Personalmahlzeiten wirken harmlos - ein Brötchen hier, eine Tasse Kaffee dort. Viele Gastronomiebetreiber denken, dass ein paar Euro pro Tag nicht viel ausmachen. Aber diese 'kleinen Beträge' summieren sich zu Hunderten von Euro pro Monat, oft ohne dass du es merkst.
Warum Personalmahlzeiten so täuschend sind
Das Problem mit Personalmahlzeiten ist, dass sie unsichtbar sind. Du siehst keinen Kassenbon, keine Rechnung. Es verschwindet einfach aus deinem Bestand. Und weil es kleine Beträge sind, führt niemand Buch darüber.
? Beispiel: Ein durchschnittlicher Arbeitstag
Du hast 4 Mitarbeiter. Jeden Arbeitstag nehmen sie sich:
- Kaffee/Tee: 4 × €0,30 = €1,20
- Brötchen zum Mittagessen: 4 × €2,50 = €10,00
- Erfrischungsgetränk: 4 × €0,80 = €3,20
- Snacks (Chips, Kekse): 4 × €0,50 = €2,00
Gesamt pro Tag: €16,40
Das klingt nach nichts Besonderem. Aber rechne es mal auf einen Monat durch:
- Pro Woche: €16,40 × 6 Tage = €98,40
- Pro Monat: €98,40 × 4,3 Wochen = €423,12
- Pro Jahr: €423,12 × 12 = €5.077,44
Über €5.000 pro Jahr. Und das ist noch ohne die Mahlzeiten, die dein Chef sich abends selbst zubereitet.
Die versteckten Kosten, die du übersehen hast
Die meisten Betreiber denken nur an den Einkaufspreis der Zutaten. Aber es kommt noch mehr hinzu:
⚠️ Achtung:
Du rechnest mit Einkaufspreisen, aber verlierst Verkaufserlöse. Ein Brötchen kostet dich €2,50 in der Herstellung, aber du hättest €8,50 dafür verlangen können.
- Entgangene Umsätze: Du hättest es verkaufen können
- MwSt.-Auswirkung: Du zahlst MwSt. auf den Einkauf, bekommst aber keine MwSt. herein
- Arbeitskosten: Zeit zur Zubereitung
- Lagerkosten: Produkte, die du zusätzlich bestellen musst
Warum es sich strukturell wiederholt
Personalmahlzeiten werden zur Gewohnheit. Wenn du es einmal erlaubst, erwarten Mitarbeiter es immer. Und es eskaliert:
? Beispiel: Die Eskalation
Monat 1: Nur Kaffee und Tee
Monat 3: Auch Brötchen in der Pause
Monat 6: Erfrischungsgetränke dazu
Monat 12: Chef bereitet sich abends selbst eine Mahlzeit zu
Von €50/Monat auf €500/Monat
Das Problem ist, dass niemand zu einem Brötchen für €2,50 nein sagt. Aber 200 Brötchen pro Jahr sind €500. Plus die entgangenen Umsätze von €1.700.
Die echte Auswirkung auf deine Zahlen
Personalmahlzeiten erhöhen deinen Lebensmittelkostenanteil, ohne dass du es merkst. Du denkst, dein Lebensmittelkostenanteil liegt bei 32%, aber eigentlich sind es 35%, weil du die Personalmahlzeiten nicht einrechnest.
- Versteckter Lebensmittelkostenanteil: 2-5% zusätzlich durch Personalmahlzeiten
- Bestandsfehlstände: Plötzlich sind Zutaten aufgebraucht
- Falscher Einkauf: Du bestellst zu viel, weil dein Verbrauch höher ist
- Unerklärliche Verluste: Zahlen stimmen nicht mit dem Gefühl überein
⚠️ Achtung:
Bei einem Umsatz von €300.000 pro Jahr kann 3% zusätzlicher Lebensmittelkostenanteil durch Personalmahlzeiten dich €9.000 kosten. Das ist der Gewinn von 2-3 Monaten.
Wie du Kontrolle über Personalmahlzeiten bekommst
Es geht nicht darum, sie zu verbieten, sondern sie sichtbar zu machen. Wenn du weißt, was es kostet, kannst du bewusste Entscheidungen treffen.
- Registriere alles: Jeden Kaffee, jedes Brötchen
- Lege ein Budget fest: Zum Beispiel €50 pro Mitarbeiter pro Monat
- Triff Absprachen: Was ist erlaubt, was nicht?
- Überwache monatlich: Was kostet es wirklich?
Ein System wie KitchenNmbrs hilft dabei, Personalmahlzeiten als separate Kostenposition zu verfolgen, damit du siehst, welche echte Auswirkung sie auf deinen Lebensmittelkostenanteil haben.
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Wie berechnest du die echten Kosten von Personalmahlzeiten?
Addiere alle Personalmahlzeiten einer Woche
Notiere jeden Kaffee, jedes Brötchen, jedes Erfrischungsgetränk und jede Mahlzeit, die Mitarbeiter konsumieren. Rechne mit dem Einkaufspreis der Zutaten. Vergiss nicht die kleinen Dinge wie Milch, Zucker und Butter.
Berechne die entgangenen Umsätze pro Produkt
Ein Brötchen kostet €2,50 in der Herstellung, aber dein Verkaufspreis ist €8,50. Die entgangenen Umsätze sind €6,00 pro Brötchen. Addiere dies für alle Produkte, die du hättest verkaufen können.
Rechne auf das Jahr durch und teile durch deinen Umsatz
Multipliziere den Wochenbetrag mit 52. Teile dies durch deinen Jahresumsatz, um zu sehen, wie viel Prozent deines Umsatzes in Personalmahlzeiten fließt. Mehr als 2% ist viel.
✨ Pro tip
Überprüfe eine Woche lang jeden Tag, was dein Team isst und trinkt. Rechne es auf ein Jahr durch. Du wirst vom Betrag schockiert sein, aber dann kannst du wenigstens etwas dagegen tun.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich Personalmahlzeiten ganz verbieten?
Wie viel dürfen Personalmahlzeiten von meinem Umsatz kosten?
Wie verhindere ich, dass Personalmahlzeiten aus dem Ruder laufen?
Zählen Personalmahlzeiten in meine Lebensmittelkostenberechnung?
Was ist, wenn mein Chef sich abends selbst eine Mahlzeit zubereitet?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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