Prime Cost ist die Summe deiner Lebensmittelkosten und Personalkosten - die zwei größten Ausgaben in jedem Restaurant. Für Fine Dining liegt eine gesunde Prime Cost zwischen 55% und 65% deines Umsatzes. Wenn du über 65% kommst, wird es schwierig, noch Gewinn zu machen.
Was ist Prime Cost genau?
Prime Cost besteht aus zwei Teilen: deine Lebensmittelkosten (Zutaten) und deine Personalkosten (Löhne, Sozialabgaben, Krankenversicherung). Das sind deine größten variablen Kosten - sie steigen, wenn du mehr Umsatz machst.
? Beispiel:
Restaurant mit €50.000 Umsatz pro Monat:
- Lebensmittelkosten: €15.000 (30%)
- Personalkosten: €17.500 (35%)
Prime Cost: €32.500 (65%)
Prime-Cost-Benchmarks für Fine Dining
Fine-Dining-Restaurants haben andere Verhältnisse als Casual Dining. Durch mehr Personal (Sommelier, zusätzliche Bedienung) sind die Personalkosten höher, aber die Lebensmittelkosten können durch höhere Margen niedriger sein.
- Lebensmittelkosten: 28-32% des Umsatzes
- Personalkosten: 30-35% des Umsatzes
- Gesamte Prime Cost: 58-65% des Umsatzes
⚠️ Achtung:
Prime Cost über 65% bedeutet, dass dir weniger als 35% für Miete, Energie, Abschreibungen und Gewinn bleibt. Das wird eng.
Wo läuft es bei Prime Cost schief?
Die meisten Fine-Dining-Restaurants haben ihre Lebensmittelkosten im Griff, unterschätzen aber die echten Personalkosten. Du zahlst nicht nur Gehalt, sondern auch:
- Arbeitgeberabgaben (durchschnittlich 25% auf Bruttolohn)
- Krankheitsausfälle und Vertretung
- Schulung und Entwicklung
- Überstunden und Feiertagszuschlag
? Beispielberechnung echte Personalkosten:
Küchenchef mit €3.500 Brutto pro Monat:
- Bruttolohn: €3.500
- Arbeitgeberabgaben: €875 (25%)
- Urlaubsgeld, 13. Monatsgehalt: €350
Echte Kosten: €4.725 pro Monat
Prime Cost optimieren ohne Qualität zu verlieren
In Fine Dining kannst du nicht einfach billigere Zutaten verwenden. Aber es gibt andere Wege, um deine Prime Cost zu verbessern:
- Saisonale Menüs: Verwende Zutaten, wenn sie günstig sind
- Mise-en-Place-Planung: Weniger Verschwendung durch bessere Vorbereitung
- Cross-Training Personal: Flexiblerer Einsatz bei Stoßzeiten
- Portionskontrolle: Konsistente Portionen verhindern Überkonsum
Prime Cost in der Praxis verfolgen
Viele Fine-Dining-Restaurants überprüfen ihre Prime Cost nur monatlich. Aber dann ist es zu spät, um gegenzusteuern. Besser ist wöchentliche Kontrolle:
? Wöchentliche Prime-Cost-Kontrolle:
Woche mit €12.500 Umsatz:
- Einkauf Zutaten: €3.750
- Ausgezahlte Löhne: €4.375
- Prime Cost: €8.125 (65%)
Wenn das jede Woche so ist, endest du bei 65% für den Monat.
Mit einem System wie KitchenNmbrs kannst du deine Lebensmittelkosten pro Gericht verfolgen und automatisch deine gesamte Prime Cost berechnen. So siehst du direkt, ob du auf Kurs bist.
Wie berechnest du Prime Cost? (Schritt für Schritt)
Sammle deine Lebensmittelkostendaten
Addiere alle Zutatenkosten für einen bestimmten Zeitraum (Woche oder Monat). Berücksichtige alles: Fleisch, Fisch, Gemüse, aber auch Öl, Gewürze und Garnitur. Rechne mit Einkaufspreisen, nicht mit Verkaufspreisen.
Berechne deine gesamten Personalkosten
Addiere alle Personalkosten: Bruttolöhne, Arbeitgeberabgaben, Urlaubsgeld, Krankheitsausfälle und eventuell Leiharbeit. Vergiss nicht die Sozialabgaben (durchschnittlich 25% auf Bruttolohn) einzubeziehen.
Teile durch deinen Umsatz für den Prozentsatz
Prime Cost = (Lebensmittelkosten + Personalkosten) / Umsatz × 100. Achtung: Verwende Umsatz ohne MwSt. für einen fairen Vergleich. Für Fine Dining ist 58-65% ein gesundes Spektrum.
✨ Pro tip
Überprüfe deine Prime Cost an deinem geschäftigsten und ruhigsten Tag separat. An ruhigen Tagen steigt deine Prime Cost, weil sich deine festen Personalkosten auf weniger Umsatz verteilen. So siehst du, ob du flexibel genug planst.
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Häufig gestellte Fragen
Ist 60% Prime Cost gut für Fine Dining?
Sollte ich den Besitzer/Chef in die Personalkosten einbeziehen?
Warum ist Prime Cost wichtiger als nur Lebensmittelkosten?
Wie oft sollte ich Prime Cost überprüfen?
Was, wenn meine Prime Cost über 65% liegt?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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