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📝 Warum es schiefgeht · ⏱️ 2 Min. Lesezeit

Warum du Lieferplattformen zu brauchen scheinst, aber sie dir stillschweigend deinen Gewinn aufzehren?

📝 KitchenNmbrs · aktualisiert 17 Mar 2026

TL;DR

Lieferplattformen scheinen ein Segen zu sein: mehr Reichweite, mehr Kunden, mehr Umsatz. Aber im Hintergrund zehren sie stillschweigend deinen Gewinn mit Provisionen, Rabatten ...

Lieferplattformen scheinen ein Segen zu sein: mehr Reichweite, mehr Kunden, mehr Umsatz. Aber im Hintergrund zehren sie stillschweigend deinen Gewinn mit Provisionen, Rabatten und zusätzlichen Kosten auf, die du oft nicht kommen siehst. In diesem Artikel entdeckst du, warum viele Restaurants weniger verdienen, obwohl sie mehr Bestellungen erhalten.

Die versteckten Kosten von Lieferplattformen

Lieferplattformen präsentieren sich als Partner, aber in Wirklichkeit bist du ein Lieferant, der für den Zugang zu ihren Kunden bezahlt. Und dieser Zugang kostet mehr, als du denkst.

💡 Beispiel: Eine durchschnittliche Lieferbestellung

Bestellung: €35,00 (inkl. 19% MwSt.)

  • Plattformprovision (25%): €8,75
  • Lieferkosten Restaurant: €2,50
  • Rabatt für Neukunden (20%): €7,00
  • Zahlungsgebühren: €0,35

Netto-Einnahme: €16,40 statt €35,00

Warum du weniger verdienst, als du denkst

Das Problem liegt nicht nur in der Provision. Es sind all die zusätzlichen Kosten, die dazukommen:

  • Provisionen: 20-30% deines Umsatzes gehen an die Plattform
  • Rabattaktionen: Diese "kostenlosen" Promotionen zahlst du als Restaurant
  • Lieferkosten: Auch wenn die Plattform liefert, beteiligst du dich oft
  • Zahlungsgebühren: Zusätzliche Kosten für Online-Zahlungen
  • Marketing-Gebühren: Möchtest du sichtbar sein? Das kostet extra

⚠️ Achtung:

Viele Restaurants erhöhen ihre Preise auf Plattformen, um die Kosten zu decken. Aber dann werden sie teurer als der Konkurrenz, was wiederum weniger Bestellungen bringt.

Die Lebensmittelkostenfalle

Durch die niedrigere Netto-Einnahme wird dein Lebensmittelkostenanteil viel höher als du denkst. Ein Gericht, das normalerweise 30% Lebensmittelkosten hat, kann auf Lieferplattformen auf 50% oder mehr kommen.

💡 Beispiel: Lebensmittelkostenberechnung

Pasta Carbonara - Zutatenkosten: €8,50

Im Restaurant:

  • Verkaufspreis: €25,00 zzgl. MwSt.
  • Lebensmittelkosten: €8,50 / €25,00 = 34%

Über Lieferplattform:

  • Netto-Einnahme: €16,40
  • Echte Lebensmittelkosten: €8,50 / €16,40 = 52%

Warum Restaurants trotzdem weitermachen

Trotz der hohen Kosten arbeiten viele Restaurants weiterhin mit Lieferplattformen. Die Gründe sind verständlich:

  • Reichweite: Zugang zu Kunden, die du sonst nicht erreichst
  • Bequemlichkeit: Keinen eigenen Lieferdienst aufbauen
  • Volumen: Mehr Bestellungen, auch wenn die Marge niedriger ist
  • Wettbewerb: Wenn dein Konkurrenz dort ist, verlierst du Umsatz

Die echte Auswirkung auf Jahresbasis

Die Kosten von Lieferplattformen summieren sich. Ein Restaurant, das €100.000 Umsatz über Plattformen macht, behält oft nur €60.000-70.000 nach allen Kosten.

💡 Beispiel: Jahresauswirkung

Restaurant mit €200.000 Lieferumsatz pro Jahr:

  • Provisionen (25%): €50.000
  • Rabatte und Aktionen: €20.000
  • Zusätzliche Liefer- und Zahlungskosten: €8.000

Gesamtkosten: €78.000 pro Jahr

Alternativen, die wirklich funktionieren

Du bist nicht verpflichtet, vollständig von Lieferplattformen abhängig zu sein. Viele Restaurants bauen erfolgreich ihren eigenen Lieferkanal auf:

  • Eigene Website: Direkte Bestellungen ohne Provision
  • Telefonbestellungen: Persönlicher Kontakt mit Stammkunden
  • Treueprogramm: Belohne direkte Bestellungen
  • Social Media: Erreiche Kunden ohne Zwischenhändler

⚠️ Achtung:

Der Aufbau eigener Kanäle kostet Zeit und Energie. Aber langfristig verdienst du damit viel mehr, als wenn du vollständig von Plattformen abhängig bist.

Wie KitchenNmbrs dir hilft

Mit KitchenNmbrs siehst du direkt, was Lieferplattformen dich wirklich kosten. Du kannst verschiedene Szenarien durchrechnen und sehen, welche Kanäle am rentabelsten sind. So triffst du bewusste Entscheidungen darüber, wo du deine Energie und dein Marketing-Budget investierst.

Wie berechnest du die echten Kosten von Lieferplattformen?

1

Sammle alle Kosten

Addiere: Provision, Rabatte, Lieferkosten, Zahlungsgebühren und Marketing-Gebühren. Vergiss keine Kostenposition, die die Plattform berechnet.

2

Berechne deine Netto-Einnahme

Ziehe alle Kosten von deinem Bruttoumsatz ab. Das ist das, was du wirklich pro Bestellung nach allen Plattformkosten behältst.

3

Berechne deine echten Lebensmittelkosten

Teile deine Zutatenkosten durch die Netto-Einnahme statt durch den Brutto-Verkaufspreis. Das zeigt dir die echte Rentabilität pro Gericht.

✨ Pro tip

Überprüfe monatlich deine echten Lebensmittelkosten pro Lieferplattform. Viele Restaurants schrecken auf, wenn sie sehen, dass Gerichte, die normalerweise 30% Lebensmittelkosten haben, über Plattformen auf 50% oder mehr kommen.

Selbst berechnen?

In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.

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Häufig gestellte Fragen

Sollte ich mit Lieferplattformen aufhören?

Nicht unbedingt. Aber berechne, was sie dich kosten, und finde ein gesundes Gleichgewicht zwischen Plattformbestellungen und direktem Verkauf.

Kann ich meine Preise auf Plattformen erhöhen?

Ja, aber achte darauf, dass du nicht zu teuer wirst im Vergleich zur Konkurrenz. Teste verschiedene Preispunkte und überwache deine Bestellungen.

Wie baue ich eigene Lieferkanäle auf?

Beginne mit einer eigenen Website, bewirbe Telefonbestellungen und belohne Kunden, die direkt bestellen, mit Rabatten oder Treuepunkten.

Warum sind die Provisionen so hoch?

Plattformen investieren viel in Marketing, Technologie und Lieferdienste. Aber als Restaurant zahlst du letztendlich für ihr Wachstum und ihre Rentabilität.

Kann ich über Provisionen verhandeln?

Bei großen Volumen manchmal, aber kleinere Restaurants haben wenig Verhandlungsmacht. Konzentriere dich daher auf den Aufbau eigener Kanäle.

⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj

Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.

In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.

ℹ️ Dieser Artikel wurde auf Grundlage offizieller Quellen und Fachkenntnissen erstellt. Obwohl wir aktuelle und korrekte Informationen anstreben, kann der Inhalt von den neuesten Vorschriften abweichen. Konsultieren Sie stets die offiziellen Behörden für verbindliche Normen.

📚 Konsultierte Quellen

BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) https://www.bvl.bund.de

Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.

JS

Geschrieben von

Jeffrey Smit

Gründer & CEO von KitchenNmbrs

Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.

🏆 8 Jahre Küchenmanager bei 1NUL8 Group Rotterdam
Expertise: food cost management HACCP kitchen management restaurant operations food safety compliance

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