Restaurant?

Für die meisten Restaurants liegt eine gesunde Prime Cost zwischen 55-65%. Fine Dining darf höher sein (bis 65%), Fast Casual kann niedriger sein (50-60%). Über 65% wird Rentabilität schwierig.

Muss ich MwSt in die Prime Cost Berechnung einbeziehen?

Nein, rechne immer ohne MwSt. Sowohl dein Umsatz als auch Kosten rechnest du ohne MwSt, sonst bekommst du ein verzerrtes Bild deiner tatsächlichen Prime Cost Prozentsätze.

Wie oft muss ich meine Prime Cost überprüfen?

Mindestens monatlich, idealerweise wöchentlich. Bei großen Abweichungen kannst du dann schnell gegensteuern, bevor es deinen ganzen Monat verdirbt.

Was wenn meine Prime Cost zu hoch ist?

Du hast drei Optionen: Umsatz erhöhen (mehr Gäste/höhere Preise), Food Cost senken (bessere Einkäufe/weniger Verschwendung), oder Personalkosten optimieren (effizienter planen).

Zählen Leihkräfte auch zu den Personalkosten?

Ja, alle Personalkosten zählen: feste Mitarbeiter, Freiberufler, Zeitarbeitskräfte und Leihkräfte. Es geht um die Gesamtkosten für Arbeit in deiner Küche und im Service.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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