Du arbeitest 70 Stunden pro Woche, aber dein Gewinn bleibt gleich. Das Problem liegt nicht in der Menge der Arbeit, sondern darin, wo du deine Energie einsetzt. Die meisten Restaurantbetreiber lenken nach Umsatz und Auslastung, während der echte Gewinn durch schlechte Margen und undurchsichtige Kosten wegfließt.
Warum hart arbeiten nicht hilft
Du stehst jeden Tag in der Küche. Du servierst mehr Gäste als letztes Jahr. Dein Personal arbeitet hart. Und trotzdem bleibt nichts übrig. Das kommt daher, dass du nach den falschen Zahlen leitest.
? Beispiel:
Restaurant A serviert 200 Gäste pro Tag à €25 durchschnittlich = €5.000 Umsatz.
Restaurant B serviert 150 Gäste pro Tag à €30 durchschnittlich = €4.500 Umsatz.
Welches verdient mehr? Oft Restaurant B, weil es bessere Margen hat und weniger Kosten pro Gast.
Nach den falschen Zahlen lenken
Die meisten Gastronomiebetreiber schauen auf:
- Umsatz pro Tag - aber nicht auf das, was übrig bleibt
- Anzahl der Gäste - aber nicht auf Gewinn pro Gast
- Auslastung im Restaurant - aber nicht auf Effizienz
- Komplimente zum Essen - aber nicht auf Lebensmittelkosten
Diese Zahlen geben ein gutes Gefühl, sagen aber nichts über deinen Gewinn aus.
⚠️ Achtung:
Ein volles Restaurant kann verlustbringend sein, wenn deine Lebensmittelkosten zu hoch sind. Besser 80% Auslastung mit gesunden Margen als 100% Auslastung mit Verlust pro Gericht.
Worauf du wirklich lenken solltest
Die Zahlen, die deinen Gewinn bestimmen, sind anders:
- Lebensmittelkosten pro Gericht - wie viel deines Verkaufspreises geht in Zutaten?
- Durchschnittlicher Rechnungswert - verdienst du genug pro Gast?
- Gewinn pro Quadratmeter - nutzt du deinen Platz klug?
- Arbeitskosten als Prozentsatz - bist du effizient genug?
? Beispiel:
Deine meistverkaufte Pasta kostet €6,80 an Zutaten und verkaufst du für €18,50.
- Verkaufspreis ohne MwSt.: €18,50 / 1,09 = €16,97
- Lebensmittelkosten: €6,80 / €16,97 × 100 = 40,1%
Dieses Gericht verliert Geld. Besser 50 Portionen à 30% Lebensmittelkosten als 100 Portionen à 40%.
Der Unterschied zwischen Auslastung und Gewinn
Auslastung fühlt sich gut an. Dein Team ist stolz. Gäste loben dich. Aber Auslastung ohne Rentabilität ist ein Hobby, kein Geschäft.
- Szenario 1: 300 Gäste, €20 durchschnittlich, 38% Lebensmittelkosten = €3.720 Gewinn
- Szenario 2: 200 Gäste, €28 durchschnittlich, 30% Lebensmittelkosten = €3.920 Gewinn
Szenario 2 verdient mehr mit weniger Stress, weniger Personal und weniger Einkauf.
Wie du das umkehrst
Höre auf zu schauen, wie viel du arbeitest. Fang an zu schauen, was du pro Stunde Arbeit verdienst.
? Beispiel:
Du arbeitest 70 Stunden pro Woche und verdienst €2.000 netto pro Monat.
€2.000 / (70 × 4,3 Wochen) = €6,64 pro Stunde
Weniger Stunden arbeiten mit besseren Margen kann dir mehr bringen als härter arbeiten mit schlechten Margen.
Konzentriere dich auf deine 5 meistverkauften Gerichte. Berechne ihre echten Lebensmittelkosten. Wenn diese über 35% liegen, erhöhst du die Preise oder reduzierst die Portionsgrößen. Das hat mehr Auswirkung als 10 Stunden extra arbeiten.
Verwandte Artikel
Wie leitest du nach Gewinn statt nach Auslastung?
Berechne deine Lebensmittelkosten pro Top-Gericht
Nimm deine 5 meistverkauften Gerichte. Addiere alle Zutatenkosten pro Portion. Teile dies durch deinen Verkaufspreis ohne MwSt. und multipliziere mit 100 für den Prozentsatz.
Überprüfe deinen durchschnittlichen Rechnungswert pro Woche
Teile deinen Wochenumsatz durch die Anzahl der Gäste. Wenn dies sinkt, während deine Auslastung steigt, verlierst du Geld pro Gast. Konzentriere dich dann auf teurere Gerichte oder Beilagen.
Messe deinen Gewinn pro geleisteter Stunde
Notiere, wie viele Stunden du arbeitest und was du netto behältst. Diese Zahl muss steigen, nicht deine Arbeitsstunden. Erhöhe Preise oder senke Kosten, statt mehr Stunden zu machen.
✨ Pro tip
Überprüfe jede Woche deine Top 3 Gerichte: Lebensmittelkosten, Anzahl verkauft und Gesamtgewinn pro Gericht. Diese 3 Zahlen sagen dir mehr als dein Gesamtumsatz.
Selbst berechnen?
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Häufig gestellte Fragen
Aber wenn ich meine Preise erhöhe, kommen weniger Gäste?
Woher weiß ich, ob meine Lebensmittelkosten zu hoch sind?
Was ist, wenn mein Konkurrenz günstiger ist?
Wie berechne ich meinen echten Gewinn pro Stunde?
Kann ich nicht einfach mehr Marketing machen für mehr Umsatz?
⚠️ EU-Verordnung 1169/2011 — Allergeninformation — https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj
Die Allergeninformationen auf dieser Seite basieren auf der EU-Verordnung 1169/2011. Rezepte und Zutaten können je nach Lieferant variieren. Überprüfen Sie stets die aktuellen Allergeninformationen bei Ihrem Lieferanten und kommunizieren Sie diese korrekt an Ihre Gäste. KitchenNmbrs haftet nicht für allergische Reaktionen.
In Deutschland überwacht das BVL die Allergenvorschriften gemäß LMIDV.
Konsultierte Quellen
- EU Verordening 852/2004 — Levensmiddelenhygiëne (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 853/2004 — Hygiënevoorschriften voor levensmiddelen van dierlijke oorsprong (2004) — Offizielle Quelle
- EU Verordening 1169/2011 — Voedselinformatie aan consumenten (2011) — Offizielle Quelle
- NVWA — Hygiënecode voor de horeca (2024) — Offizielle Quelle
- NVWA — Allergenen in voedsel (2024) — Offizielle Quelle
- Codex Alimentarius — International Food Standards (2024) — Offizielle Quelle
- FSA — Safer food, better business (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
- BVL — Lebensmittelhygiene (HACCP) (2024) — Offizielle Quelle
BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) — https://www.bvl.bund.de
Die in dieser Anwendung angezeigten HACCP-Normen dienen ausschließlich der Information. KitchenNmbrs garantiert nicht, dass die angezeigten Werte aktuell oder vollständig sind. Konsultieren Sie stets das BVL oder Ihre zuständige Behörde für die neuesten Vorschriften.
Geschrieben von
Jeffrey Smit
Gründer & CEO von KitchenNmbrs
Jeffrey Smit hat KitchenNmbrs aus 8 Jahren praktischer Erfahrung als Küchenmanager bei der 1NUL8 Group in Rotterdam aufgebaut. Seine Mission: jedem Restaurantbesitzer Kontrolle über die Lebensmittelkosten geben.
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