Lieferplattformen scheinen ein Segen zu sein: mehr Reichweite, mehr Kunden, mehr Umsatz. Aber im Hintergrund zehren sie stillschweigend deinen Gewinn mit Provisionen, Rabatten ...
Lieferplattformen scheinen ein Segen zu sein: mehr Reichweite, mehr Kunden, mehr Umsatz. Aber im Hintergrund zehren sie stillschweigend deinen Gewinn mit Provisionen, Rabatten und zusätzlichen Kosten auf, die du oft nicht kommen siehst. In diesem Artikel entdeckst du, warum viele Restaurants weniger verdienen, obwohl sie mehr Bestellungen erhalten.
Die versteckten Kosten von Lieferplattformen
Lieferplattformen präsentieren sich als Partner, aber in Wirklichkeit bist du ein Lieferant, der für den Zugang zu ihren Kunden bezahlt. Und dieser Zugang kostet mehr, als du denkst.
💡 Beispiel: Eine durchschnittliche Lieferbestellung
Bestellung: €35,00 (inkl. 19% MwSt.)
- Plattformprovision (25%): €8,75
- Lieferkosten Restaurant: €2,50
- Rabatt für Neukunden (20%): €7,00
- Zahlungsgebühren: €0,35
Netto-Einnahme: €16,40 statt €35,00
Warum du weniger verdienst, als du denkst
Das Problem liegt nicht nur in der Provision. Es sind all die zusätzlichen Kosten, die dazukommen:
- Provisionen: 20-30% deines Umsatzes gehen an die Plattform
- Rabattaktionen: Diese "kostenlosen" Promotionen zahlst du als Restaurant
- Lieferkosten: Auch wenn die Plattform liefert, beteiligst du dich oft
- Zahlungsgebühren: Zusätzliche Kosten für Online-Zahlungen
- Marketing-Gebühren: Möchtest du sichtbar sein? Das kostet extra
⚠️ Achtung:
Viele Restaurants erhöhen ihre Preise auf Plattformen, um die Kosten zu decken. Aber dann werden sie teurer als der Konkurrenz, was wiederum weniger Bestellungen bringt.
Die Lebensmittelkostenfalle
Durch die niedrigere Netto-Einnahme wird dein Lebensmittelkostenanteil viel höher als du denkst. Ein Gericht, das normalerweise 30% Lebensmittelkosten hat, kann auf Lieferplattformen auf 50% oder mehr kommen.
💡 Beispiel: Lebensmittelkostenberechnung
Pasta Carbonara - Zutatenkosten: €8,50
Im Restaurant:
- Verkaufspreis: €25,00 zzgl. MwSt.
- Lebensmittelkosten: €8,50 / €25,00 = 34%
Über Lieferplattform:
- Netto-Einnahme: €16,40
- Echte Lebensmittelkosten: €8,50 / €16,40 = 52%
Warum Restaurants trotzdem weitermachen
Trotz der hohen Kosten arbeiten viele Restaurants weiterhin mit Lieferplattformen. Die Gründe sind verständlich:
- Reichweite: Zugang zu Kunden, die du sonst nicht erreichst
- Bequemlichkeit: Keinen eigenen Lieferdienst aufbauen
- Volumen: Mehr Bestellungen, auch wenn die Marge niedriger ist
- Wettbewerb: Wenn dein Konkurrenz dort ist, verlierst du Umsatz
Die echte Auswirkung auf Jahresbasis
Die Kosten von Lieferplattformen summieren sich. Ein Restaurant, das €100.000 Umsatz über Plattformen macht, behält oft nur €60.000-70.000 nach allen Kosten.
💡 Beispiel: Jahresauswirkung
Restaurant mit €200.000 Lieferumsatz pro Jahr:
- Provisionen (25%): €50.000
- Rabatte und Aktionen: €20.000
- Zusätzliche Liefer- und Zahlungskosten: €8.000
Gesamtkosten: €78.000 pro Jahr
Alternativen, die wirklich funktionieren
Du bist nicht verpflichtet, vollständig von Lieferplattformen abhängig zu sein. Viele Restaurants bauen erfolgreich ihren eigenen Lieferkanal auf:
- Eigene Website: Direkte Bestellungen ohne Provision
- Telefonbestellungen: Persönlicher Kontakt mit Stammkunden
- Treueprogramm: Belohne direkte Bestellungen
- Social Media: Erreiche Kunden ohne Zwischenhändler
⚠️ Achtung:
Der Aufbau eigener Kanäle kostet Zeit und Energie. Aber langfristig verdienst du damit viel mehr, als wenn du vollständig von Plattformen abhängig bist.
Wie KitchenNmbrs dir hilft
Mit KitchenNmbrs siehst du direkt, was Lieferplattformen dich wirklich kosten. Du kannst verschiedene Szenarien durchrechnen und sehen, welche Kanäle am rentabelsten sind. So triffst du bewusste Entscheidungen darüber, wo du deine Energie und dein Marketing-Budget investierst.
Wie berechnest du die echten Kosten von Lieferplattformen?
Sammle alle Kosten
Addiere: Provision, Rabatte, Lieferkosten, Zahlungsgebühren und Marketing-Gebühren. Vergiss keine Kostenposition, die die Plattform berechnet.
Berechne deine Netto-Einnahme
Ziehe alle Kosten von deinem Bruttoumsatz ab. Das ist das, was du wirklich pro Bestellung nach allen Plattformkosten behältst.
Berechne deine echten Lebensmittelkosten
Teile deine Zutatenkosten durch die Netto-Einnahme statt durch den Brutto-Verkaufspreis. Das zeigt dir die echte Rentabilität pro Gericht.
✨ Pro tip
Überprüfe monatlich deine echten Lebensmittelkosten pro Lieferplattform. Viele Restaurants schrecken auf, wenn sie sehen, dass Gerichte, die normalerweise 30% Lebensmittelkosten haben, über Plattformen auf 50% oder mehr kommen.
Selbst berechnen?
In der KitchenNmbrs App geht das mit wenigen Klicks. 7 Tage kostenlos, keine Kreditkarte.
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich mit Lieferplattformen aufhören?
Nicht unbedingt. Aber berechne, was sie dich kosten, und finde ein gesundes Gleichgewicht zwischen Plattformbestellungen und direktem Verkauf.
Kann ich meine Preise auf Plattformen erhöhen?
Ja, aber achte darauf, dass du nicht zu teuer wirst im Vergleich zur Konkurrenz. Teste verschiedene Preispunkte und überwache deine Bestellungen.
Wie baue ich eigene Lieferkanäle auf?
Beginne mit einer eigenen Website, bewirbe Telefonbestellungen und belohne Kunden, die direkt bestellen, mit Rabatten oder Treuepunkten.
Warum sind die Provisionen so hoch?
Plattformen investieren viel in Marketing, Technologie und Lieferdienste. Aber als Restaurant zahlst du letztendlich für ihr Wachstum und ihre Rentabilität.
Kann ich über Provisionen verhandeln?
Bei großen Volumen manchmal, aber kleinere Restaurants haben wenig Verhandlungsmacht. Konzentriere dich daher auf den Aufbau eigener Kanäle.
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
📚 Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- Warenwetbesluit Bereiding en behandeling van levensmiddelen (2024) — Offizielle Quelle
- WHO — Foodborne diseases estimates (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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