Leasingvereinbarungen für Küchenanlagen sind eine Finanzierungsform, die anders funktioniert als ein normaler Kauf. Du zahlst monatlich für die Nutzung der Geräte, bist aber nicht direkt Eigentümer. Dies hat Auswirkungen darauf, wie du diese Kosten in deiner Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) verarbeitest.
Was ist eine Leasingvereinbarung?
Bei einem Leasing mietest du eigentlich Küchengeräte für einen festen Zeitraum. Du zahlst monatlich einen Betrag und kannst die Geräte am Ende der Periode oft übernehmen für einen Restwert, zurückgeben oder den Vertrag verlängern.
💡 Beispiel:
Du leasest einen Kombidämpfer für dein Restaurant:
- Anschaffungswert: €15.000
- Leasingdauer: 5 Jahre
- Monatlicher Betrag: €320
- Restwert nach 5 Jahren: €2.000
Gesamtzahlung: €320 × 60 Monate = €19.200
Wie verarbeitest du Leasing in deiner GuV?
Leasingzahlungen sind Betriebskosten, die du direkt von deinem Umsatz abziehen darfst. Sie gehören nicht zu den Abschreibungen, da du nicht Eigentümer der Geräte bist.
- Monatliche Leasingzahlung: Kommt unter 'Sonstige Betriebskosten' oder 'Geräte & Anlagen'
- Nicht bei Abschreibungen: Denn du bist nicht Eigentümer
- Nicht bei Einkauf: Es ist kein einmaliger Kauf
- MwSt.: Ist normalerweise in der Leasingzahlung enthalten (19% auf Geräte)
⚠️ Achtung:
Leasingzahlungen sind Fixkosten, die du jeden Monat zahlen musst, unabhängig von deinem Umsatz. Berücksichtige sie in deiner Break-Even-Berechnung.
Verschiedene Arten von Leasing
Es gibt zwei Hauptformen von Leasing, die unterschiedlich verarbeitet werden:
Operatives Leasing (am häufigsten)
- Du mietest die Geräte
- Monatliche Zahlung ist vollständig abzugsfähig
- Geräte stehen nicht in deiner Bilanz
- Wartung oft inbegriffen
Finanzierungs-Leasing
- Du wirst am Ende Eigentümer
- Komplexere buchhalterische Verarbeitung
- Geräte stehen in deiner Bilanz
- In der Gastronomie weniger üblich
💡 Praktisches GuV-Beispiel:
Restaurant mit €50.000 Umsatz pro Monat:
- Umsatz: €50.000
- Lebensmittelkosten: €16.000 (32%)
- Personalkosten: €18.000 (36%)
- Miete Gebäude: €4.500
- Leasing Küchengeräte: €850
- Sonstige Kosten: €3.200
Gewinn vor Steuern: €7.450 (14,9%)
Auswirkungen auf deinen Cashflow
Leasing hat Vorteile für deinen Cashflow im Vergleich zum direkten Kauf:
- Niedrigere Anfangsinvestition: Kein großer Betrag auf einmal
- Vorhersehbare Kosten: Feste monatliche Belastungen
- Steuervorteil: Direkt abzugsfähig
- Wartung oft inbegriffen: Weniger unerwartete Kosten
Wann ist Leasing interessant
Leasing kann in diesen Situationen sinnvoll sein:
- Begrenztes Startkapital verfügbar
- Du möchtest Cashflow verteilen
- Geräte werden schnell veraltet (z.B. Kassensysteme)
- Du bist noch unsicher über das Wachstum deines Unternehmens
💡 Rechenbeispiel Leasing vs. Kauf:
Kombidämpfer für €15.000:
Option 1 - Direkter Kauf:
- Einmalig: €15.000
- Abschreibung pro Monat: €250 (5 Jahre)
- Entgangene Zinsen auf €15.000: ~€75/Monat
Option 2 - Leasing:
- Monatlich: €320
- Keine große Investition voraus
- Wartung inbegriffen
Administrative Verarbeitung
Für deine Buchhaltung sind dies die wichtigsten Punkte:
- Rechnung Leasinggesellschaft: Buche unter Betriebskosten
- MwSt.: Normalerweise 19%, ist als Unternehmer abzugsfähig
- Jahresrechnung: Erwähne gesamte verbleibende Leasingverpflichtungen in der Erläuterung
- Steuern: Leasingbetrag ist vollständig abzugsfähig
Ein System wie KitchenNmbrs hilft dir, alle Fixkosten (einschließlich Leasing) in deine Kostenkalkulation einzubeziehen, damit du siehst, ob deine Gerichte nach allen Kosten noch rentabel sind.
Wie verarbeitest du Leasingkosten in deiner GuV? (Schritt für Schritt)
Identifiziere die Art des Leasings
Überprüfe in deinem Vertrag, ob es operatives Leasing (Miete) oder Finanzierungs-Leasing (Kauf auf Raten) ist. Bei operativem Leasing buchst du die monatliche Zahlung direkt als Kostenposition.
Buche unter Betriebskosten
Platziere die monatliche Leasingzahlung unter 'Sonstige Betriebskosten' oder erstelle eine separate Position 'Leasing Küchengeräte'. Nicht bei Abschreibungen, denn du bist nicht Eigentümer.
Verarbeite MwSt. korrekt
Die Leasingzahlung enthält normalerweise 19% MwSt., die du als Unternehmer zurückfordern kannst. Buche den Nettobetrag als Kosten und die MwSt. als Vorsteuer.
Berücksichtige in Break-Even
Leasing ist eine Fixkostenposition, die du jeden Monat zahlst. Addiere diese zu deinen Gesamtfixkosten, um deinen Break-Even-Punkt korrekt zu berechnen.
✨ Pro tip
Verhandle immer über die Leasingbedingungen. Viele Leasinggesellschaften sind flexibel mit dem monatlichen Betrag, der Laufzeit oder dem Restwert, besonders wenn du mehrere Geräte leasest.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
War dieser Artikel hilfreich?
Häufig gestellte Fragen
Ist Leasing teurer als direkter Kauf?
Leasing ist normalerweise über den gesamten Zeitraum teurer, bietet aber Vorteile wie niedrigere Anfangsinvestition, vorhersehbare Kosten und oft inbegriffene Wartung. Es hängt von deiner Cashflow-Situation ab.
Kann ich Leasingkosten vollständig von den Steuern abziehen?
Ja, bei operativem Leasing kannst du die gesamte monatliche Zahlung als Betriebskosten abziehen. Dies ist ein Vorteil gegenüber dem Kauf, bei dem du nur Abschreibung abziehen kannst.
Was passiert am Ende der Leasingdauer?
Normalerweise hast du drei Optionen: die Geräte zurückgeben, für einen Restwert übernehmen oder den Vertrag verlängern. Überprüfe dies vorher in deinem Vertrag.
Muss ich Leasingverpflichtungen in meiner Jahresrechnung angeben?
Ja, du musst die gesamten verbleibenden Leasingverpflichtungen in der Erläuterung deiner Jahresrechnung angeben. Dein Buchhalter kann dir dabei helfen.
Kann ich einen Leasingvertrag vorzeitig beenden?
Dies hängt von deinem Vertrag ab. Normalerweise kannst du kündigen, zahlst aber eine Gebühr oder die verbleibenden Raten. Lese immer das Kleingedruckte, bevor du unterschreibst.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
Berechnen Sie Ihren Break-even-Punkt in Sekunden
Food Cost ist nur ein Teil der Geschichte. KitchenNmbrs hilft Ihnen auch, Arbeitskosten und sonstige Kosten zu strukturieren für eine vollständige Break-even-Übersicht. Kostenlos starten.
Kostenlose Testversion starten →